Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Der Ausbau von Batteriespeichern geht in Deutschland rasant vorwärts. So wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres mehr als eine halbe Million neue Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt rund 8,2 Gigawattstunden neu in Betrieb genommen. Damit stieg die neu installierte Speicherkapazität gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 91 Prozent, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Basis der Daten der Bundesnetzagentur mitteilt.
Großspeicher liegen vorn
Für den starken Zubau haben vor allem die Großspeicher gesorgt. In diesem Segment wurden von Januar bis Ende September 2026 immerhin 3,8 Gigawattstunden Speicherkapazität neu aufgebaut. Das ist mehr als eine Vervierfachung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Aber auch bei den kleinen Batteriespeichern gab es wieder eine Marktbelebung. So wuchs der Markt von Heimspeichern um 20 Prozent auf 3,2 Gigawattstunden.
Bei Gewerbespeichern gab es auch ein sattes Plus von 67 Prozent. Das Segment bleibt mit einem Zubau von rund 700 Megawattstunden aber immer noch weit hinter seinen Möglichkeiten. Die restlichen rund 500 Megawattstunden an neuer Speicherkapazität wurden im Segment der Kleinstspeicher errichtet. Das ist ein Plus von 33 Prozent. Der BSW-Solar hat für diese Daten das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur ausgewertet. Dies sind auch nur vorläufige Zahlen. Durch weitere Nachmeldungen können diese Zubauwerte sogar noch steigen.
Mehr Sonnen- und Windstrom ins Netz bringen
Gerade das Segment der Großspeicher ist derzeit besonders relevant, da die großen Speicher weniger ausschließlich der Steigerung des Eigenverbrauchs von Solarstrom dienen. Vielmehr entlasten sie die Netze, deren Ausbau über die letzten beiden Jahrzehnte der Energiewende verschleppt wurde, indem sie Solar- oder Windstrom dann einspeisen, wenn die Netzkapazitäten vorhanden sind. Zudem können sie die volatile Einspeisung mit dem Stromverbrauch in Einklang bringen, indem sie die Netzfrequenz stabil halten.
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Mit Speichern Milliarden Euro sparen
Dadurch beschleunigen sie die Energiewende nicht nur, sondern machen sie auch preiswerter. Der BSW-Solar verweist dazu auf eine Analyse des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE), wonach allein im vergangenen Jahr eine zusätzliche Speicherkapazität von 80 Gigawattstunden den Bundeshaushalt um fast vier Milliarden Euro entlastet hätte. Denn dann hätten die Netzbetreiber den Sonnen- und Windstrom in Zeiten vermarkten können, in denen die Preise an der Strombörse hoch ausfallen. Dazu kommt noch, dass weniger Stromimporte nötig gewesen und weniger Ausgleichszahlungen für die Abregelung von Kraftwerken angefallen wären.
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Dadurch wären für die Anlagenbetreiber weniger Ausgleich aus dem EEG-Konto angefallen. „Batteriespeicher entwickeln sich zu einem Wachstumstreiber und Effizienz-Hebel der Energiewende“, betont Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW‑Solar, angesichts dieser Zahlen. „Sie helfen, das Stromsystem effizienter zu machen und Kosten in Milliardenhöhe einzusparen. Jetzt müssen wir den Speicherboom mit einem Speicherbooster weiter anfeuern“, fordert er.
Zehn Gigawattstunden für dieses Jahr erwartet
Der BSW-Solar geht davon aus, dass der Ausbau der Speicherkapazität auch in den vergangenen drei Monaten rasant weitergeht. Der Verband erwartet für das Gesamtjahr den Bau von neuen Batteriespeichern mit einem Gesamtvolumen von über zehn Gigawattstunden. Doch auch das wird nicht ausreichen. Denn das Ausbautempo muss noch schneller gehen. Da sind sich Wissenschaftler und die Erneuerbaren-Branchen einig. So gehen die Wissenschaftler des Fraunhofer IEE davon aus, dass bis 2030 jedes Jahr rund 40 bis 50 Gigawattstunden an zusätzlicher Flexibilität geschaffen werden müssten, um den geplanten Ausbau erneuerbarer Energien möglichst kostengünstig in das Stromsystem zu integrieren.