Hintergrund ist die geplante EEG-Reform 2027: Für neue Solaranlagen sollen künftig keine relevanten Einspeisevergütungen mehr gelten. Das Unternehmen Sigenergy will mit einem KI-Ansatz Erlöse für Kunden über die Direktvermarktung maximieren. Für den Marktzugang kooperiert Sigenergy mit Luox Energy, die die Direktvermarktung und energiewirtschaftliche Abwicklung übernimmt.
Bis zu zwölf Cent Erlösplus je Kilowattstunde
Nach Berechnungen beider Unternehmen können Haushalte und Gewerbetreibende ein Erlösplus zwischen zehn und zwölf Cent je Kilowattstunde gegenüber dem solaren Marktwert erzielen – also gegenüber dem Preis, den Solarstrom im Durchschnitt an der Börse erzielt. Voraussetzung ist nach Unternehmensangaben ein ausreichend dimensionierter Batteriespeicher.
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Wie funktioniert das? Die KI steuert das Energiesystem der Kunden auf Basis von Echtzeitdaten und bestimmt automatisiert den optimalen Zeitpunkt zur Einspeisung. In Phasen negativer Börsenpreise soll das System die gesamte Erzeugung im Heimspeicher oder im Elektroauto zwischenspeichern oder direkt im Haushalt verbrauchen, um teureren externen Strombezug zu vermeiden.
Mispel öffnet Speicher für den Netzstrom
„Hing früher die Auslegung von Solaranlagen und Speichern richtigerweise am Eigenverbrauch, müssen Systeme künftig erheblich komplexer operieren können“, sagt Sven Albersmeier-Braun, Vertriebschef für die DACH-Region bei Sigenergy. Systeme mit großer Speicherkapazität seien dabei klar im Vorteil. Zusätzlichen Rückenwind sieht Sigenergy durch die jüngste Entscheidung der Bundesnetzagentur zur Marktintegration von Speichern und Ladepunkten, kurz Mispel genannt. Diese erlaubt Speichern künftig, auch Strom aus dem Netz aufzunehmen und zu vermarkten.
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Damit könnten Haushalte und Gewerbetreibende zu aktiven Prosumern werden, die ohne staatliche Förderung, Renditen erwirtschaften. „Das gilt umso mehr, je intelligenter die Anlagen in den Strommarkt integriert sind, um Erlöse künftig über die Direktvermarktung zu maximieren", betont Albersmeier-Braun. (nhp)
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