Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Im vergangenen Jahr gingen weltweit Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 664 Gigawatt neu ans Netz. Es ist ein weiteres Rekordjahr für die Solarenergie in den vergangenen Jahren, wie aus dem aktuellen Marktbericht von Solarpower Europe (SPE) hervorgeht, der mit Unterstützung des Global Solar Council und Solar Promotion, Veranstalter der Smarter E Europe, erstellt wurde. Demnach ist der Markt um zwölf Prozent im Vergleich zu 2024 gewachsen. Mit den neuen Installationen des vergangenen Jahres und Anfang dieses Jahres liefern inzwischen Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als drei Terawatt sauberen Sonnenstrom – eine Verdreifachung innerhalb von vier Jahren.
Allerdings zeigt der Report auch, dass sich das Wachstum weiter verlangsamt hat. Die Analyst:innen von Solarpower Europe gehen davon aus, dass der Markt auch in diesem und im nächsten Jahr langsamer wachsen wird als in den Jahren nach 2022. Doch wie sich die weiteren geopolitischen Ereignisse auf die Nachfrage auswirken, bleibt eine Unsicherheit, wie der Angriff der USA auf den Iran und die Sperrung der Straße von Hormus gezeigt haben. Danach ging die Nachfrage kurzfristig wieder nach oben.
Solarstrom bedeutet Energiesicherheit
Denn viele sehen, dass Solarstrom auch ein Beitrag zur Stabilisierung der Energiepreise und zur Energiesicherheit ist, wie die Autor:innen des Berichts betonen. Schließlich bietet sie eine heimische und bezahlbare Lösung, die Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger zu verringern und damit die Wirtschaft vor Preisschwankungen zu sichern.
Europäischer Speichermarkt wächst weiter
Die Expert:innen von SPE betonen, dass im Jahr 2025 weltweit genauso viel Solarstrom erzeugt wurde, wie mit der Verstromung von fünf Jahren Erdgasmengen, die durch die Straße von Hormus transportiert werden. „Das solare Zeitalter ist fest etabliert. Mit einem weiteren Rekordjahr beim Zubau 2025 übertrifft die Solarenergie weiterhin alle anderen Energietechnologien“, betont Walburga Hemetsberger, Geschäftsführerin von Solarpower Europe.
Netzintegration wird neue Herausforderung
Allerdings zeige die Verlangsamung des Wachstums im Jahr 2025 und die weitere Wachstumsdelle im Jahr 2026, dass sich die Welt für die Photovoltaik geändert habe. „Beim weiteren Ausbau der Solarenergie geht es nicht mehr nur darum, mehr Kapazität bereitzustellen, sondern darum, wie gut diese in das System integriert werden kann“, betont die SPE-Chefin. „In immer mehr Märkten ist der weitere Ausbau zunehmend von den Herausforderungen der Systemintegration, von Abregelungen und von negativen Strompreisen begleitet. Deshalb müssen wir dringend in Netze, Batteriespeicher und andere nichtfossile Flexibilitätslösungen investieren, um die steigenden Mengen erneuerbaren Stroms in unsere Netze integrieren zu können. Wenn die politisch Verantwortlichen diese Herausforderungen angehen, wird die Solarenergie weiterhin die Energiewende anführen und das stärkste Werkzeug bleiben, um Energiesicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung bereitzustellen“, ist sich Hemetsberger sicher.
Photovoltaik stemmt 77 Prozent des Zubaus
Solarpower Europe
Allerdings ist der Markt auch von einigen wenigen großen Märkten abhängig. So hat allein China mit 382 Gigawatt rund 57 Prozent der gesamten weltweiten Leistung zugebaut. Gleichzeitig hat sich Indien auf den zweiten Platz vorgeschoben und die USA auf Platz drei verwiesen. Hier gingen 2025 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 45,7 Gigawatt neu in Betrieb. Das ist ein Wachstum um 49 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings ist auch die EU weit vorn. Zwar sind die Installationen auf den Einzelmärkten gering. Doch als Gemeinschaft liegen die 27 EU-Mitgliedsstaaten mit 67,2 Gigawatt noch vor Indien. Allerdings betrug hier das Wachstum nur rund ein Prozent im Vergleich zu 2024.
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Solarpower Europe
Rückgang erwartet
Die Analyst:innen von SPE erwarten für dieses Jahr einen weiteren Rückgang des Wachstums – und vor allem des Marktes. Denn mit einer Gesamtleistung von 612 Gigawatt wird der Zubau geringer ausfallen als im vergangenen Jahr. Es ist der erste Rückgang nach mehreren Jahren ungebremsten Wachstums. Das liegt primär an China, wo die Änderung der politischen Prioritäten einen Marktrückgang von 24 Prozent verursacht. Dieser Rückgang überwiegt das Wachstum in anderen Märkten und Regionen, sodass die Entwicklung insgesamt negativ ist.
Den gesamten „Global Solar Market Outlook 2026-2030“ können Sie auf der Internetseite von SPE herunterladen.