Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Landwirt Philipp Hoberg im westfälischen Wadersloh kann in Zukunft die Vorteile seiner neuen Agri-PV-Anlage nutzen. Denn die 40.000 semitransparenten Module, die seine 17 Hektar große Himbeerplantage überdachen, schützen einerseits die empfindlichen Pflanzen vor Starkregen, Frost oder extremer Hitze. Andererseits liefert sie gleichzeitig planbare Zusatzeinnahmen durch den Verkauf des Stroms. Dieser wird außerhalb der EEG-Regularien flexibel an der Strombörse vermarktet und trägt so zur allgemeinen Versorgung mit erneuerbarer Energie bei.
Wertvolle Äcker doppelt nutzen
Mit einer Leistung von 23 Megawatt ist die neue Anlage nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Düsseldorf die bisher größte Agri-PV-Anlage in Nordrhein-Westfalen. Sie wurde im Rahmen des Programms Progress.NRW – Klimaschutztechnik vom Land gefördert. „Sonnenernte auf 17 Hektar – mit Agriphotovoltaik wie hier in Wadersloh, nutzen wir unsere wertvollen Äcker auch für klimafreundliche Energie“, betont Landeswirtschaftsministerin Mona Neubaur (B90/Grüne). „Davon profitieren Landwirtinnen, Landwirte und wir alle: Jede Kilowattstunde aus Erneuerbaren macht uns wirtschaftlich stärker und unabhängiger von Importen aus Krisenregionen.“
Profitable Lösung in doppelter Hinsicht
NRW. Energy4Climate hat die Entwicklung und den Bau des Projekts mit fachlicher Expertise begleitet. „Landwirtschaft und erneuerbare Energien sind keine Konkurrenten, sondern Verbündete. Nicht nur wir Menschen leiden unter dem fortschreitenden Klimawandel. Extremwetterereignisse machen auch unseren Landwirten zu schaffen, und treiben Kosten und Verbraucherpreise in die Höhe“, erklärt Katharina Schubert, Geschäftsführerin von NRW. Energy4Climate. „Der Heidelbeer-Bauer Philipp Hoberg stellt mit seiner Agri-PV-Anlage in Wadersloh, welche die Pflanzen schützt, unter Beweis, wie eine gleich in doppelter Hinsicht profitable Lösung aussehen kann. Das macht deutlich: Die Energiewende ist ein Gewinn für alle und leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur Klimaanpassung.“
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An die Landwirtschaft angepasst
Die Anlage fügt sich in die bestehenden Heidelbeerkulturen rund um den Betrieb ein. So sind die Modulreihen teils in Ost-West- und teils in einseitiger Ausrichtung nach Südosten gebaut – je nach landwirtschaftlicher Bewirtschaftungsrichtung. So verbinde die Anlage den bestmöglichen Schutz der Kulturen mit einer leistungsfähigen Stromerzeugung, teilen die Projektpartner mit.