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Offshore-Windpark Gennaker: Umspannplattformen in der Ostsee installiert

Für den Offshore-Windpark Gennaker in der deutschen Ostsee sind zwei Umspannplattformen installiert worden. Wie die Projektbeteiligten am 22. Oktober 2026 mitteilten, wurden die Arbeiten an den Plattformen Darß und Zingst abgeschlossen. Sie gehören zur Infrastruktur, über die der künftig im Windpark erzeugte Strom an das deutsche Übertragungsnetz angebunden werden soll.

Die Installation markiert einen frühen großen Offshore-Bauschritt des Projekts. Strom liefern die Plattformen damit noch nicht: Dazu müssen auch die weiteren Bestandteile des Windparks und seiner Netzanbindung fertiggestellt sein. Ihre Aufgabe ist es später, den Strom der Windenergieanlagen zu sammeln und für den Transport an Land auf eine höhere Spannung zu bringen.

Von 66 auf 220 Kilovolt

Die Plattformen sollen die elektrische Spannung von 66 Kilovolt auf 220 Kilovolt erhöhen. Der erste Wert betrifft die Anbindung der Windenergieanlagen, der zweite die Übertragung des gesammelten Stroms über die Netzanbindung. Darß und Zingst bilden damit eine Schnittstelle zwischen dem Windpark auf See und dem deutschen Stromnetz.

Sie sind Bestandteil des Netzanbindungssystems OST-6-1, das unter der Verantwortung des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz realisiert wird. Der abgeschlossene Einbau der Plattformen schafft eine Voraussetzung für die folgenden Bauphasen. Wann die gesamte Netzanbindung betriebsbereit sein soll, wird in der Mitteilung nicht genannt.

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Offshore-Umspannplattformen erfüllen eine andere Funktion als die Windenergieanlagen selbst: Sie erzeugen keinen Strom, sondern übernehmen einen zentralen Schritt auf dessen Weg ins Netz. Ihre Installation ist deshalb für den Projektfortschritt wichtig, auch wenn sich daraus allein noch kein Termin für die Einspeisung ableiten lässt.

Großes Bauschiff im Einsatz

Für die Arbeiten kam die Pioneering Spirit des niederländischen Offshore-Dienstleisters Allseas zum Einsatz. Das Schiff ist laut den Projektangaben 382 Meter lang und 124 Meter breit. Seine angegebene Hebekapazität beträgt bis zu 60.000 Tonnen.

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Der Einsatz eines solchen Spezialschiffs zeigt die Dimension der Bauarbeiten auf See. Große Bauteile müssen an ihrem vorgesehenen Standort positioniert und montiert werden. Mit der Installation von Darß und Zingst ist dieser Teil der Offshore-Infrastruktur nun errichtet; die geplanten Windenergieanlagen und weitere Arbeiten am Projekt stehen davon getrennt.

Die beiden Plattformen sind nach den Halbinsel-Abschnitten Darß und Zingst benannt. Der Windpark selbst soll rund 15 Kilometer nördlich von Fischland-Darß-Zingst vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns entstehen.

63 Windenergieanlagen geplant

Gennaker wird von Skyborn Renewables gemeinsam mit den Stadtwerken München realisiert. Vorgesehen sind 63 Windenergieanlagen der 15-Megawatt-Klasse und eine installierte Gesamtleistung von 976,5 Megawatt. Nach der Fertigstellung soll Gennaker den Projektangaben zufolge der größte Offshore-Windpark in der deutschen Ostsee sein.

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Die Beteiligten erwarten eine jährliche Stromerzeugung von rund 3,8 Terawattstunden. Sie setzen diese Menge rechnerisch mit dem Jahresstrombedarf von etwa einer Million Haushalten gleich. Beide Angaben sind Prognosen für den künftigen Betrieb, keine bereits gemessenen Erträge.

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Für die Nutzung des Stroms ist die Verbindung zwischen Windpark und Netz entscheidend. Genau dort übernehmen Darß und Zingst ihre Aufgabe: Sie sollen den von den Anlagen kommenden Strom für die Weiterleitung vorbereiten. Die abgeschlossene Installation bringt Gennaker diesem Ziel näher. Bis der geplante Windpark tatsächlich Strom einspeist, müssen jedoch die übrigen Bau- und Anschlussarbeiten abgeschlossen werden.