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Erklärung von Split: Mittelmeerstaaten setzen auf die Energiewende

Die Staaten der Südeuropäischen Union (MED9) haben in der kroatischen Hafenstadt die Ziele der Entwicklung der nächsten Jahre beschlossen. Neben den Themen Sicherheit und Migration geht es in der Spliter Erklärung der mediterranen EU-Staaten auch um die Lösungen für die Herausforderungen der Sicherheit und Bezahlbarkeit der Energieversorgung sowie den zunehmenden Klima- und Ressourcendruck. Gerade in diesem Jahr haben die mediterranen Staaten den Klimawandel mit seinen ganzen Auswirkungen gespürt.

Der Mittelmeerraum sei ein Klimahotspot, der zunehmend extremer Hitze, Dürren, Wasserknappheit, Bränden, Überschwemmungen, Wüstenbildung und einem steigenden Druck auf terrestrische, marine und küstennahe Ökosysteme ausgesetzt sei, schreiben die Staats- und Regierungschefs in ihrer Erklärung. Deshalb sei die Stärkung der Klimaresilienz wichtiger denn je. Deshalb soll die Energiewende beschleunigt werden, um den CO2-Ausstoß aller Sektoren zu verringern.

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Unsicherheit der fossilen Energielieferungen offenbar

Der Umstieg auf erneuerbare Energien soll zudem die Bezahlbarkeit der Energieversorgung sichern. Denn angesichts der Kriege Russlands gegen die Ukraine und der USA sowie Israels gegen den Iran haben deutlich die Unsicherheit der Lieferungen von fossilen Energieträgern gezeigt. Dies hat wiederum zu Engpässen und Preissteigerungen geführt. „Die Europäische Union sollte zudem die kritische Abhängigkeit von Importen fossiler Brennstoffe durch den Ausbau sauberer Energiequellen und die Elektrifizierung verringern, die Energiequellen und Lieferwege diversifizieren, die Entwicklung heimischer Energieressourcen fördern, die Energieinfrastruktur stärken und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Angebots- und Preisschocks verbessern“, schreiben die MED9-Staatschefs in ihrer Erklärung.

Integrierte Plattform für die nächste Phase

Energiewende zu Hause im großen Maßstab

Ausbau von erneuerbaren Energien beschleunigen

Konkret fordern sie unter anderem die Beschleunigung der Elektrifizierung und den Ausbau kohlenstoffarmer Energieerzeugung, einschließlich Kernenergie und erneuerbarer Energien, sowie den Ausbau von Speicherkapazitäten. „Die Energiewende stellt einen strukturellen Ansatz dar, um Energieabhängigkeiten zu verringern und die Auswirkungen innenpolitischer und internationaler geopolitischer Krisen auf die Energiepreise zu begrenzen“, steht in der Spliter Erklärung. Die Staats- und Regierungschefs verweisen dazu auf die Transmediterrane Initiative für saubere Technologien (T-MED) im Rahmen des Mittelmeerpakts und deren Umsetzung zum Nutzen von Unternehmen und des Sektors der erneuerbaren Energien in der EU und den Partnerländern.

Stärkung der Energiewende

Damit stärken die Länder des Mittelmeerraums die europäische Energiewende und erkennen an, dass die fossile Versorgung keine Option mehr ist. Diese muss jetzt umgesetzt werden. Konkrete Ziele und Maßnahmen fehlen in der Erklärung. Die Spliter Erklärung haben die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Zypern sowie der Staatssekretär für die Europäische Union Spaniens unterzeichnet. Sie finden die Spliter Erklärung unter anderem auf der Webseite der Regierung Kroatiens.