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Europäische Industrie könnte deutlich mehr Wechselrichter liefern

Hintergrund sind digital vernetzte Komponenten, die potenziell externe Eingriffe in kritische Infrastruktur ermöglichen. So wird Cybersecurity zur zentralen industriepolitischen Frage. Wechselrichter sind längst nicht mehr nur Hardware, sondern Teil komplexer, vernetzter Energiesysteme und zählen zur kritischen Infrastruktur.

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Jeder Hersteller kann seine Produkte fernsteuern. Die Souveränität zum Fernzugriff bei Fronius liegt in Europa – mit Auswirkungen auf die Datenhoheit, Systemintegrität und die Kontrolle über Updates der Firmware. „Die aktuellen Diskussionen zeigen, dass Energieversorgung und Sicherheit untrennbar miteinander verbunden sind“, urteilt Harald Scherleitner, CSO von Fronius International. „Entscheidend ist jetzt, dass wir beides ermöglichen: eine schnelle Energiewende und eine resiliente Infrastruktur mit möglichst geringen Abhängigkeiten und vertrauenswürdigen Lieferketten.“

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Für europäische Hersteller bedeutet das vor allem eines: Sie müssen deutlich mehr Geräte liefern. Die Voraussetzungen sind geschaffen – technologisch wie industriell. „Wir sprechen nicht über zukünftige Möglichkeiten, sondern über bestehende industrielle Stärke“, sagt Scherleitner. „Fertigungskapazitäten sind vorhanden, wir sind bereit zu liefern.“

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Fronius könnte seinen Ausstoß innerhalb von sechs bis zwölf Monaten auf 17 Gigawatt pro Jahr beziehungsweise 115.000 Wechselrichtern pro Monat erhöhen. So könnten die Österreicher einen starken Beitrag leisten, um Abhängigkeiten zu reduzieren und den Ausbau der Photovoltaik stabil abzusichern.

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Die Diskussion macht sichtbar, wie abhängig Europa zuletzt von Importen aus Fernost geworden ist. Gleichzeitig zeigt sie, dass die sichere und nachhaltige Energiewende eine starke industrielle Basis in Europa braucht. „Die Industrie ist bereit“, ergänzt Scherleitner. „Jetzt braucht es klare und verlässliche Rahmenbedingungen durch die europäische Politik, damit wir diese Stärke voll entfalten können.“ (HS)

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