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Integriertes Energiesystem

Schrand.energy versorgt Firmenstandort weitgehend autark mit Energie

Die Schrand-Gruppe, ein Familienunternehmen aus dem Pipeline- und Anlagenbau, hat mit ihrer Ausgründung Schrand.energy ein ganzheitliches Wasserstoff-Energiesystem für den eigenen Firmenstandort entwickelt. Die Anlage in Essen (Oldenburg) deckt nach Unternehmensangaben die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität zu einem großen Teil unabhängig von externen Versorgern ab.

280 kW Photovoltaik und 90 kW Elektrolyseur

Die Energie stammt aus einer Photovoltaikanlage mit 280 kW Peakleistung auf dem Hallendach. Ein Batteriespeicher mit 150 kWh gleicht kurzfristige Lastspitzen aus. Solarstrom, der darüber hinaus nicht direkt verbraucht wird, wird über einen Elektrolyseur mit 90 kW Leistung in Wasserstoff umgewandelt. Ein Wasserstofftank mit 631 Kilogramm Kapazität speichert diesen– das entspricht einem Energieinhalt von rund 21.032 kWh. Bei Bedarf wandelt eine Brennstoffzelle mit 25 kW Leistung den Wasserstoff zurück in Strom.
Die bei Elektrolyse und Rückverstromung entstehende Abwärme wird für Heiz- und Kühlprozesse im Betrieb genutzt. Zusätzlich beheizt das Unternehmen das Gebäude über Wärmepumpen. Auf dem Gelände betreibt Schrand.energy zudem mehrere Ladesäulen, die den Firmenfuhrpark ganzjährig mit eigenem Strom versorgen.

Eigenes Energiemanagement steuert alle Komponenten

Ein von Schrand.energy selbst entwickeltes Energiemanagementsystem steuert sämtliche Energieflüsse. Es berücksichtigt Wetterprognosen, Lastprofile und aktuelle Strompreise. So kann das System gezielt Strom aus dem Netz beziehen, wenn die Preise niedrig sind, und ihn als Wasserstoff zwischenspeichern. Das Energiemanagement ist nach Unternehmensangaben hersteller- und technologieunabhängig aufgebaut und lässt sich über eine zentrale Software bedienen.

Amortisation in acht bis zehn Jahren erwartet

Die Investition in die Wasserstoffanlage soll sich nach Berechnungen des Unternehmens innerhalb von acht bis zehn Jahren amortisieren. Entscheidende Faktoren seien die Vermeidung von Lastspitzenkosten, die Nutzung günstiger Strommarktphasen sowie die Reduktion externer Energiebezüge. Schrand.energy bietet die am eigenen Standort erprobten Systemkomponenten auch als modulare Lösungen für andere Unternehmen an.