Springe zum Hauptinhalt Skip to main navigation Skip to site search

Studie zeigt: Batteriespeicher senken Kosten fürs Stromsystem

Die Analyst:innen der Energieberatungshäuser Neon Neue Energieökonomik und Consentec haben im Auftrag von Kyon Energy, Lichtblick, Eco Stor und Fluence Batteriegroßspeicher unter dem Aspekt ihrer Systemdienlichkeit unter die Lupe genommen. Dabei haben die Analysten festgestellt, dass die Batteriegroßspeicher die Kosten für das deutsche Stromsystem drastisch senken. Denn sie reduzieren Preisschwankungen und unterstützen die Integration erneuerbarer Energien.

Speicher marktdienlich einsetzen

Damit haben die Analyst:innen gezeigt, dass der volkswirtschaftliche Nutzen von Batteriegroßspeichern primär durch ihren marktdienlichen Einsatz entsteht. „Batteriespeicher verschieben Strom in Zeiten hoher Nachfrage, ersetzen teure konventionelle Kraftwerke und erhöhen die kurzfristige Flexibilität im System“, lautet das Resümee. „Dies senkt Erzeugungskosten, reduziert CO2-Emissionen und stärkt die Versorgungssicherheit. Diese Effekte werden über Marktpreise bereits weitgehend abgebildet.“ Damit die Großspeicher aber mit Blick auf die Strompreise ihre volle Wirkung entfalten können, seien koordinierte Anpassungen in der Regulierung von Strommarkt und Stromnetz erforderlich.

Wollen Sie über die Energiewende auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie einfach den kostenlosen Newsletter von ERNEUERBARE ENERGIEN – dem größten verbandsunabhängigen Magazin für erneuerbare Energien in Deutschland!

Netzdienlichkeit liegt brach

Allerdings werden diese Speicher bisher hauptsächlich unter Gesichtspunkten des Strommarktes betrieben. Aufgrund fehlender Signale der Netzbetreiber liegen die Möglichkeiten der Großspeicher, die Netzkosten zu senken, noch weitgehend brach. Dabei läge ausgerechnet hier der größte Hebel, durch Vermeidung von Redispatch und Netzausbau die Kosten im gesamten Stromsystem zu senken. Dies liege an fehlenden geeigneten Anreizen, unter anderem, weil für ganz Deutschland eine einheitliche Preiszone gilt.

Speichermarkt 2025: Europa installiert 27,1 Gigawattstunden neue Batteriekapazität

Regionale Preissignale einführen

Deshalb sollten geographische Komponenten wie ortsvariable Preissignale in den Strommarkt eingeführt werden, schlagen die Autoren der Studie vor. Aber auch Beschränkungen von kurzfristigen Flexibilitätsvermarktungen der Speicher könnten die Netzdienlichkeit erhöhen und damit die Kosten auch auf dieser Ebene senken. Auch bundesweit einheitliche Anschlussregeln und Marktmechanismen können hier weiterhelfen. Die Systemdienlichkeit müsse als Maßstab für den Bau von Großspeichern gelten.

Batteriespeicher finanzieren: ­Bankfähigkeit durch Struktur

Systemdienliches Verhalten vergüten

Dazu müsse der Marktmechanismus aber auch das netz- und systemdienliche Verhalten abbilden und vergüten. „Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache: Batteriespeicher sind ein Gewinn für das gesamte Stromsystem“, sagt Lion Hirth, Geschäftsführer von Neon Neue Energieökonomik. „Entscheidend ist nun, die regulatorischen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass auch die Netze noch stärker profitieren“, betont er mit Blick auf die Untersuchungsergebnisse.

Die gesamte Studie „Systemdienlichkeit von Großbatterien“ finden Sie auf der Webseite von Neon zum Download.