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Neuer Batteriespeicher stützt das Stromnetz in Sachsen-Anhalt

Der Paderborner Speichersystemanbieter Intilion hat zusammen mit dem Projektierer von Ökostromanlagen CCE einen neuen Batteriespeicher in Halle (Saale) ans Netz angeschlossen. Die Anlage wird mit einer Leistung von zehn Megawatt und einer Kapazität von 20 Megawattstunden das regionale Stromnetz unterstützen. Sie wird dazu Primärregelleistung, Sekundärreserve und manuelle Frequenzwiederherstellungsreserve bereitstellen.

Dadurch kann der Batteriespeicher auf Frequenzschwankungen im Stromnetz reagieren und die Netzstabilität erhöhen, wie die Projektpartner mitteilen. Solche Systeme werden notwendig durch den zunehmenden Anteil von Solar- und Windkraftanlagen am Netz. Denn die Batteriespeicher tragen dazu bei, das Stromnetz zuverlässig und sicher im Gleichgewicht zu halten.

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Standort mit Bedacht wählen

Dabei spielt der Standort eine entscheidende Rolle. „Ein geeigneter Standort ist essenziell, denn er bestimmt maßgeblich Aufwand, Genehmigungsfähigkeit und Netzanschlusskosten“, weiß Philipp Knaup, bei Intiltion für das operative Geschäft zuständig. „In Halle war die Nähe zum Umspannwerk ein großer Vorteil – kurze Kabelwege und vereinfachte Netzabstimmung haben Zeit und Geld gespart. Gleichzeitig haben wir sehr früh Umweltaspekte wie Schall, Boden und Naturschutz geprüft. Dadurch konnten zentrale Anforderungen wie Feuerwehrzufahrt und Schallschutzmaßnahmen direkt berücksichtigt werden. Das hat Genehmigungsverfahren deutlich beschleunigt.“

Carl Zöllner von Intilion: „Die größte Hürde sind Genehmigungs- und Anschlussverfahren“

Matthias Hacksteiner, Projektleiter bei CCE, ergänzt: „Besonders wichtig war die frühe Integration von Umweltaspekten, Genehmigungen und technischen Anforderungen. So konnten etwa Schallschutz, Brandschutz und Entwässerung nahtlos in die Planung einfließen. Das Projekt ist in dieser Form eine Blaupause für weitere Speicherprojekte“, kündigt Hacksteiner an.

Abstimmung der Projektpartner

Während Intilion primär für die Planung, Herstellung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme des Speichersystems verantwortlich war, hat CCE das Projekt strategisch entwickelt und geplant sowie Technik, Regulierung und Finanzierung koordiniert. CCE hat auch die erforderlichen Genehmigungen abgestimmt. Auf dieser Basis konnte Intilion als Generalunternehmer die Realisierung des Batteriespeichersystems übernehmen. Zusätzlich übernahm Intilion alle Nebengewerke wie Tiefbauarbeiten, die Errichtung einer Schallschutzwand und eines Regenrückhaltebeckens sowie die Lieferung der Mittelspannungsschaltanlage.

Anforderungen an den Netzanschluss erfüllt

Eine besondere Herausforderung war die Zusammenarbeit mit dem lokalen Netzbetreiber. Dabei ging es nicht nur um die Koordination der Arbeiten, sondern auch um die Abstimmung aller Schnittstellen mit dem Netzbetreiber. Schließlich ist der Anschluss an das deutsche und an das europäische Stromverbundnetz mit der Erfüllung zahlreicher technischer Anforderungen verbunden.

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Erstmals hat Intilion selbst diese Aufgabe vollständig übernommen und erfolgreich nachgewiesen, dass alle diese technischen Anforderungen erfolgreich erfüllt wurden. Daraufhin konnte der Netzbetreiber den Anschluss der Anlage freigeben. „Die Umsetzung dieses Projekts zeigt, dass die Energiewende nur mit starken Partnerschaften gelingt“, resümiert Stefan Lindtner von CCE. „Gemeinsam mit Intilion konnten wir eine Lösung realisieren, die in kurzer Zeit einen echten Beitrag für die Region leistet“, betont er. (su)