Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Salzgitter Flachstahl hat mit Zelestra die virtuelle Lieferung von Sonnenstrom für die Produktion in Salzgitter vereinbart. Dazu wird das Unternehmen mittels eines Stromliefervertrages (Power Purchase Agreement – PPA) den Ertrag von zwei Solarkraftwerken in Brandenburg und Thüringen annehmen. Diese beiden Anlagen wird Zelestra errichten und betreiben. Die beiden Solarparks werden zudem jeweils direkt am Standort mit einem Speicher kombiniert, sodass die Stromlieferung auf den Verbrauch bei Salzgitter Flachstahl angepasst werden kann.
Rund 300 Megawattstunden Sonnenstrom pro Jahr
Im Rahmen dieses hybriden Solar-plus-Speicher-PPA nimmt Salzgitter Flachstahl insgesamt 147 Megawattstunden der jährlichen Stromproduktion der Anlage in Brandenburg ab. Die Anlage in Thüringen liefert jedes Jahr 158 Megawattstunden Sonnen- und Speicherstrom für die Stahlproduktion in Salzgitter. Auf diese Weise steigert das Unternehmen die Beschaffung von Grünstrom und kann seine Stahlproduktion nachhaltiger aufstellen.
Ökostrom bedarfsgerecht beschaffen
Die Vereinbarung ist für beide Partner der erste Hybrid-PPA im deutschen Markt und macht Salzgitter erstmals zum Betreiber eines Batteriespeichers. Die Batteriespeicher werden ausschließlich mit überschüssigem Solarstrom aus den Anlagen geladen. „Die Kombination von Solarenergie und Batteriespeichern eröffnet uns die Möglichkeit, erneuerbare Energien bedarfsgerecht und zu wettbewerbsfähigen Konditionen für unsere industriellen Prozesse zu beschaffen“, betont Marco Hauer, Leiter Energiebeschaffung bei Salzgitter Flachstahl. „Damit unterstützt die Vereinbarung unsere ambitionierte Dekarbonisierung der Stahlerzeugung und trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Salzgitter zu sichern.“
Solaranlage auf schwierigem Terrain ergänzt bestehenden Windpark
Wachsendes Segment auf dem PPA-Markt
Auch bei Zelestra ist die Vereinbarung ein nächster Schritt hin zur innovativen Nutzung von Solarstrom aus Freiflächenanlagen mit Batteriespeicher. „Als bislang größter Hybrid-Deal in Deutschland zeugt er von großem Ehrgeiz beider Partner, und wir erwarten, dass dieses Marktsegment in den kommenden Monaten erheblich wachsen wird“, sagt Mathias Künicke, Geschäftsführer von Zelestra Deutschland. „Er baut auf der Hybrid-Expertise auf, die wir in anderen europäischen Märkten entwickelt haben“, erklärt er.