Ein Nachfrageeinbruch lässt sich daraus jedoch nicht ableiten, denn Nachmeldungen haben die Ergebnisse der Vormonate deutlich nach oben korrigiert. Zudem kommen aus dem Eigenheimsegment und durch die weiterhin gute Auftragslage positive Marktsignale. Gleichzeitig rückt mit der geplanten EEG-Novelle die Unsicherheit in den Vordergrund, ob und wie Photovoltaik ab 2027 wirtschaftlich attraktiv bleibt.
Mit aktuell 1.473 Megawatt lag der Zubau im August 2026 rund 21 Prozent unter Juli und etwa 28 Prozent unter August 2025. Insbesondere für das Solarfachhandwerk relevante Anlagen bis 750 Kilowatt zeigten im August ein Langzeittief. Seit Dezember 2022 gab es mit Ausnahme des verschneiten Februars keinen schwächeren Monat.
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Mehr Nachmeldungen – auch bei Speichern
Zwar dürfte der Wert durch die üblichen Nachmeldungen steigen, wird jedoch angesichts des Abstands zu den Vormonaten voraussichtlich niedrig bleiben. Damit zeigt sich das bekannte Sommerloch deutlicher als erwartet, während im Solarhandwerk die Auftragsbücher voll und die Kapazitäten ausgelastet sind.
Ein ähnliches Bild zeigt sich beim Zubau von Batteriespeichern: Bei Systemen bis 750 Kilowattstunden wurden im August 436,1 Megawattstunden neu registriert, rund 29,6 Prozent weniger als im Juli, aber knapp 4,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Inklusive der Großspeicher erreichte der Gesamtzubau rund 823,8 Megawattstunden und damit 57,3 Prozent über August 2025. Einzelne Großprojekte beeinflussen Zubau insgesamt deutlich.
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Leichter Aufwärtstrend im bisherigen Jahr
Durch sehr späte Nachmeldungen wird von Mai bis Juli bei Photovoltaik und Speichern rückblickend ein leichter Aufwärtstrend sichtbar. Ein klarer Saisoneffekt lässt sich daraus allerdings auch nach den Korrekturen nicht ableiten. In den betrachteten Sommermonaten fällt der prozentuale Anteil der Nachmeldungen teilweise höher aus.
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Der Photovoltaikzubau im Juni wurde beispielsweise gegenüber Monatsende um 26,8 Prozent nach oben korrigiert. Auf aktuellem Datenstand liegt der Zubau damit bei 1.422,4 Megawatt. Speicher wuchsen um 21,3 Prozent durch Nachmeldungen gegenüber Monatsende. Der Zubau stieg im Juni demnach auf aktuell 1.207,6 Megawattstunden.
Auch der Juli wurde durch Nachmeldungen deutlich nach oben korrigiert. Der Zubau der Photovoltaik stieg auf 1,87 Gigawatt, rund 21 Prozent mehr als zum Monatsende. Bei Speichern erhöhte sich die gemeldete Kapazität auf aktuell 1.375 Megawattstunden, um rund 36 Prozent.
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Branche rüstet sich für EEG-Novelle
Trotz des schwachen Augusts spricht die Auftragslage in Handel und Handwerk dafür, dass sich die Nachfrage – vor allem im Aufdachsegment – auf die verbleibenden Monate des Jahres konzentriert. Dieser Vorzieheffekt vor den geplanten EEG-Änderungen fällt bislang jedoch schwächer aus als erwartet.
Während der BSW-Solar erste Vorzieheffekte beobachtete, meldete der Solarenergie-Förderverein Ende August noch keinen ausgeprägten Photovoltaikboom, was die Zahlen der Bundesnetzagentur bestätigen. Eine Rallye zum Jahresende ist bislang nicht zu erkennen.
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Gleichmäßigere Nachfrage hat Vorteile
Für Handel und Handwerk kann eine gleichmäßigere Nachfrage sogar Vorteile haben: Materialengpässe, hektische Inbetriebnahmen und anschließende Auftragsflaute sind weniger wahrscheinlich. Dennoch sollte sich das Solarfachhandwerk auf 2027 vorbereiten.
Der Gesetzentwurf zur EEG-Novelle ist inzwischen in den Bundestag eingebracht. Vorgesehen sind stärkere Direktvermarktung sowie engere Verzahnung von Solarstrom, Speicher und Eigenverbrauch.
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Für kleine und mittlere Dachanlagen soll die Einspeisespitze künftig auf 50 Prozent der Solarleistung begrenzt werden. Dadurch entstehen zusätzliche Anreize, Speicher und Energiemanagement zu installieren. „Photovoltaik lohnt sich auch 2027“, ist sich Jan Paul Dahm sicher, Geschäftsführer des Fachgroßhändlers EWS. „Mit guter Auslegung sind Photovoltaikanlagen als Teil eines vollständigen Energiesystems in den meisten Fällen auch nächstes Jahr eine wirtschaftlich sinnvolle Investition.“ Für das Solarfachhandwerk entstehen zusätzliche Chancen bei Nachrüstung, Energiemanagement und Cross-Selling. (HS)
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