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European Energy sichert sich Finanzierung für 225 Megawatt Agri-PV in Italien

Der dänische Projektentwickler European Energy plant in Vizzini auf Sizilien den Bau einer riesigen Agri-PV-Anlage. Mit 225 Megawatt ist es nach Angaben des Projektierers die bisher größte Solaranlage dieser Art in Italien. Sie soll im Jahr 2028 ihren kommerziellen Betrieb aufnehmen. Jetzt hat das Unternehmen die Finanzierung für das Projekt gesichert.

Refinanzierung für CfD

Insgesamt 234,1 Millionen Euro steuern die französische Landwirtschaftsbank Crédit Agricole CIB, die italienische Großbank Intesa Sanpaolo, die deutsche NORD/LB und die französische Geschäftsbank Société Générale bei. Die Finanzierung zeigt die Bankfähigkeit von Agri-PV-Projekten, die die Produktion von erneuerbaren Energien im Kraftwerksmaßstab mit der weiteren landwirtschaftlichen Nutzung kombinieren, gibt das Unternehmen bekannt.

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Allerdings ist auch die Refinanzierung gesichert. Denn das Projekt profitiert von einem Contract for Difference aus der staatlichen Ausschreibung, der über 20 Jahre läuft. „Die Sicherung der Finanzierung von Projekten dieser Größenordnung zeigt die Qualität unserer Entwicklungsarbeit und unserer Fähigkeit, Ökostromprojekte investitionsfertig zu liefern“, sagt Jens-Peter Zink, stellvertretender Geschäftsführer von European Energy. „Das starke Interesse führender internationaler und italienischer Kreditgeber zeigt anhaltendes Vertrauen in gut strukturierte Erneuerbare-Energien-Projekte, gestützt auf stabile regulatorische Rahmenbedingungen.“

Doppelnutzung der Fläche ist vorgegeben

Mit dieser Summe ist das Agri-PV-Projekt Vizzini eines der ersten Finanzierungen von Agri-PV-Anlagen dieser Größenordnung und Komplexität in Italien. Denn anders als herkömmliche Solarparks wird die Anlage in Vizzini so geplant, dass neben der Stromproduktion auch die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche möglich bleibt. Wobei dies Vorgabe seitens der Regularien in Italien zum Bau von Solaranlagen auf Agrarflächen ist. So sollen unter den höher aufgeständerten Modulen Schafe weiden. Zudem wird European Energy zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität auf der Fläche umsetzen und eine Aufforstungsinitiative starten.

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Agri-PV geht in die nächste Entwicklungsstufe über

Der Bau der Anlage hat bereits begonnen. Nach der Inbetriebnahme rechnet European Energy mit einer jährlichen Stromproduktion von 405 Gigawattstunden pro Jahr. „Vizzini zeigt, dass die Agri-PV über die Entwicklungsphase hinausgekommen ist und inzwischen in den großangelegten Bau und die Finanzierung gehen kann“, sagt Filippo Ricci, bei European Energy für den italienischen Markt zuständig. „Die Kombination aus vertraglich vereinbarten Einnahmen, gesichertem Netzzugang und einem soliden technischen und landwirtschaftlichen Konzept hat es uns ermöglicht, eine bankfähige Struktur für ein besonders komplexes Erneuerbaren-Projekt zu schaffen. Das ist nicht nur für Vizzini wichtig, sondern auch für die Entwicklung des Agri-PV-Marktes in Italien“, betont er.