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Windmarkt: UKA-Chef sieht nur noch jedes vierte Projekt realisiert

Ralf Breuer, Geschäftsführer von UKA Nord, beschreibt die Lage im deutschen Windmarkt als deutlich angespannt und spricht davon, dass sich der bereits im Vorjahr spürbare Gegenwind inzwischen zu einem regelrechten Sturm entwickelt habe. So sei die erste EEG-Ausschreibung des Jahres mehr als doppelt überzeichnet gewesen. Gleichzeitig kritisiert er politische Unsicherheiten: Ein energiepolitischer Schlingerkurs sowie verzögerte Gesetzgebungsverfahren führten dazu, dass Finanzierungspartner vorsichtiger agierten und der Eigenkapitalbedarf in der Projektentwicklung deutlich steige. Parallel dazu gerieten auch die Erlöse unter Druck, da ein Überangebot an fertigen Windparks die Verkaufspreise sinken lasse.

Mehr zu den jüngsten Ausschreibungsergebnissen lesen Sie hier.

Für Projektentwickler habe das gravierende Folgen. Breuer betont, dass Unternehmen aktuell sehr genau prüfen müssten, ob sie begonnene Projekte überhaupt weiterverfolgen. Nach Einschätzung von UKA könnten am Ende nur rund 25 Prozent der derzeit genehmigten Vorhaben in Deutschland tatsächlich realisiert werden. Viele Entwickler stellten derzeit fest, dass ihre Projekte wirtschaftlich nicht mehr tragfähig seien.

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Vor diesem Hintergrund positioniert sich UKA als stabiler Partner in einem schwieriger werdenden Marktumfeld. Breuer verweist darauf, dass das Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als zwei Gigawatt beim Hersteller Nordex bestellt habe. Zudem seien im Jahr 2025 über 350 Megawatt in Betrieb genommen worden, während sich aktuell mehr als 1,5 Gigawatt im Bau befänden. In der ersten Ausschreibungsrunde 2026 habe sich UKA bereits EEG-Zuschläge für mehr als 600 Megawatt gesichert. Diese Umsetzungsstärke stelle man auch Partnern zur Verfügung, so Breuer.

Ralf Breuer, Geschäftsführer UKA Nord, sieht Chancen in der partnerschaftlichen Projektrealisierung.

UKA

Ralf Breuer, Geschäftsführer UKA Nord, sieht Chancen in der partnerschaftlichen Projektrealisierung.

Mehr zur Situation der Windbranche, zu den Ausbauzahlen 2025 und der Perspektive für dieses Jahr lesen Sie hier.

Kooperationspartner könnten dabei vor allem auf Planungssicherheit, faire Prozesse und Verlässlichkeit setzen. UKA verfüge über eine flächendeckende Präsenz sowie eigene Netzanschlusskompetenz, unter anderem mit mehr als 20 betriebenen Umspannwerken. Hinzu kämen langfristige Rahmenverträge mit Herstellern, die stabile Preise und die Verfügbarkeit knapper Komponenten sicherstellen sollen. Auch die solide Finanzstruktur hebt Breuer hervor: Die Ratingagentur Creditreform bescheinige UKA eine ausgezeichnete Bonität.

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Bei Projektkäufen und Kooperationen setze das Unternehmen auf einen partnerschaftlichen Ansatz. Breuer erklärt, man biete transparente und zügige Ankaufsprozesse mit festen Ansprechpartnern sowie flexible Modelle, die von Beteiligungen bis hin zum vollständigen Ankauf reichten. Eine Zusammenarbeit mit UKA erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass Projekte tatsächlich umgesetzt würden, reduziere Risiken und ermögliche es Partnern, sich auf ihre jeweiligen Stärken zu konzentrieren.

Mit Blick auf die Zukunft erwartet Breuer eine weitere Konsolidierung des Marktes. Entscheidend werde es sein, eine Balance zwischen Stabilität und Wachstum zu finden. UKA sehe sich gut aufgestellt, um Projekte gemeinsam mit Partnern sicher und wirtschaftlich in die Umsetzung zu bringen. Dabei betont Breuer: „Wir bringen Projekte sicher ins Ziel.“