Solation, Patrizia und Solaredge haben in Bonn ein Gewerbegebäude vorgestellt, das dauerhaft einen Teil seines Solarstroms an eine gemeinnützige Organisation abgibt. Es ist nach Unternehmensangaben das erste Gebäude-Projekt dieser Art in Deutschland.
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Solation pachtet die Dachfläche des Gebäudeeigentümers Patrizia und betreibt die Solaranlage. Rund 90 Prozent des erzeugten Stroms fließen in das Gebäude selbst. Ein Prozent der jährlichen Erzeugung wird dauerhaft einer lokalen gemeinnützigen Organisation zugewiesen – zum Preis von null Cent pro Kilowattstunde.
Virtuelles Speichermodell als Grundlage
Das Konzept baut auf Solations virtuellem Speichermodell auf, das im vierten Quartal 2025 erstmals mit der Technologie von Solaredge eingeführt wurde. Es erfüllt die Anforderungen der deutschen Mieterstromverordnung: Solarstrom gilt dabei als virtuell gespeichert und wird den Mietern im Gebäude zugewiesen – ohne physische Batterie.
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Die Spende an eine gemeinnützige Organisation ist fest in dieses Modell integriert. Der Empfänger schließt einen Stromvertrag über seinen gesamten Bedarf ab. Ein vereinbarter Anteil der Solarstromerzeugung des Gebäudes wird dabei für die Energie selbst zu null Cent pro Kilowattstunde geliefert. „Gebäude hatten für überschüssigen Solarstrom traditionell zwei Möglichkeiten: ihn selbst zu nutzen oder ins Netz zu verkaufen. Wir wollten eine dritte Option schaffen", sagt Sebastian Hugl, CEO von Solation.
Ziel: 1.000 Gebäude bis 2030
Spenden für gemeinnützige Zwecke sind in die Wirtschaftlichkeit des virtuellen Speichermodells integriert. „Wir haben gezeigt, dass Gebäude gleichzeitig finanziellen, ökologischen und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen können“, erklärt Hugl. Dies sei keine CSR-Initiative, die nachträglich auf das Geschäftsmodell aufgesetzt werde. „Sie istfest in den Betrieb des Gebäudes integriert.“
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Solation will das Modell nach eigenen Angaben bis 2030 in 1.000 Gebäuden umsetzen. Solaredge ist als Technologiepartner für alle künftigen Projekte vorgesehen. In Deutschland gibt es nach Unternehmensangaben rund 280.000 Bürogebäude mit mehreren Mietern. „Ein einzelnes Gebäude wird eine Gemeinschaft nicht grundlegend verändern, doch die Chance liegt in der Skalierung des Modells", sagt Hugl. „Wenn Gebäude im ganzen Land auch nur einen kleinen Teil der von ihnen erzeugten sauberen Energie lokalen Gemeinschaften zur Verfügung stellen, könnte die gemeinsame Wirkung enorm sein." (nhp)
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