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Dienstleister fürs EEG 2027

Sinkenden Stromerlösen und steigenden Betriebskosten bestehender Windparks will das Erneuerbare-Energien-Unternehmen BMR Energy aus Geilenkirchen mit einer Schallkur entgegnen. Als Expertisedienst werde es Betriebsbeschränkungen zum Senken der Geräuschemissionen prüfen. Das Unternehmen aus dem rheinischen Revier will mittels einer datenbasierten Analyse ungenutzte Ertragsreserven einzelner Windturbinen messen und ohne technische Umbauten die schallreduzierenden Betriebsmodi mit verlangsamten Rotordrehungen wieder aufdrehen. Dann werde es Genehmigung und Betriebsparameter anpassen. Referenzwindparks hätten Mehrerträge von hunderttausenden bis zwei Millionen Kilowattstunden erzielt.

Das 32-Mitarbeitenden-Team sprach bisher Windparkbetriebe an, deren Förderzeit endet und die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelte Einspeisetarife dann verlieren. Nun zielt BMR Energy aufs EEG 2027. Um „mutmaßliche neue Chancen nutzen zu können“, so antwortet BMR-Projektentwicklungs-Teamchef Michael Wessel auf eine Frage von ERNEUERBARE ENERGIEN, wollen die Rheinländer den Kunden sechsfach helfen: Außer durch nachgebesserte Schall-Betriebsmodi wollen sie Photovoltaikparks bauen, die im Zusammenspiel mit Windparks die Netzanschlüsse besser auslasten, wollen mit Batteriespeichern die Stromvermarktung verbessern, Direktvermarktungsverträge prüfen, durch Betriebsführung technische Verfügbarkeiten erhöhen und Potenziale für On-Site PPA bewerten: Industrieunternehmen zeichnen hier mehrjährige Stromabnahmeverträge (international: PPA) für Regenerativanlagen auf ihrem Gelände, die sie mangels Expertise aber andere betreiben lassen.

Bislang enthalten die Kabinettsentwürfe für die zwei größten Gesetzesvorhaben der Bundesregierung und ihrer schwarz-roten CDU/CSU-SPD-Koalition im Bundestag wenig mehr als Auflagen, die Förderzahlungen an Windkraft- und Solaranlagenbetreibende deckeln, mehr Beiträge zur Netzstabilität einfordern und den Zugang zu Netzkapazitäten einschränken. Zugleich haben die geplanten Breitbandnovellen EEG 2027 und Netzpaket viele Leerstellen. Schwarz-Rot könnte sie nach etwas parlamentarischem Ringen im Herbst noch füllen. Koalitionsvertrag und Einzelgesetze der vergangenen zwei Jahre geben die Richtung vor: mehr Marktintegration, Strom ohne Netzeinspeisung speichern oder nutzen statt Anlagen bei vollen Leitungen abzuschalten, nicht EEG-vergütetes Vermarkten über Industrieversorgung und Regelenergieverträge mit Netzbetreibern, flexiblerer Anschluss von Erzeugungskapazitäten, Stromtausch und Eigenverbrauch in Energiegemeinschaften, mehr Rechenschafts- und Nachweispflichten.

Viele Branchenunternehmen haben Konzepte schon vorbereitet, um mutmaßliche EEG-2027-Ziele zu erfüllen. Der Vareler Ingenieur- und Betriebsführungsdienst …

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