Gestoppte Förderung und Zweifel an der Verfassungskonformität des Gebäudemodernisierungsgesetzes sorgen bei Hausbesitzern und Handwerkern für Verunsicherung. Die kommenden Reformen des EEG und des Wind-auf-See-Gesetzes müssen geordneter ablaufen, um einen Ausbaustopp bei Wind und Soalr zu vermeiden.
Vergisst die Politik bei der Wärmewende die Mieter? Noch haben sie wenig Anreize, in energietische Sanierung zu investieren. Eine neue Analyse zeigt, wie dieses Problem aufgebrochen werden kann.
Mit Ablauf des 30. Juni hat die gesetzliche Frist für Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern geendet, ihre Wärmeplanung vorzulegen. Die meisten Großstädte erfüllen die Vorgabe. Nun beginnt die fachliche Bewertung der vorliegenden Wärmepläne.
Die geplante halbjährliche Absenkung der Heizungsförderung könnte laut BWP Investitionen in Wärmepumpen zugunsten fossiler Heizungen verschieben.
Mit einer solchen dezentralen Lösung lässt sich die Wärmewende beschleunigen, da sie dezentraler wird. Quartiere ohne Fernwärmeanschluss und ohne Platz für Wärmepumpen können so dekarbonisiert werden.
Die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages melden einen fett gedruckten Zweifel an und die Deutsche Umwelthilfe steht mit einer Klage schon in den Startlöchern.
Eine Kurzstudie von Prognos vergleicht Gasheizung, Luft-Wasser-WP und Sole-WP im EFH und MFH. Unter den aktuellen Bedingungen ist die Luft-Wasser-WP die günstigere Heizoption. Doch Erdwärmepumpen überholen sie nach 20 Jahren.
Wärmepumpen dominieren den Neubau: 73,6 Prozent der 2025 fertiggestellten Wohngebäude nutzen sie als Hauptheizung. Binnen zehn Jahren hat sich der Anteil mehr als verdoppelt.
Mehr als 120.000 Wärmepumpen sind im ersten Quartal 2026 installiert worden – auch dank der Förderung. Doch sie könnte Sparvorgaben zum Opfer fallen, fürchtet der Bundesverband Wärmepumpe.
Die Heizung der Zukunft ist die Wärmepumpe, auch im Bestand setzt sie sich allmählich durch. Ob sie einen Pufferspeicher braucht, ist umstritten. In Diskussionsforen und sozialen Medien wird er zuweilen als „Effizienzkiller“ bezeichnet. Doch die Fachleute sagen: Seinen Gebrauch gilt es differenziert zu betrachten. Denn bei dieser Entscheidung – ob mit oder ohne, in welcher Größe, wie ins System eingebunden – spielen eine Menge an Faktoren eine Rolle. Gut ausgesucht und mit Bedacht geplant, kann der Speicher die Effizienz der Anlage erhöhen und nebenbei ihre Lebensdauer verlängern. Alexander Borchert
Künftig werden Gebäude Energie bereitstellen und aktiv am Energiesystem teilnehmen – als flexible, vernetzte Einheiten, die lokale Stabilität schaffen und neue Formen der Zusammenarbeit im Quartier ermöglichen. Wie, das zeigen die folgenden Beispiele. Hertha-Margarethe Kerz
In einem Forschungsprojekt wurden verschiedene Konzepte der Gebäudesanierung mit Hybridmodulen aus Solarzellen und rückseitigem Wärmetauscher simuliert. Ermutigende Erfahrungen aus konkreten Vorhaben liegen bereits vor. Ein Praxisreport
Eine Rückkehr zur 65-Prozent-Regel bei neuen Heizungen scheint trotz lauter Kritik unwahrscheinlich. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft hat Ideen, wie sie kompensiert werden könnte.
Erdwärmepumpen sind preiswerter als Gaskessel, können sich aber auch gegenüber Luftwärmepumpen behaupten. Die höheren Investitionskosten sind schnell wieder eingespielt.
Ein viereckiger Turm mit einer Großwärmepumpe liefert ausreichend Wärme für bis zu 400 Wohnungen. Spezielle Ventilatoren sichern einen flüsterleisen Betrieb ab.
Zu langsam, zu unentschlossen, zu komplex: Zwar sieht der jährliche Bericht von BDEW und Ey auch Fortschritte, doch unterm Strich bleibt ein Defizit.
Zwei Netzbetreibern droht ein Zwangsgeld, weil sie die Vorgaben für steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach Paragraph 14a Energiewirtschaftsgesetz nicht umsetzen. Verfahren gegen weitere Netzbetreiber sind in Prüfung.
Auf Basis einer Markterhebung zeichnet der Fachverband Gebäude-Klima (FGK) den Absatz von Luft/Luft-Wärmepumpen auf. 2026 gab es erneut einen Zuwachs.
Statt Verlässlichkeit herrsche Verunsicherung, monieren Vertreter von Städten und Gemeinden. Und auch der Expertenrat für Klimafragen äußert Bedenken.
Seit Anfang 2025 müssen alle Stromversorger variable Tarife anbieten. Davon profitieren insbesondere Betreiber von Wärmepumpen.
Der dena-Gebäudereport 2026 zeigt: 2025 wurden erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Wärmeplanung und serielle Sanierung machen Fortschritte.
Der Bundesverband Wärmepumpe bekräftigt seine Kritik am neuen Gebäudemodernisierungsgesetz. Die Kritik entzündet sich vor allem an Biotreppe, Grüngasquote und Wegfall der Beratungspflicht.
Die Leistungsfähigkeit von Wärmepumpen hängt von der Umgebungstemperatur ab. Bei starkem Frost schaltet sich ein elektrischer Heizstab ein, was zu hohen Stromkosten führen kann. Zudem sind Wärmepumpen grundsätzlich träge und wärmen die Wohnräume nur langsam auf. Um diese Schwächen auszugleichen...
Felddaten von Sunmaxx zeigen, dass photovoltaisch-thermische Hybridmodule selbst im Winter stabile Quellentemperaturen für Wärmepumpen liefern können und damit hohe Arbeitszahlen ermöglichen.
Der Referentenentwurf für das Gebäudemodernisierungsgesetz streicht die 65-Prozent-Regel und legt konkrete Stufen für die „Bio-Treppe“ fest. Doch ein zentrales Klimaschutzziel taucht gar nicht auf.