Wann dürfen CO₂-basierte E-Fuels in der EU als Renewable Fuels of Non-Biological Origin (RFNBO) anerkannt werden? Ein Compliance-Report des EU-Projekts ECO2Fuel benennt die Voraussetzungen – von der Strombeschaffung bis zur Lebenszyklusbilanz.
Der Bundesrat hat den Weg für die Umsetzung der EU‑Erneuerbare‑Energien‑Richtlinie RED III in deutsches Recht freigemacht. Raffinerien sollen künftig verbindlich erneuerbaren Wasserstoff nach RFNBO‑Kriterien einsetzen. Der Wasserstoffproduzent Lhyfe erwartet dadurch zusätzlichen Bedarf im deutschen Markt.
Auf der Münchner Umweltmesse IFAT hat der DVGW die Spotlight Area Wasserstoff eröffnet. Vorstandschef Gerald Linke bezeichnete erneuerbare Gase als unverzichtbar für die Energiewende, forderte aber zugleich einen stärkeren Ausbau der heimischen Erdgasförderung als Brücke in die Wasserstoffzukunft.
Der Bundestag hat im April die Weiterentwicklung der Treibhausgas-Minderungsquote (THG-Quote) beschlossen. Der Maschinenbauverband VDMA sieht darin einen Fortschritt für den Wasserstoffhochlauf. Kritik gibt es am Zeitpunkt der Anhebung der RFNBO-Unterquote.
Zur ersten Lesung der EnWG-Novelle im Bundestag kritisiert FNB Gas zentrale Lücken im Gesetzesentwurf. Der Verband fordert bessere Finanzierungsregeln, mehr Flexibilität beim Kernnetz und klare Vorgaben für den Wasserstoffhochlauf.
Ein Verbändebündnis aus Energiewirtschaft, Industrie, Mittelstand und Kommunen appelliert an die Bundesregierung, in den aktuellen Verhandlungen für den Bundeshaushalt 2027 auch Geld für den Wasserstoffhochlauf einzuplanen, insbesondere für einen CfD-Mechanismus mit Garantieinstrumenten entlang der Wertschöpfungskette.
Der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) hat ein Strategiepapier mit dem Titel „H2026 - Resilienz durch Wasserstoff gestalten" vorgelegt. Friederike Lassen, Vorständin des DWV und Hauptautorin des Papiers, erklärt im Podcast „The Hydrogen Elevator", wie sie sich einen verbindlichen Nachfragepfad und eine Entlastung bei Strom- und Netzkosten für Elektrolyseure vorstellt.
Der Bundestag hat das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgas-Minderungsquote verabschiedet. Die Industrie sieht darin ein Signal für den Hochlauf von Wasserstoff und strombasierten Kraftstoffen. Kritik gibt es am späten Anstieg der Unterquote für RFNBO.
Die Trading Hub Europe (THE) hat die Ausschreibung für den Aufbau eines Wasserstoff Data Hubs gestartet. Die Plattform soll eine zentrale Rolle bei der Kommunikation und Abwicklung des deutschen Wasserstoffmarktes übernehmen.
Sunfire-CEO Nils Aldag und Hydrogen-Europe-Chef Jorgo Chatzimarkakis fordern einen stärkeren Schutz der europäischen Elektrolyseur-Industrie. Europäische Anlagen seien preislich konkurrenzfähig – doch ohne politische Flankierung drohe ein Verlust wie einst bei der Solarindustrie. Das ist eine Kernbotschaft aus dem Podcast "The Hydrogen Elevator", der nun erstmals in Kooperation mit dem Wasserstoff-Magazin HZwei erschienen ist.
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 das Klimaschutzprogramm 2026 beschlossen. Es enthält 67 Maßnahmen, die bis 2030 mehr als 25 Millionen Tonnen CO₂ zusätzlich einsparen sollen. Beim Thema Wasserstoff sehen Branchenverbände jedoch erhebliche Lücken.
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 die EnWG-Novelle zur Umsetzung des EU-Gas- und Wasserstoffbinnenmarktpakets beschlossen. Der Entwurf verankert Wasserstoff umfassend im Energierecht. BDEW und Thüga begrüßen das, verlangen aber Änderungen bei Fristen und Finanzierung.
Das Energiewendeministerium Schleswig-Holstein hat einen Förderaufruf über bis zu 8 Millionen Euro für die Erzeugung und Speicherung von erneuerbarem Wasserstoff veröffentlicht. Unternehmen können Projektvorschläge bis zum 24. April 2026 einreichen.
Die EU-Kommission hat am 4. März den Industrial Accelerator Act vorgelegt. Das Gesetz soll europäische Fertigung über „Made in EU"- und CO2-Anforderungen stärken. Für Wasserstoff bringt es weniger, als sich manche erhofft hatten.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert ein eigenständiges Wasserstoffgesetz. Das „H2G" soll nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) den stockenden Markthochlauf beschleunigen und Investitionssicherheit schaffen.
Der Bundestag hat das Wasserstoff-Beschleunigungsgesetz (WasserstoffBG) verabschiedet. Es soll Genehmigungsverfahren für Wasserstoffinfrastrukturen und -anlagen beschleunigen. Gegenüber dem Kabinettsentwurf wurde der Anwendungsbereich auf kohlenstoffarmen Wasserstoff ausgeweitet.
Der Wasserstoffhochlauf in Deutschland scheitert nicht an mangelndem Interesse der Unternehmen. Ganz im Gegenteil: Regulatorische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Risiken auch auf EU-Ebene bremsen Investitionen entlang der Wertschöpfungskette. Das zeigt eine Studie von BDEW und Capgemini.
Die EU-Kommission hat ein deutsches Beihilfeprogramm über drei Milliarden Euro genehmigt. Es soll Investitionen in die Produktion von Cleantech-Technologien fördern – darunter auch Elektrolyseure. Die Förderung läuft bis Ende 2030.
Anlässlich des Nordsee-Gipfels in Hamburg fordern BDEW und AquaVentus eine stärkere europäische Zusammenarbeit beim Offshore-Wind-Ausbau – und eine konsequente Integration der Offshore-Elektrolyse in die nationale und regionale Planung. Eine Studie zeigt: Weniger dichte Bebauung, grenzüberschreitende Flächenkooperationen und kombinierte Infrastrukturen können Kosten senken und Effizienz steigern.