170 Unternehmen aus der europäischen Energiebranche haben sich in einem Brief an die EU-Kommission gewandt. Sie fordern, die verbindlichen RFNBO-Ziele für Wasserstoff in Verkehr und Industrie auch nach 2030 beizubehalten. Eine Abschaffung würde Investitionen von über 15 Milliarden Euro gefährden.
Zahlreiche europäische Verbände aus Energie-, Wasserstoff- und Industriewirtschaft drängen die EU-Kommission zu einer schnellen Überarbeitung der Delegierten Verordnung (EU) 2023/1184. Die anhaltende Unsicherheit über die Produktionskriterien für erneuerbaren Wasserstoff gefährde Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Deutschland, Österreich und Luxemburg wollen den Markthochlauf von strombasiertem Kerosin (eSAF) gemeinsam fördern. Über einen Doppelauktionsmechanismus sollen Produzenten und Abnehmer zusammengebracht und Preislücken durch staatliche Mittel geschlossen werden. Insgesamt stehen bis zu 2,12 Milliarden Euro bereit.
Die sechs ostdeutschen Bundesländer haben mit der Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) eine gemeinsame Plattform geschaffen. Sie soll regionale Stärken bündeln und den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft länderübergreifend voranbringen.
Ein Bündnis aus Industrie, Gewerkschaften und Verbänden um die Initiative AquaVentus fordert, Wasserstoff stärker als Flexibilitäts- und Speicheroption im Energiesystem zu verankern. Offshore-Elektrolyseure sollen als eigene Kategorie ins Windenergie-auf-See-Gesetz aufgenommen werden.
Rund 450 Teilnehmende waren zum 1. Ostdeutschen Wasserstoffkongress nach Dresden gekommen. Branchenvertreter übergaben ein Forderungspapier an die Verantwortliche für Wasserstoff- und Gasinfrastruktur des BMWE. Auch das Kick-off-für eine gemeinsame Studie zum Wasserstoffverteilnetz im Osten fand auf der Veranstaltung statt.
Die eFuel Alliance hat ein Positionspapier vorgelegt, das strombasierte Kraftstoffe als sicherheitspolitisch relevanten Faktor für Europa einordnet. Der Verband fordert praxistaugliche Produktionsregeln, verbindliche Unterquoten und eine Anrechnung von Investitionen auf das NATO-Ausgabenziel.
Die geplante Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes öffnet erstmals den Weg für kombinierte Strom- und Wasserstofferzeugung auf See. Die Initiative AquaVentus begrüßt den Referentenentwurf, kritisiert aber die Beschränkung auf einzelne Flächen. Nach Berechnungen der Initiative ließen sich zweistellige Milliardenbeträge einsparen.
Der Wasserstoffmarkt in Deutschland ist technologisch bereit, aber wirtschaftlich noch nicht tragfähig. Das ist ein zentrales Ergebnis eines aktuellen Whitepapers. Rund 170 Start-ups arbeiten hierzulande an Wasserstofflösungen – der Sprung in die industrielle Skalierung gelingt bislang nur wenigen.
Die Bundesnetzagentur hat den Festlegungsentwurf zur Reform der Netzentgelte veröffentlicht. Elektrolyseure für grünen und kohlenstoffarmen Wasserstoff sollen künftig einen Kapazitätspreis statt eines Arbeitsentgelts zahlen.
Karsten Pinkwart, Mitglied des Nationalen Wasserstoffrats, fordert ein höheres Tempo beim Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Deutschland müsse Forschungsergebnisse schneller in industrielle Anwendungen überführen, um seine internationale Position zu behaupten.
Die Bundesnetzagentur hat ein Festlegungsverfahren zur Regulierung der Wasserstoffnetze eröffnet. Unter dem Kürzel WONKa soll ein neuer Ordnungsrahmen zu Netzkosten und Kapitalverzinsung entstehen. Er wird ab 2028 die bisherige Wasserstoff-Netzentgeltverordnung ablösen.
Der Branchenverein AquaVentus fordert in seiner Stellungnahme zum Flächenentwicklungsplan 2025 den Erhalt der Offshore-Fläche SEN-1. Andernfalls sei der Hochlauf der Offshore-Elektrolyse in der deutschen Nordsee gefährdet. Der Verein schlägt zwei Elektrolyse-Plattformen mit je 250 MW vor.
Die EU-Kommission hat ihre Revision des Emissionshandelssystems und den Electrification Action Plan vorgelegt. Beide Vorhaben haben laut dem Branchenverband Hydrogen Europe große Bedeutung für die Wasserstoffwirtschaft. Auch eine 100-Milliarden-Euro-Bank für industrielle Dekarbonisierung ist geplant.
Die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) hat in Brüssel für verlässlichere Investitionsbedingungen geworben. Beim Policy Dialogue am 1. Juli forderten Vertreter aus Politik und Industrie eine Überarbeitung der RFNBO-Regeln, die aus ihrer Sicht den Markthochlauf bremsen.
Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) sieht die Beimischung von Wasserstoff in das Erdgasnetz allenfalls als zeitlich begrenzte Übergangslösung. In einem am 18. Juni veröffentlichten Informations- und Grundlagenpapier warnt das Beratungsgremium davor, der Fokus auf Beimischung könne den Aufbau einer eigenen Wasserstoffinfrastruktur verzögern.
Der Wasserstoffhochlauf in Bayern kommt langsamer voran als ursprünglich angenommen. Das geht aus dem Fortschrittsbericht des Zentrums Wasserstoff.Bayern (H2.B) hervor, der am 24. Juni 2026 dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie übergeben wurde.
Ein Bündnis aus 16 deutschen und europäischen Wirtschaftsverbänden fordert eine europäische Wasserstoffallianz auf Ebene der Mitgliedstaaten. Deutschland soll dabei eine führende Rolle übernehmen. Der Hochlauf komme zwar voran, bleibe aber hinter den Erfordernissen zurück.
Die Umsetzung der RED-III-Industriequote in Deutschland kann je nach regulatorischem Ansatz Wettbewerbsnachteile für hiesige Produktionsstandorte verursachen. Das zeigt eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI).
Der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) fordert bei der geplanten Grüngasquote eine verbindliche Unterquote für Wasserstoff. Eine rein technologieoffene Regelung würde aus Verbandssicht vor allem Biomethan im bestehenden Erdgasnetz begünstigen und den Aufbau einer eigenständigen Wasserstoffwirtschaft bremsen.
Irland will während seiner EU-Ratspräsidentschaft ab 1. Juli 2026 einen Schwerpunkt auf den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der EU legen. Dabei soll auch die Förderung von Forschung und Infrastruktur für erneuerbare Energien gestärkt werden. Das kündigte der irische Staatsminister Timmy Dooley in Dublin bei einer Veranstaltung von Hydrogen Europe Research an.
Das Versorgungssicherheitsgesetz hat in erster Lesung den Bundestag passiert. Es soll die Verfügbarkeit von Kraftwerkskapazitäten sicherstellen. Der Deutsche Wasserstoff-Verband fordert, früher auf Wasserstoff zu setzen und dabei auch den Aufbau der Infrastruktur in den Blick zu nehmen.
Die Europäische Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung über 1,3 Milliarden Euro für die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff genehmigt. Gefördert werden Elektrolyseure, die in die dänische Pipeline „Danish Hydrogen Backbone 1“ einspeisen und Abnehmer im deutschen Wasserstoff-Kernnetz beliefern.
Stellt man sich Stromnetz und Elektrolyseure als Paar vor, ist ihr Beziehungsstatus vermutlich „kompliziert“. Eigentlich sollten sie sich gegenseitig unterstützen, doch wer genau was wann zu tun hat und was dafür bekommt oder bezahlt – das ist mühsam auszuhandeln. Die Bundesnetzagentur, in diesem Beziehungsgeflecht zugleich Richterin und Mediatorin, hat nun einen Zwischenstand ihrer Überlegungen veröffentlicht, der Elektrolyse-Betreiber aufatmen lässt.
Ein resilientes Europa braucht Wasserstoff – doch eine überstürzte Skalierung in den Gigawatt-Maßstab könnte nach hinten losgehen. Timo Bollerhey (H2Global) und Michael Gauglitz (ST Engineering) erklären im Podcast „Hydrogen Elevator“, warum ein schrittweiser Hochlauf wichtig ist und wie Europa trotzdem mit Asien Schritt halten kann.