Ein Bündnis aus 16 deutschen und europäischen Wirtschaftsverbänden fordert eine europäische Wasserstoffallianz auf Ebene der Mitgliedstaaten. Deutschland soll dabei eine führende Rolle übernehmen. Der Hochlauf komme zwar voran, bleibe aber hinter den Erfordernissen zurück.
Die Umsetzung der RED-III-Industriequote in Deutschland kann je nach regulatorischem Ansatz Wettbewerbsnachteile für hiesige Produktionsstandorte verursachen. Das zeigt eine Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI).
Der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) fordert bei der geplanten Grüngasquote eine verbindliche Unterquote für Wasserstoff. Eine rein technologieoffene Regelung würde aus Verbandssicht vor allem Biomethan im bestehenden Erdgasnetz begünstigen und den Aufbau einer eigenständigen Wasserstoffwirtschaft bremsen.
Irland will während seiner EU-Ratspräsidentschaft ab 1. Juli 2026 einen Schwerpunkt auf den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der EU legen. Dabei soll auch die Förderung von Forschung und Infrastruktur für erneuerbare Energien gestärkt werden. Das kündigte der irische Staatsminister Timmy Dooley in Dublin bei einer Veranstaltung von Hydrogen Europe Research an.
Das Versorgungssicherheitsgesetz hat in erster Lesung den Bundestag passiert. Es soll die Verfügbarkeit von Kraftwerkskapazitäten sicherstellen. Der Deutsche Wasserstoff-Verband fordert, früher auf Wasserstoff zu setzen und dabei auch den Aufbau der Infrastruktur in den Blick zu nehmen.
Die Europäische Kommission hat eine deutsche Beihilferegelung über 1,3 Milliarden Euro für die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff genehmigt. Gefördert werden Elektrolyseure, die in die dänische Pipeline „Danish Hydrogen Backbone 1“ einspeisen und Abnehmer im deutschen Wasserstoff-Kernnetz beliefern.
Stellt man sich Stromnetz und Elektrolyseure als Paar vor, ist ihr Beziehungsstatus vermutlich „kompliziert“. Eigentlich sollten sie sich gegenseitig unterstützen, doch wer genau was wann zu tun hat und was dafür bekommt oder bezahlt – das ist mühsam auszuhandeln. Die Bundesnetzagentur, in diesem Beziehungsgeflecht zugleich Richterin und Mediatorin, hat nun einen Zwischenstand ihrer Überlegungen veröffentlicht, der Elektrolyse-Betreiber aufatmen lässt.
Ein resilientes Europa braucht Wasserstoff – doch eine überstürzte Skalierung in den Gigawatt-Maßstab könnte nach hinten losgehen. Timo Bollerhey (H2Global) und Michael Gauglitz (ST Engineering) erklären im Podcast „Hydrogen Elevator“, warum ein schrittweiser Hochlauf wichtig ist und wie Europa trotzdem mit Asien Schritt halten kann.
Eine Studie im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums sieht kurzfristig vor allem im Vorfeldbetrieb von Flughäfen Potenzial für Wasserstoff. Ein flächendeckender Aufbau von Infrastruktur für flüssigen Wasserstoff sei dagegen derzeit nicht sinnvoll.
Ein neues Whitepaper aus dem Projekt HySecunda untersucht, wie unterschiedliche Zertifizierungsvorgaben für Power-to-X-Produkte (PtX) den Wasserstoffexport aus der SADC-Region beeinflussen. Beteiligt sind vier Fraunhofer-Institute. Die EU stellt demnach die strengsten Anforderungen.
Wann dürfen CO₂-basierte E-Fuels in der EU als Renewable Fuels of Non-Biological Origin (RFNBO) anerkannt werden? Ein Compliance-Report des EU-Projekts ECO2Fuel benennt die Voraussetzungen – von der Strombeschaffung bis zur Lebenszyklusbilanz.
Der Bundesrat hat den Weg für die Umsetzung der EU‑Erneuerbare‑Energien‑Richtlinie RED III in deutsches Recht freigemacht. Raffinerien sollen künftig verbindlich erneuerbaren Wasserstoff nach RFNBO‑Kriterien einsetzen. Der Wasserstoffproduzent Lhyfe erwartet dadurch zusätzlichen Bedarf im deutschen Markt.
Auf der Münchner Umweltmesse IFAT hat der DVGW die Spotlight Area Wasserstoff eröffnet. Vorstandschef Gerald Linke bezeichnete erneuerbare Gase als unverzichtbar für die Energiewende, forderte aber zugleich einen stärkeren Ausbau der heimischen Erdgasförderung als Brücke in die Wasserstoffzukunft.
Der Bundestag hat im April die Weiterentwicklung der Treibhausgas-Minderungsquote (THG-Quote) beschlossen. Der Maschinenbauverband VDMA sieht darin einen Fortschritt für den Wasserstoffhochlauf. Kritik gibt es am Zeitpunkt der Anhebung der RFNBO-Unterquote.
Zur ersten Lesung der EnWG-Novelle im Bundestag kritisiert FNB Gas zentrale Lücken im Gesetzesentwurf. Der Verband fordert bessere Finanzierungsregeln, mehr Flexibilität beim Kernnetz und klare Vorgaben für den Wasserstoffhochlauf.
Ein Verbändebündnis aus Energiewirtschaft, Industrie, Mittelstand und Kommunen appelliert an die Bundesregierung, in den aktuellen Verhandlungen für den Bundeshaushalt 2027 auch Geld für den Wasserstoffhochlauf einzuplanen, insbesondere für einen CfD-Mechanismus mit Garantieinstrumenten entlang der Wertschöpfungskette.
Der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) hat ein Strategiepapier mit dem Titel „H2026 - Resilienz durch Wasserstoff gestalten" vorgelegt. Friederike Lassen, Vorständin des DWV und Hauptautorin des Papiers, erklärt im Podcast „The Hydrogen Elevator", wie sie sich einen verbindlichen Nachfragepfad und eine Entlastung bei Strom- und Netzkosten für Elektrolyseure vorstellt.
Der Bundestag hat das Zweite Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgas-Minderungsquote verabschiedet. Die Industrie sieht darin ein Signal für den Hochlauf von Wasserstoff und strombasierten Kraftstoffen. Kritik gibt es am späten Anstieg der Unterquote für RFNBO.
Die Trading Hub Europe (THE) hat die Ausschreibung für den Aufbau eines Wasserstoff Data Hubs gestartet. Die Plattform soll eine zentrale Rolle bei der Kommunikation und Abwicklung des deutschen Wasserstoffmarktes übernehmen.
Sunfire-CEO Nils Aldag und Hydrogen-Europe-Chef Jorgo Chatzimarkakis fordern einen stärkeren Schutz der europäischen Elektrolyseur-Industrie. Europäische Anlagen seien preislich konkurrenzfähig – doch ohne politische Flankierung drohe ein Verlust wie einst bei der Solarindustrie. Das ist eine Kernbotschaft aus dem Podcast "The Hydrogen Elevator", der nun erstmals in Kooperation mit dem Wasserstoff-Magazin HZwei erschienen ist.
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 das Klimaschutzprogramm 2026 beschlossen. Es enthält 67 Maßnahmen, die bis 2030 mehr als 25 Millionen Tonnen CO₂ zusätzlich einsparen sollen. Beim Thema Wasserstoff sehen Branchenverbände jedoch erhebliche Lücken.
Das Bundeskabinett hat am 25. März 2026 die EnWG-Novelle zur Umsetzung des EU-Gas- und Wasserstoffbinnenmarktpakets beschlossen. Der Entwurf verankert Wasserstoff umfassend im Energierecht. BDEW und Thüga begrüßen das, verlangen aber Änderungen bei Fristen und Finanzierung.
Das Energiewendeministerium Schleswig-Holstein hat einen Förderaufruf über bis zu 8 Millionen Euro für die Erzeugung und Speicherung von erneuerbarem Wasserstoff veröffentlicht. Unternehmen können Projektvorschläge bis zum 24. April 2026 einreichen.
Die EU-Kommission hat am 4. März den Industrial Accelerator Act vorgelegt. Das Gesetz soll europäische Fertigung über „Made in EU"- und CO2-Anforderungen stärken. Für Wasserstoff bringt es weniger, als sich manche erhofft hatten.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert ein eigenständiges Wasserstoffgesetz. Das „H2G" soll nach dem Vorbild des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) den stockenden Markthochlauf beschleunigen und Investitionssicherheit schaffen.