Auf dem diesjährigen Agrivoltaics Industry Forum in Bordeaux konnten sich die Teilnehmer nicht nur über die aktuellen Rahmenbedingungen für die Agri-PV informieren. Es gab auch praktische Tipps für die Realisierung und Finanzierung solcher Projekte.
Auf der Energy Decentral vom 10. bis 13. November 2026 in Hannover stehen Fachinformationen und Projekte zur Solarisierung von Agrarbetrieben im Mittelpunkt. Diskutieren Sie aktuelle Trends, treffen Sie Landwirte und Entscheider. Sven Ullrich
Eine Solaranlage auf dem Dach und ein Speicher im Stall sorgen für viel Unabhängigkeit bei der Stromversorgung des Hofes im westfälischen Hagen. Denn die cleverere Steuerung der Leistungselektronik von Kostal und des Speichers sorgen für viel Sonnenstrom im Hofnetz.
Die Anlage entsteht auf einer Fläche in Riepholm, südwestlich von Bremen. Der Plan, die Fläche weiterhin landwirtschaftlich nutzen zu können, birgt einige Herausforderungen bei der Planung und beim Bau. Die Finanzierung übernehmen eine regionale Bank und eine Bürgerenergiegenossenschaft.
Damit will der Projektierer die verschiedenen Systeme hinsichtlich des Strom- und landwirtschaftlichen Ertrags vergleichen. Außerdem entsteht eine dauerhafte Demonstrationsanlage für Interessenten.
In der laufenden Investitionsrunde senkt das Unternehmen die Mindestzahl der Aktien, die für eine Beteiligung am Unternehmen gezeichnet werden muss. Mit dem Aktienverkauf finanziert das Unternehmen eine Pipeline an wirtschaftlich tragfähigen Projekten.
Auf der Leitmesse der dezentralen Energieversorgung von Landwirtschaftsbetrieben zeigen die Hersteller ihre neuesten Lösungen in den Bereichen Photovoltaik, Speicher und Bioenergie. Einige hat die DLG schon mit Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet.
Die Anlage hat eine Leistung von 48 Megawatt und dreht die Module dem Lauf der Sonne nach. Die hohe Aufständerung und große Abstände zwischen den Modulreihen ermöglichen eine fast ungehinderte Nutzung der Fläche für die Landwirtschaft.
Dazu hat der Solarprojektierer Pergius Energy die Module in einer Höhe von 1,60 bis 1,80 Metern aufgeständert. Die ersten Ergebnisse zeigen: Rehe und Hirsche fühlen sich wohl unter den Modulen.
Am 7. Oktober 2026 veranstalten Alpha Tracker und Eneo Solar einen Informationstag zur Agri-PV und der nachhaltigen Nutzung von Flächen der Landwirtschaft. Das Treffen findet in der Nähe von Memmingen statt.
Werfen Sie schon im Voraus einen Blick hinter den Vorhang der Messe rund um die dezentrale Energieversorgung von Agrarbetrieben. Auf der Preview gibt die Jury der Innovationsawards die diesjährigen Preisträger bekannt.
Video: Die Fachmesse Energy Decentral findet anlässlich der Euro Tier vom 10. bis 13. November 2026 in Hannover statt. In diesem Jahr stehen Eigenverbrauch von Solarstrom für landwirtschaftliche Betriebe und Agri-PV im Brennpunkt der Aufmerksamkeit. Schauen Sie rein!
Seit 5. September 2025 können auch Investoren ohne Bezugsrechte Anteile am Anbieter von vertikal aufgeständerten Solarparks erwerben. Die Nachfrage ist hoch.
Um das wachsende Projektvolumen realisieren zu können, emittiert das Unternehmen neue Aktien. Die Zeichnungsphase läuft noch bis Ende September 2026.
Die Ausgabe des Spezials beschäftigt sich unter anderem mit den Möglichkeiten, die Landwirte haben, um Flächen mehrfach zu nutzen. Hier finden Sie auch Hinweise zur Technologie, Versicherung und zur Umstieg auf die Elektromobilität.
Selbst sonnenhungrige Pflanzen können sich an die neuen Lichtbedingungen anpassen, zeigt eine neue Studie der Uni Hohenheim. Solche Ergebnisse sind wichtig, um die zur Agri-PV passenden Kulturen auszuwählen.
Die 40.000 Module der Anlage in Wadersloh leisten zusammen 23 Megawatt. Sie schützen gleichzeitig die dortige Heidelbeerplantage.
Die Himbeeren gedeihen unter den Solarmodulen der Anlage in Niederösterreich prächtig. Zwar liegt die Sonnenstromausbeute etwas unter Plan, doch dies kann sich in den nächsten Betriebsjahren noch ändern.
In der Nähe von Ställen, Feldern oder der Industrie ist die Belastung von Solaranlagen mit Staub, Pollen oder anderen Partikeln mitunter hoch. Dort sollten Anlagen mindestens einmal jährlich gereinigt werden.
Die beiden Anlagen wurden auf Trackerkonstruktionen errichtet, was den Solarertrag erhöht und die landwirtschaftliche Nutzung weiter zulässt. Jeder der beiden Generatoren wurde auf die Gegebenheiten vor Ort hin konstruiert.
Die Trackeranlage wurde in unmittelbarer Nähe der Bahnstrecke von Eisenstadt nach Neusiedl am See gebaut. Der Strom fließt mit der erforderlichen Frequenz von 16,7 Hertz direkt ins Bahnstromnetz der ÖBB.
Die Module schweben drei Meter über dem Boden und verschatten die Pflanzen so optimal, dass die landwirtschaftlichen Erträge verbessert werden – und gleichzeitig mit Solarstrom eine zweite Ernte eingefahren wird.
Bisher wurde nur die Lichtmenge betrachtet, wenn es um die Verschattung durch Agri-PV-Anlagen geht. Wichtiger ist aber, dass ausreichend für die Pflanzen nutzbares Licht am Boden ankommt. Wenn Solaranlagen auf diesen Wert hin designt werden, steigen die Stromerträge.