Das aktuelle Heft erschien im Oktober 2026. Im Fokus stehen Solarfassaden und Indachsysteme, um neue Flächen am Gebäude für Solarmodule zu erschließen. Zudem geht es um Winterstrom für die Wärmeversorgung.
Das neue Lieblingsbild der deutschen Baubranche mutet modern an: drei oder vier Etagen, oben ein zurückgesetztes Staffelgeschoss mit Gründach, umlaufende Dachterrasse, ein paar Solarmodule. Das sei effizient, ökologisch, förderwürdig, zukunftsfähig. Ein Irrtum, denn diese Geschichte stimmt nicht. Ein Praxisreport
Denkmalschutz und Photovoltaik gelten oft als schwer vereinbar. Zwei Projekte aus Niederbayern zeigen, wie sich Solarmodule in die Dachfläche einfügen lassen, statt sichtbar obendrauf zu sitzen. Sven Ullrich
Die bauwerkintegrierte Photovoltaik verfolgt zwei Ansätze. Ästhetisch perfekte Gebäude zeigen die Möglichkeiten für die Architektur. Die Hersteller von Montagesystemen setzen hingegen auf Standardmodule an Gewerbefassaden für Winterstrom. Sven Ullrich
für Sonnenstrom nutzen
Solarfassaden • Neue Systeme für vertikale Montage
Indachsysteme • Schonende Integration in die Dachhaut
Architektur • Staffelgeschosse sind Bauschrott von morgen
Wi Solar hat gemeinsam mit dem Gabionenbau-Spezialisten Karl Ditandy und dem Systembauentwickler Alutecta, Hersteller des Montagesystems Diconal, eine Klemmkonstruktion zur senkrechten Befestigung von Solarmodulen an Gabionenwänden entwickelt.
In Bern steht im November auch die BIPV wieder auf dem Konferenzprogramm. Neben den neuen Lösungen für die architektonisch ansprechende Solarfassade wird es auch um aktuelle Sicherheitsaspekte gehen.
Das neue Lieblingsbild der deutschen Baubranche mutet modern an: Drei oder vier Etagen, oben ein zurückgesetztes Staffelgeschoss mit Gründach, umlaufende Dachterrassen, ein paar Solar. Das sei effizient, ökologisch, förderwürdig, zukunftsfähig. Ein Irrtum, denn diese Geschichte stimmt nicht. Von Professor Timo Leukefeld
Mit integrierten Solarmodulen lassen sich auch strenge Auflagen erfüllen. Mit erprobten Systemen sind versierte Dachhandwerker im Vorteil. Die Qualität der Installation spielt eine wesentliche Rolle. Sven Ullrich
Dachhandwerker scheuen oft vor der Montage von dachintegrierten Anlagen zurück. Dr. Helge Hartwig, Vertriebsleiter Indach bei der Ernst Schweizer AG, erklärt anhand des Solrif-Systems, wie einfach die Montage ist und welche Unterstützung Handwerker bekommen. Ein Interview
Die 200 Jahre alte Kirche des Kapuzinerklosters in Mürzzuschlag wurde auf drei Seiten mit solaren Dachelementen eingedeckt. Die Einzelziegel haben sich bewährt, denn der historische Dachstuhl blieb erhalten. Sven Ullrich
Der Denkmalschutz verlangt angepasste Systeme für die Solarinstallation auf dem Dach. Die Hersteller arbeiten daran, die Varianten ihrer Lösungen weiter auszubauen. Die richtige Farbe steht dabei im Vordergrund. Sven Ullrich
für Solarhandwerker
Innovationen • Neue Systeme für historische Gebäude
Genehmigungen • Tipps und Hinweise für Planer
Markt • Mehr Auswahl bei Solarmodulen und Indachmontage
Neue Lösungen erlauben die fachgerechte Installation von Solarmodulen auf historischen Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen. Der Markt bietet mittlerweile viele erprobte Lösungen an, um sie mit Solarmodulen auszustatten – das ist das Thema dieses Spezials.
Forscher des Fraunhofer ISE haben eine Technik entwickelt, mit der sich realistische Muster und Motive direkt auf Solarmodulen darstellen lassen. Möglich machen das farbige Folien mit präzise geschnittenen Aussparungen. Die Technologie eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten – besonders für sensible Bauumgebungen.
Auf dem Park-and-Ride-Platz an der Leipziger Messe sollen 15 Solar-Carports mit einer Leistung von insgesamt einem Megawatt entstehen. Der Freistaat Sachsen fördert das Pilotprojekt mit zwei Millionen Euro.
Der spanische Modulhersteller Eurener hat mit dem Nexa Matte ein Solarmodul mit mattierter Glasoberfläche vorgestellt. Es soll Blendung auf unter zwei Prozent Reflexion senken.
Das österreichische Solarunternehmen Sunbooster erweitert sein Zaunsolar-Sortiment. Mit dem neuen Produkt Vertical+ lassen sich Solarmodule an Doppelstabmattenzäunen auf bis zu 100 Meter Länge kombinieren – und dreiphasig einspeisen.
Innovation ▪ Photovoltaik-Thermie-Systeme nutzen die Fläche sehr effizient. In einem Projekt an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig wurde ein fassadenintegriertes System mit organischer Photovoltaik entwickelt. Ein Praxisreport
Integration ▪ Solarmodule auf Dächern sind längst ein gewohnter Anblick. Vertikal an Fassaden installiert sind nach wie vor eine Seltenheit. Dabei passt ihr Stromertrag ideal zum Wärmebedarf in den kalten Monaten, wenn die Sonne tief steht. Herbert Grab
Im Autowerk in Dingolfing wurden drei Türme mit Solarmodulen von Heliatek verkleidet. Zusammen leisten sie rund 22 Kilowatt. Das Solarsystem wurde innerhalb weniger Tage auf die Betonflächen aufgebracht.
Neue Eckpunkte beschreiben die Vorgaben für Brandversuche von Modulen für Solarfassaden. Wenn ein Modul ein Zertifikat erhalten hat, gilt dieses auch unter bestimmten Umständen, wenn andere Komponenten verwendet werden.
Anders als bei Dachanlagen ist bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) kein „Add-on“, sondern fester Bestandteil der Außenwand – und damit brandschutzrechtlich kein Selbstläufer. Insofern steht BIPV im Spannungsfeld zwischen klar definierten bauordnungsrechtlichen Anforderungen und auslegungsabhängiger Praxis, die sich projektweise erheblich unterscheiden kann. Wer BIPV sicher integrieren will, muss Gebäudeklasse, Baustoffklassifizierung, Nachweisführung und Systemaufbau frühzeitig zusammen denken. Claudia Siegele
Gebäudeintegrierte Photovoltaik scheitert in der Praxis oft an fehlendem Knowhow bei der Planung. Ein Konsortium um das Fraunhofer ISE hat deshalb einen webbasierten Planungsleitfaden entwickelt. Er soll Architekten und Planern helfen, passende Lösungen schon in frühen Projektphasen zu finden.