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Kroatien hat das Potenzial von 4,7 Gigawatt Agri-PV

In Kroatien können 4,7 Gigawatt Solarstromleistung in Form von Agri-PV entstehen. Dafür wäre die Nutzung von nur fünf Prozent der verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche notwendig. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, die der kroatische Verband für Erneuerbare Energien (OIEH) erstellt hat. Gleichzeitig könnten in Kroatien eine Reihe von Gewässern mit Solarmodulen überdeckt werden. Damit könnte die jährliche Fischproduktion in der Süßwasseraquakultur auf mehr als 16.000 Tonnen gesteigert werden – fast viermal mehr als der Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte.

Klimawandel kostet Kroatien viel Geld

Verbandspräsidentin Maja Pokrovac hat diese Ergebnisse jüngst auf einem Meeting mit Solarpower Europe, EU-Abgeordneten und dem EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung Christophe Hansen vorgestellt. Bei dem Treffen stand die Frage im Mittelpunkt, wie die europäische Landwirtschaft widerstandsfähiger gegen immer häufigere Hitzewellen, Dürren und den Klimawandel gemacht werden kann – und gleichzeitig die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringert werden kann. „Laut European Environment Agency gehört Kroatien zu den sechs EU-Mitgliedstaaten mit den höchsten klimabedingten Wirtschaftsverlusten im Verhältnis zum BIP“, betont Maja Pokrovac die Dringlichkeit, den Umstieg auf eine CO2-neutrale Energieversorgung zu beschleunigen. „Deshalb sehen wir Agrivoltaics und Aquavoltaics nicht nur als Projekte für erneuerbare Energien, sondern auch als Werkzeuge zur Klimaanpassung.“

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Nahrung, Wasser und Energie gemeinsam betrachten

Maja Pokrovac verweist darauf, dass dies praktische und bewährte Dual-Use-Lösungen sind, die die Nahrungsmittelproduktion schützen, die Wasserwiderstandsfähigkeit verbessern, die Biodiversität unterstützen, saubere Energie erzeugen und neue Einkommensmöglichkeiten für Landwirte und Fischproduzenten schaffen. „Die Zukunft der Landwirtschaft dreht sich nicht darum, zwischen Nahrung und Energie zu wählen. Es geht darum, beides zu produzieren“, betont sie den Nutzen dieses Ansatzes. Schließlich könne sich Europa nicht leisten, Nahrung, Wasser und Energie als getrennte Herausforderungen und Ressourcen zu betrachten.

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