Die Bestellung der neun großen Vestasanlagen ist nun amtlich. Das dänische Windturbinenunternehmen meldete am Freitag die Liefervereinbarung für drei Anlagen des Modells V172 mit 7,2 Megawatt (MW) und sechs Turbinen des Modells V150 mit 6 MW. Vestas werde mit der Lieferung der Anlagen in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres beginnen und den Windpark im dritten Quartal 2027 komplett ans Netz angeschlossen haben.
Rettet Repowering-Schwenk den EU-Windkraftkurs und die KI-Stromversorgung in den USA?
8 Jahre vorbereitet, 2.5 Jahre Bau: Windparkerneuerung für sechsfache Einspeisung
1001 Ängste – wie an der Unterweser ein Windpark für Unruhe sorgt, ein AKW aber nicht
Das Windfeld südlich der Huntemündung in die Weser ist ein Repoweringprojekt, für das die örtlichen Projektierer des Anlagentausches in der Ausschreibung im August vor mehr als einem Dreiviertel-Jahr den Zuschlag erhalten haben. Die Betreiber der an dem Standort vorhandenen Altanlagen hatten die Erlaubnis fürs Repowering – die Modernisierung des Windparks durch Austausch der kleineren leistungsschwächeren Altanlagen gegen moderne Hochleistungsturbinen – 2021 erreicht. Damals war allerdings noch kein entsprechender kommunaler Bebauungspan vorhanden. Die Stadt Elsfleth entschied sich nach Abstimmung im Ortsparlament im März 2021 dann dafür, den Weg für den Windpark freizumachen.
Der Windparkstandort ist mehr als 20 Jahre alt. Bereits 2019 hatte es eine Erweiterung des Windparks gegeben. Gegen das nun anstehende Repowering eines Dutzends an sehr alten und wohl stillgelegten Altanlagen hatte es auch Widerstand gegeben. Weil sich die Gemeinde allerdings den Weg durch die Abschaffung des Bebauungsplanes für die Flächen ohne Neuaufstellung entschied, konnten die Windkraftgegner die Gemeinde auch nicht beklagen. Die Projektierenden planen nun auch den Bau eines Umspannstation, um die viel größere Leistung ans Netz zu bringen.