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TÜV Nord bestätigt Antikollisionssystem Identiflight V5 für drei Vogelarten

Die mehrmonatige Validierung führten die Gutachterbüros Oekofor und Arsu unter Aufsicht von TÜV Nord durch. Sie prüften, ob Identiflight V5 die drei Vogelarten zuverlässig erkennt und verfolgt sowie bei Bedarf rechtzeitig eine Abschaltempfehlung an die Windenergieanlage übermittelt. TÜV Nord überprüfte nach eigenen Angaben die Unabhängigkeit der Datenerhebung und die Plausibilität von Methodik und Ergebnissen.

Grundlage für den Einsatz an Windenergieanlagen

Die Bestätigung soll Genehmigungsbehörden, Projektierern und Betreibern helfen, die Leistungsfähigkeit des Systems einzuordnen. Identiflight V5 erfülle für die drei untersuchten Arten die Vorgaben des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende, erklärte Jan Hauschild, Leiter Risiko und Baugrund im Bereich Erneuerbare Energien bei TÜV Nord.

Identiflight stammt vom US-Unternehmen Boulder Imaging. Eine frühere Version des Systems war bereits für den Schutz kollisionsgefährdeter Vogelarten anerkannt worden. Die nun abgeschlossene Validierung betrifft die neue Systemgeneration V5.

Schreiadler ebenfalls untersucht

Im Rahmen der Untersuchungen wurde auch die Erkennung des Schreiadlers betrachtet. Nach Angaben von Identiflight Deutschland zeigte das System dabei eine hohe Präzision. Die Bestätigung durch TÜV Nord bezieht sich jedoch auf Rotmilan, Schwarzmilan und Seeadler, nicht auf den Schreiadler.

Die Artenbibliothek des Systems umfasst laut Hersteller mehr als 170 Vogelarten. Berichte zu weiteren Validierungen sollen Anfang 2027 vorliegen. Boulder Imaging gibt an, dass Identiflight derzeit in 77 Windenergieprojekten in 16 Ländern auf sechs Kontinenten eingesetzt wird.