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Dach+Holz 2026 zeigt neue Systeme für die Solarmontage

Die Dach+Holz hat in Köln ihre Tore geöffnet. Schon am ersten Tag der Leitmesse des Dachdeckerhandwerks waren die Messehallen gut gefüllt. Denn die Handwerker wollen sich über die neuesten technologischen Entwicklungen für die Eindeckung von Dächern informieren.

Ein zentrales Thema auf der Messe ist die Photovoltaik. Auch wenn derzeit das vorher so starke Segment der Solaranlagen auf Einfamilienhausdächern etwas schwächelt, kommen die Dachdecker in Zukunft nicht mehr ohne die Photovoltaik aus. Denn die Solarpflicht gilt inzwischen sogar bei der Sanierung von Dächern in immer mehr Bundesländern. Die Dachsanierung wiederum ist eines der starken Standbeine, die die Handwerker momentan bedienen.

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Solares Dachelement in Farbe

Deshalb zeigen auch viele Anbieter von dachintegrierten Solaranlagen ihre Produkte. Es sind sogar viele Neuheiten dabei. So hat Wienerberger den neuen X-Tile gezeigt. Das ist ein Solarelement, das mehrere Dachsteine ersetzt. Es wird genauso installiert wie ein solcher Dachstein, nur dass er auf der Rückseite noch verkabelt wird. Dieses Solarelement ist bereits länger im Portfolio von Wienerberger. Doch jetzt hat der Anbieter den X-Tile in ziegelroter Farbe präsentiert. Damit wird das solare Dachelement noch besser für den Bau auf denkmalgeschützten Gebäuden geeignet.

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Zusätzlich dazu war auf dem Stand auch noch das System X-Roof zu sehen. Dabei handelt es sich um ein Indachsystem. Die rahmenlosen Module werden an Schienen, die an den Sparren befestigt sind, überlappend eingehängt. Dadurch entsteht eine dichte Dachhaut aus Solarmodulen.

Solares Schieferdach

Ein solares Dachelement speziell für rechteckige Schieferdächer hat Rathscheck schon länger im Portfolio. Doch dieses war bisher nur komplett schwarz zu haben. Dadurch hebt es sich sehr stark von den grauen Schiefern ab. Doch jetzt hat Rathscheck eine satinierte Variante des Elements entwickelt und auf der Dach+Holz erstmals vorgestellt. Dieses erscheint grau und fügt sich dadurch besser in die Dachumgebung ein.

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Der Anbieter von Indachsystemen Megasol zeigt auf der Messe sein neues System Level Up. Es ist eine Überarbeitung des bewährten Systems und für den Einsatz auf Steildächern mit anspruchsvollen Geometrien konzipiert. Denn für das System stehen Module in vier verschiedenen Größen zur Verfügung. So können die Dachdecker auch auf solchen Dächern die Solaranlage vollflächig integrieren und müssen weniger mit Dummymodulen arbeiten. Zusätzlich hat Megasol dem Modul noch einen neuen Haltehaken spendiert. Nach Angaben des Unternehmens können erfahrene Installateure zwölf Quadratmeter Modulfläche pro Stunde verlegen.

Flexibler Firstabschluss

Auch Indachsysteme aus der Schweiz waren auf der Messe zu sehen. So hat Swisspearl seine bewährten Produkte für die solare Gebäudehülle vorgestellt. Die neuesten Entwicklungen in Sachen Dachintegration hat auch Ernst Schweizer zusammen mit seinem Montage- und Vertriebspartner De Sonna sowie den Modulpartnern Solarroof und Sonnenstromfabrik die Weiterentwicklungen des Solrif-Systems vorgestellt.

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So gibt es für das seit Jahren bewährte System jetzt ein flexibles Abschlussblech, das Varioblech. Der Vorteil ist, dass der Handwerker nicht mehr für jede Modulbreite ein passendes Blech vorhalten muss. Er kann jetzt fast den kompletten Firstabschluss der Anlage mit immer dem gleichen Blech erledigen. Der Rest wird mit dem flexiblen Varioblech aufgefüllt, das Breiten zwischen 938 und 1.798 Millimetern abdeckt.

Gründächer solar nachrüsten

Auf dem Stand von Ernst Schweizer war auch der zweite Schwerpunkt der Messe mit Blick auf die Montagesysteme für Solaranlagen zu sehen: das solare Gründach. In Köln zeigt Ernst Schweizer seine Version des MSP-Flachdachsystems für die Nachrüstung auf bestehenden Gründächern.

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Die Nachrüstung auf dem bestehenden Gründach hatte auch Optigrün mit dem neuen System im Blick. Das System besteht aus einer Grundschiene, die in einen Bodenfuß eingeklickt wird. Durch die hohen Modulaufsänderungen entsteht der notwendige Abstand zwischen Modulunterkante und Substrat. Die Ballastierung wird direkt in die Bodenfüße oder in die Grundschienen eingelegt.

Großer Abstand zum Gründach

Einen besonders großen Abstand zwischen Modul und Gründach bietet das neue System von Richard Brink. Es basiert auf dem bewährten Flachdachsystem Miralux. Doch die Bodenschienen werden auf 60 Zentimeter hohe Metallelemente montiert. Diese sind wiederum an Bodenfüße aus Beton angeschraubt, die gleichzeitig als Ballastierung dienen. Damit ist es ebenfalls für die Nachrüstung bestehender Gründächer geeignet.

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Für solche Anwendungen gibt es auch Systeme mit vertikal aufgeständerten Modulen. Präsent war es auf dem Stand von Solyco Solar zu sehen. Die Module des Solon-Systems werden zwischen Montagepfosten eingefügt, die direkt auf dem bestehenden Gründach stehen. An den Ecken ballastieren Betonfüße die gesamte Konstruktion, die für Windzonen 1 bis 4 geeignet ist. Den Abstand zum Gründach kann Solyco mit verschieden hohen Montagepfosten einstellen.

Aluminium ersetzt

Auf dem Stand von Sempergrün hat Overeasy sein neues System für die vertikale Aufständerung von Solarmodulen auf Gründächern präsentiert. Der norwegische Anbieter hat das teure Aluminium durch preiswerteren Kunststoff ersetzt. Dies hat nicht nur preisliche, sondern auch konstruktive Gründe. Denn das System ist auch für das Flachdach ohne Begrünung geeignet. Dafür hat Overeasy verschieden hohe Füße entwickelt, auf denen das gesamte System steht. Diese Füße müssen aber so präzise gefertigt werden, wie es mit Aluminium nicht so einfach möglich ist.

Auch Lösungen für die solare Fassade waren zu sehen. So hat Fischer Werke auf seinem Stand den neuen PV-Clip vorgestellt, den das Unternehmen seit vergangenem Jahr im Portfolio hat. Das ist ein Clip, der an der Rückseite des Modulrahmens befestigt wird. Danach wird das Modul mit dem Clip an der Wand befestigt – entweder direkt auf dem Mauerwerk oder auf einer Montageschiene. (su)