Insbesondere dezentrale Lüftungssysteme stellen Planer aus Schallschutz-Perspektive vor Herausforderungen, da sich die Geräte unmittelbar im Aufenthaltsbereich befinden und gleichzeitig eine Öffnung zur Außenwand benötigen. Geräusche können also sowohl im Raum entstehen als auch von draußen in diesen gelangen.
Grundsätzlich gelte es, einen Mittelweg zwischen Luftwechsel und Schallschutz zu finden, so Lunos-CTO Michael Steckenborn in der gesponserten Podcast-Folge. Dabei muss unter anderem die DIN 4109 berücksichtigt werden, die Mindestanforderungen an den Schallschutz im Hochbau festlegt.
Entscheidend sei eine frühzeitige Planung. Fenster, Außenwand und Lüftungsöffnung sollten nicht getrennt, sondern als Gesamtsystem betrachtet werden. Für stark lärmbelastete Standorte nennt Steckenborn Schalldämpfer, schallgedämmte Innenblenden und geeignete Fassadenelemente als mögliche Maßnahmen. Im Lüftungskanal können schallabsorbierende Materialien und Umlenkungen den Lärmeintrag verringern.
Besonders im Bestand sind die Möglichkeiten oft durch die vorhandene Fassade und Wandstärke begrenzt. Doch auch in diesen Fällen lässt sich der Schallschutz verbessern, je nach Einbausituation können ergänzende Maßnahmen umgesetzt werden.
Das Fazit des Gesprächs: Schallschutz bei dezentraler Lüftung ist kein Detail, das erst nach der Installation betrachtet werden sollte. Wer Standort, Geräteauswahl, Luftleistung und Gebäudehülle frühzeitig zusammen plant, kann frische Luft und Wohnkomfort besser miteinander verbinden.
Die Podcast-Folge finden Sie hier: