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EWS-Analyse: Zubau bleibt im Jahrestrend

Konstanter und einheitlicher geht es kaum: In den letzten zwölf Monaten lag die neu installierte Leistung von Anlagen bis 750 Kilowatt jeweils bei rund 600 Megawatt. Aus dem Rahmen fiel der Februar 2026. Auch Juli 2026 bildete keine Ausnahme: Mit knapp 595,6 Megawatt ordnet er sich etwa zwei Prozent unter Vormonat ein.

Mit den üblichen Nachmeldungen ist zu erwarten, dass fast alle Segmente final über Juni 2026 liegen werden. Insgesamt wurden neue Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,53 Gigawatt im Marktstammdatenregister angemeldet (Stand: 10. August 2026).

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Mehr Nachmeldungen im Register

Besonders deutlich wird die Bedeutung von Nachmeldungen am Beispiel des Mai 2026. Nach Ablauf der regulären Meldefrist (vier Wochen nach Inbetriebnahme) wurde das Monatsergebnis nochmals deutlich nach oben korrigiert und liegt nun bei 1,52 Gigawatt, ein Plus von rund 200 Megawatt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Speichern. Getragen von stetiger Nachfrage bei Nachrüstungen, liegen die Neuregistrierungen im Mittel etwa fünf Prozent unter Vormonat. Aber auch in diesem Fall ist davon auszugehen, dass die endgültigen Werte leicht höher ausfallen werden. Insgesamt wurden bisher Speichersysteme mit einer Kapazität von 994 Megawattstunden bei der Bundesnetzagentur angemeldet.

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Ende der Einspeisevergütung in Sicht

Mit dem Kabinettsbeschluss zur EEG-Novelle hat die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für neue Photovoltaikanlagen ab 2027 konkretisiert. Zwar muss der Gesetzesentwurf noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen – Anpassungen sind dabei wahrscheinlich – die Richtung ist jedoch vorgegeben.

Für neue Dachanlagen soll die garantierte Einspeisevergütung schrittweise durch verpflichtende Direktvermarktung ersetzt werden. Mit dem geplanten Redispatch-Vorbehalt müssten neue Generatoren in Netzengpassgebieten künftig einen Teil des Abregelungsrisikos tragen und teilweise auf Entschädigungszahlungen verzichten.

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Damit steigt der Anreiz, Projekte noch vor Inkrafttreten der Neuregelungen umzusetzen. Ein deutlicher Vorzieheffekt und eine starke Jahresendrallye bahnen sich an. „Immerhin haben wir damit Klarheit und können uns als Branche darauf einstellen, auch wenn das nicht einfach wird“, urteilt Jan Paul Dahm, Geschäftsführer des Fachgroßhändlers EWS aus Handewitt. „Die politische Bevorzugung großer Freiflächenanlagen halte ich volkswirtschaftlich für sehr fragwürdig.“

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Dachanlagen werden abgedrängt

Hintergrund der Kritik ist die zunehmende Verschiebung der Förderinstrumente zugunsten scheinbar günstigerer, großer Solarparks. Dachanlagen werden stärker in Direktvermarktung und Marktintegration gedrängt.

Die Marktentwicklung der vergangenen Jahre macht eine solche strukturelle Verschiebung bereits deutlich. Betrachtet man die Verteilung des jährlichen Photovoltaikzubaus seit 2022, gewinnen große Freiflächenanlagen kontinuierlich an Bedeutung. Der Zubau dezentraler Aufdachanlagen hingegen geht jedes Jahr weiter zurück.

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich im Speichermarkt. Auch hier steigt der Anteil größerer Projekte am Gesamtzubau über die letzten vier Jahre deutlich. (HS)

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