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E-Mobilität: Ladepreise bleiben stabil, während Diesel und Benzin teurer werden

Wer sein Elektroauto in Zeiten niedriger Strompreise lädt, kann erheblich Geld sparen. Im Vergleich dazu sind Benzin und Diesel 3,6-mal teurer als diese intelligente Ladestrategie, wie der norwegische Stromanbieter Tibber auf Basis der Werte aus dem Ladepreisindex mitteilt. Tibber erstellt diesen Index monatlich und analysiert dabei anonymisiert die Ladekosten von fast 8.700 Haushalten, die mit der Software des Unternehmens preisoptimiert laden.

Kosten verglichen

Diese Kosten stellen die Analysten von Tibber dann den Kosten für Benzin und Diesel sowie für das öffentliche Laden ohne Vertrag mit einem Versorger gegenüber. Diese Analyse hat ergeben, dass die Nutzer des Smart-Charging-Systems von Tibber ihr Auto so preiswert laden, dass sie im September 2026 mit durchschnittlichen Kosten von 4,94 Euro 100 Kilometer zurücklegen konnten. Im Vergleich dazu kosteten im gleichen Zeitraum 100 Kilometer mit einem Dieselfahrzeug im Schnitt satte 16,70 Euro. Die gleiche Strecke mit dem Benziner zurückgelegt kostete sogar durchschnittlich 17,90 Euro.

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Dass zu Hause mit Solarstrom und einem intelligenten Stromtarif zu laden, viel preiswerter ist, als mit dem fossilen Wagen unterwegs zu sein, ist schon längst Realität. Doch auch das öffentliche Laden ist preiswerter, als an die alte Tankstelle zu fahren. Denn basierend auf einem Strompreis an öffentlichen Ladesäulen von 62 Cent pro Kilowattstunde schafft es das Elektroauto, die 100 Kilometer für 12,40 Euro zurückzulegen.

Selbst öffentliches Laden ist preiswereter

Damit ist selbst das teure öffentliche Laden ohne Vertrag mit einem Versorger viel günstiger als der Betrieb eines Verbrenners. Die Langzeitbetrachtung zeigt auch die Abhängigkeit von unsicheren Lieferketten in Zeiten von Kriegen und Konflikten. Denn noch zu Anfang dieses Jahres lag der Dieselpreis leicht unter den Kosten für das öffentliche Laden.

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Das hat sich nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran grundlegend geändert. Im Februar machten die Benzin- und Dieselpreise einen kräftigen Sprung nach oben. Eine leichte Erholung gab es durch den Tankrabatt, der dem deutschen Steuerzahler teuer zu stehen kam. Doch selbst die Subventionen konnten die Kosten nicht mehr unter die für das öffentliche Laden drücken. „Doch auch die Strompreise sind zuletzt angestiegen, insbesondere wegen des hohen Gaspreises und unterdurchschnittlicher Erzeugung von Windstrom während der Hitzewellen im Sommer“, sagt Ralf Walther, der bei Tibber für Energiemärkte verantwortlich ist. „Trotzdem gelingt es unseren Kunden weiterhin, durch preisoptimiertes Laden mit Abstand am günstigsten von allen Antriebsarten zu fahren.“

Optimierungspotenzial ist groß

Dabei ist das Optimierungspotenzial groß. So kann das Viertel der Kunden von Tibber, das im September die Ladezeitpunkte am aktivsten von der Software managen ließ, im Schnitt für 3,24 Euro 100 Kilometer fahren. Doch selbst beim preisintensiven öffentlichen Laden lagen die Preissteigerungen weit unter denen für Diesel und Benzin. Die Kosten für das öffentliche Laden liegen derzeit leicht über dem Niveau vom Anfang dieses Jahres. (su)Text