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Smart-Meter-Analyse: Ersparnis bei Netzentgelten variiert stark nach Region

Metrify hat die jährliche Netzentgeltreduzierung in mehr als 10.600 Städten und Gemeinden untersucht. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft von Enpal und wettbewerblicher Messstellenbetreiber im Bereich Smart Meter. Verglichen wurde die Entlastung für Haushalte mit steuerbaren Verbrauchseinheiten wie Wärmepumpen, Stromspeichern oder Wallboxen.

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Netzbetreiber dürfen solche steuerbaren Geräte über den Smart Meter kurzfristig drosseln, wenn das Stromnetz an seine Grenzen kommt. Im Gegenzug erhalten die betroffenen Haushalte reduzierte Netzentgelte. Die Höhe der Reduzierung hängt von den regionalen Netzentgelten ab. Da die Kosten für Betrieb und Ausbau der Stromnetze je nach Region unterschiedlich ausfallen, variiert auch die Entlastung erheblich.

Igelsbach mit höchster Ersparnis

Die höchste Netzentgeltreduzierung fand Metrify im hessischen Igelsbach im Rhein-Neckar-Kreis mit 179,58 Euro pro Jahr. Auf Platz zwei folgt Bad Herrenalb in Baden-Württemberg mit 169,23 Euro. Am unteren Ende liegen mehr als 280 Gemeinden in Niedersachsen mit jeweils 91,23 Euro jährlicher Entlastung. Die Differenz zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert beträgt damit 88,35 Euro. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 116,61 Euro.

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Unter den 20 einwohnerstärksten Städten sparen Haushalte in Stuttgart mit 143,43 Euro pro Jahr am meisten. Hamburg folgt mit 139,73 Euro, Essen mit 137,26 Euro. Am wenigsten profitieren Haushalte in Köln mit 95,58 Euro jährlicher Reduzierung. Auch Leipzig liegt mit 99,83 Euro deutlich unter dem Großstadt-Durchschnitt von 119,24 Euro. Berlin kommt auf 123,10 Euro, München auf 115,56 Euro.

Hamburg führt im Ländervergleich

Auf Ebene der Bundesländer führt Hamburg mit 139,26 Euro pro Jahr. Es folgen Rheinland-Pfalz mit 128,84 Euro, Baden-Württemberg mit 123,86 Euro und Berlin mit 123,10 Euro. Die geringste durchschnittliche Entlastung erhalten Haushalte in Bayern mit 106,80 Euro. Auch Mecklenburg-Vorpommern (107,39 Euro), Bremen (108,44 Euro) und Niedersachsen (109,58 Euro) liegen am unteren Ende.

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„Die Netzentgeltreduzierung ist mehr als nur ein finanzieller Anreiz. Sie regt dazu an, dass sich Haushalte für einen Smart Meter entscheiden. Diese sind unabdinglich für ein flexibles, resilientes und zukunftsfähiges Energiesystem", sagt Wim Drożak, Geschäftsführer von Metrify. Der Smart-Meter-Rollout in Deutschland komme zwar zunehmend in Gang, sei aber noch nicht flächendeckend umgesetzt. (nhp)

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