Der Smart-Meter-Rollout kommt nur wenig voran. Zu teuer, zu langsam, zu kompliziert – selbst eingebaute Geräte liefern oft keine Daten an Netzbetreiber. Es braucht Reformen, damit die Energiewende nicht im Zählerschrank stecken bleibt. Niels H. Petersen
Der wettbewerbliche Messstellenbetreiber Metrify will bis 2030 insgesamt 2,5 Millionen intelligente Stromzähler in deutschen Haushalten einbauen. Dafür startet das Unternehmen nun eine bundesweite Initiative – unabhängig von den Rollout-Plänen der lokalen Netzbetreiber.
Haushalte mit steuerbaren Wärmepumpen, Wallboxen oder Stromspeichern erhalten reduzierte Netzentgelte – doch wie hoch die Ersparnis ausfällt, hängt stark vom Wohnort ab. Die Analyse eines Smart-Metering-Unternehmens zeigt Unterschiede von fast 90 Euro pro Jahr.
Die Bundesnetzagentur hat 77 Verfahren gegen Messstellenbetreiber eingeleitet, die mit dem Einbau intelligenter Messsysteme noch nicht begonnen haben. Bis Ende 2025 müssen die Unternehmen eine Quote von 20 Prozent erreichen. Bei Verstößen drohen Zwangsgelder.
Energieversorger Eon hat nach eigenen Angaben als erstes Unternehmen in Deutschland eine Million Smart Meter installiert. Fast jeder zweite intelligente Zähler im Land steht damit im Eon-Netzgebiet.
Auch mit der jüngsten Energierechtsnovelle wird das enorme Potenzial der dezentralen Energiewende nicht ausgeschöpft. Bürger:innen bleiben weiter außen vor, weil einfache Flexibilitätsoptionen nicht genutzt werden können.
Das Smart-Meter-Desaster und ein mangelhafter Rechtsrahmen für Energy Sharing und Kleinspeicher schaden der Energiewende von unten, so unter anderem das Bündnis Bürgerenergie.
Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom ermittelt große Zustimmung zu flexibler Stromnutzung – doch die Realität hinkt noch weit hinterher.
EMH Metering stellt neue Geräte für den Smart-Meter-Rollout vor. Im Mittelpunkt steht der FNN-Basiszähler eBZD-M, der aktuelle Anforderungen an Sicherheit und Interoperabilität erfüllt.
Die Bundeswirtschaftsministerin tingelt derzeit mit wilden Behauptungen über die Erneuerbaren durch das Land. Doch sind diese überhaupt haltbar? Die DGS hat die Analyse in einem offenen Brief veröffentlicht.
Die vom Bundeskabinett beschlossene Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) gibt kaum Impulse, um mehr smarte Zähler in Deutschland einzubauen. Die Smart-Meter-Initiative (SMI) fordert weniger Bürokratie und mehr Anreize.
Enpal hat seinen Messstellenbetrieb in ein eigenständiges Unternehmen ausgegründet. Die neue Firma Metrify übernimmt über 50.000 installierte Smart Meter und will den Rollout intelligenter Messsysteme im B2B-Segment weiter vorantreiben.
Seit Anfang des Jahres müssen alle Versorger einen dynamischen Stromtarif anbieten. Mehr als 60 Prozent der Kunden befürworten laut einer aktuellen Umfrage einen flexibleren Stromverbrauch in bestimmten Zeitfenstern – das hilft auch der Energiewende insgesamt. Gerade Jüngere befürworten demnach den Einbau eines Smart Meters.
Dynamische Stromtarife gelten als ein wichtiger Hebel, um Flexibilität im Stromnetz zu schaffen und Verbraucher aktiv in die Energiewende einzubinden. Doch viele Energieversorger ignorieren dieses Potenzial bewusst, beobachtet die Firma Exnaton.
Das im April 2023 vom Bundestag verabschiedete Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende gilt als Katalysator für den Smart-Meter-Rollout in Deutschland. Warum es einen wichtigen Schritt hin zu mehr Energieeffizienz im Gebäudebestand bedeutet und was Energieberater über intelligente Mess-Systeme wissen sollten, erklärt der Beitrag. Gero Lücking
Der Bundesrat hat das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende gebilligt. Damit kann der flächendeckende Einbau intelligenter Zähler starten.
Ziel ist es, unbürokratisch und schneller intelligente Strommessgeräte zu installieren. Das Gesetz legt einen neuen Ausbaupfad für die Smart Meter fest...