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Solaredge präsentiert dreiphasiges Nexis-System mit modularem Speicher

Solaredge hat die Markteinführung seines dreiphasigen Nexis-Systems in Deutschland bekanntgegeben. Das System kombiniert einen neuen Wechselrichter mit bis zu 20 Kilowatt AC-Leistung, ein modulares Batteriesystem und eine Notstromversorgung für den gesamten Haushalt. Es kann ab sofort bestellt werden. Die einphasige Variante soll nach Unternehmensangaben ab dem vierten Quartal 2026 in Europa folgen.

Wechselrichter nutzt Siliziumkarbid-Technologie

Der neue Wechselrichter unterstützt eine DC-AC-Überdimensionierung von 200 Prozent. Er wiegt 30,6 Kilogramm und soll laut Hersteller kompakter sein als frühere Modelle. Eine eingebaute Antenne und ein integrierter DC-Überspannungsschutz machen externe Zusatzkomponenten überflüssig. Im Rahmen des sogenannten Multirange-Konzepts deckt eine einzige Geräteeinheit alle Leistungsstufen bis 20 Kilowatt ab. Das soll Logistik und Lagerhaltung für Installateure vereinfachen.

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Der Wechselrichter nutzt Siliziumkarbid-Halbleiter (SiC). Diese sollen laut Solaredge bei niedrigen Leistungsstufen bis zu 20 Prozent höhere Effizienz als führende Wettbewerber in Europa ermöglichen. Das Unternehmen verweist darauf, dass herkömmliche Photovoltaik-Systeme für Privathaushalte bei niedrigen Leistungsstufen bis zu 30 Prozent an Wirkungsgrad einbüßen können – obwohl sie etwa 70 Prozent der Betriebszeit mit einem Kilowatt oder weniger laufen.

Modulare Batterie mit bis zu 78,4 Kilowattstunden

Die Nexis-Batterie basiert auf Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) in Blöcken zu je 4,9 Kilowattstunden. Bis zu vier Blöcke lassen sich zu einem Stack von 19,6 kWh stapeln. Pro Wechselrichter sind bis zu vier Stacks möglich, was eine Gesamtkapazität von 78,4 kWh ergibt. Die volle Kapazität soll nach Unternehmensangaben ab dem dritten Quartal 2026 verfügbar sein. Aktuell umfasst das Angebot ein einzelnes Stack. Die Blöcke rasten ohne zusätzliche Verkabelung ein. Solaredge nennt das Simple-Click-Architektur.

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Jeder Batterieblock verfügt über einen eigenen Battery Optimizer. Dieser überwacht und steuert die Blöcke unabhängig voneinander. Bei niedriger Leistung aktiviert er nur einzelne Blöcke und gleicht den Ladezustand über alle Blöcke hinweg aus. Das soll die Systemeffizienz und den Eigenverbrauch steigern. Die sogenannte Thermoshield-Sicherheitstechnologie soll thermische Ereignisse auf einzelne Zellen begrenzen und eine Ausbreitung verhindern.

Inbetriebnahme in weniger als 30 Minuten

Die Inbetriebnahme des Gesamtsystems soll laut Solaredge dank einer neuen App-Oberfläche in unter 30 Minuten möglich sein. Tom Glauner, Leiter Erneuerbare Energien beim Installateur Elektro Ostkamp, bestätigt das im Rahmen einer Online-Präsentation: „Installation und Inbetriebnahme waren noch nie schneller oder einfacher: Eine vollständige Hausstromversorgung wird mit nur vier Teilenummern und einfachen, aufsteckbaren Batterieblöcken bereitgestellt, die keine zusätzliche Verkabelung erfordern.“ (nhp)

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