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Auszeichnung

US-Elektrolyseur-Hersteller P2H2 unter den WEF Technology Pioneers 2026

Das WEF hat Power to Hydrogen (P2H2) in seine Liste der 100 Technology Pioneers 2026 aufgenommen. Die Auswahl umfasst nach Angaben des Forums frühphasige Technologieunternehmen aus 23 Ländern. P2H2 ist das einzige Wasserstoff-Unternehmen in der diesjährigen Auswahl. Zu den früheren Programmteilnehmern zählen unter anderem Google, Airbnb und Spotify.

„Energie und Rechenleistung“ als festes Duo für die Innovation

Das WEF wählt jährlich 100 Unternehmen aus, deren Technologien nach Einschätzung des Forums das Potenzial haben, Branchen umzugestalten und globale Herausforderungen zu adressieren. Der diesjährige Jahrgang konzentriert sich laut WEF auf fünf Schwerpunkte, darunter den Zusammenhang von Energie und Rechenleistung. In diesem Themenfeld listet das Forum acht Unternehmen, die auf den steigenden Strombedarf von Rechenzentren reagieren. Power to Hydrogen ist dort gemeinsam mit dem Batterie-Start-up Pure Lithium dem Bereich Energiespeicherung zugeordnet. Weitere Unternehmen in diesem Cluster arbeiten an Geothermie, Kernfusion oder weltraumgestützter Solarenergie.

Leistung wie ein PEM-Elektrolyseur zu Kosten eines AEM-ElektrolyseursDas Unternehmen mit Sitz in Columbus, Ohio, entwickelt Elektrolyseure auf Basis von Anionenaustauschmembranen (Anion Exchange Membrane, AEM). Nach eigenen Angaben soll die Technologie die Produktionskosten für grünen Wasserstoff um bis zu 65 Prozent senken. Die hybride AEM-Architektur soll eine PEM-ähnliche Leistung bei Kosten auf dem Niveau alkalischer Systeme bieten. Sie kommt laut Unternehmen ohne das seltene und teure Iridium aus und sei auf den Betrieb mit volatilem Wind- und Solarstrom ausgelegt.

P2H2 setzt die Technologie inzwischen auch außerhalb des Labors ein. Im Hafen von Antwerpen-Brügge installiert das Unternehmen ein AEM-System im kommerziellen Maßstab. Zudem baut P2H2 einen 0,5-MW-Elektrolyseur für das EU-Projekt PYROCO2, das gemeinsam mit der norwegischen Forschungsorganisation SINTEF umgesetzt wird. Dort soll grüner Wasserstoff mit abgeschiedenem CO₂ zu emissionsfreiem Aceton verarbeitet werden.

„Seit Jahren wird die AEM-Elektrolyse als Technologie beschrieben, die kostengünstigen grünen Wasserstoff ermöglichen könnte – wenn sie denn haltbar und im großen Maßstab gebaut werden könnte. Genau dieses Problem hat unser Team gelöst, und das beweisen wir heute in realen industriellen Umgebungen“, sagt Paul Matter, CEO und Mitgründer von Power to Hydrogen. Die Auszeichnung als WEF Technology Pioneer sei ein Signal an Kunden, Partner und Investoren, dass die Technologie marktreif sei.