Ein Jahrzehnt nach der Übernahme des ehemaligen Werks von Bosch und Johanna Solar in Brandenburg an der Havel liefert Oxford PV die ersten Tandemmodule aus Perowskiten und Silizium aus. Die weiteren Pläne sind ehrgeizig.
Mit einem neuen Ansatz haben die Forscherinnen und Forscher einen Weg gefunden, bisher giftige Lösungsmittel durch unbedenkliche Alternativen zu ersetzen. Dabei konnten sie auch hohe Wirkungsgrade für die damit hergestellten Zellen erreichen.
Die Preise für effiziente und komplett schwarze Module sind gerade wieder leicht gesunken. Nur die Preise für Standardmodule sind weiter angestiegen. Die Marktverschiebungen und der Druck auf die Hersteller zeigen Wirkung.
Oxford PV und das Fraunhofer ISE haben zwei innovative Technologien in einem Solarmodul vereint. Sie verbanden Perowskit-Silizium-Tandemzellen mit einer speziellen Schindel-Verschaltung. Die Kombination bringt technische Vorteile.
In einem neuen Labor in Freiburg können Zell- und Modulhersteller die Technologie auf Solarzellen im industriellen Maßstab hochskalieren. Damit will das Fraunhofer ISE eine entscheidende Hürde bei der Industrialisierung schleifen.
Mit den Linien zur Produktion von Heterojunction-Solarzellen will das amerikanische Unternehmen die eigene Perowskit-Herstellung beschleunigen.
Ein neues Kompetenzcluster in Baden-Württemberg will Perowskit-Solarzellen aus dem Labor in die industrielle Anwendung bringen. Bund und Land unterstützen das Vorhaben mit rund 1,4 Millionen Euro. Denn Perowskite gelten als vielversprechende Dünnschichttechnologie, die ohne Siliziumwafer auskommt.
Ein Forschungsteam des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) hat die bislang längste Freilandstudie zu Perowskit-Solarzellen veröffentlicht. Ergebnis: Die Effizienz der Zellen schwankt deutlich mit den Jahreszeiten – vor allem im Winter sinkt der Ertrag.