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Perowskitmodule kurz vor Markteintritt

2016 beschäftigte Oxford PV rund dreißig Leute im Vereinigten Königreich und war – wie sich Firmenchef Christian Langen erinnert – „ständig mit der Vorbereitung der nächsten Finanzierungsrunde“ befasst. Die Übernahme eines vollwertigen Werks von Bosch konnte man im besten Fall als ambitioniert bezeichnen. Andere sprachen von Leichtsinn.

Dresdner Forscherteam entgiftet Produktion von Perowskitzellen 

Gegenargumente schienen durchaus berechtigt: zu groß, zu früh, zu riskant. Dennoch hat Oxford PV diesen Schritt gewagt. Eine der prägnantesten Erinnerungen von damals ist die Fahrt in die Stadt, um einen Router zu kaufen. Denn Bosch hatte den Anschluss gekappt. Die neuen Nutzer übernahmen ein Werk, das keinerlei Verbindung zum Internet mehr hatte.

Neues Tandem-Modul erreicht 25,6 Prozent Wirkungsgrad 

Mehr als hundert Mitarbeiter

Zehn Jahre später beschäftigt die Firma in Brandenburg mehr als hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Tandemmodule stehen vor der kommerziellen Markteinführung. Kristalline Silizium-Heterojunction-Zellen, die mit amorphem Silizium beschichtet sind, dienen als Substrat.

Fraunhofer ISE beschleunigt Markteinführung von Perowskitmodulen 

Darauf wird eine dünne Perowskitschicht aufgebracht. Die beiden Absorber decken unterschiedliche Bereiche des Sonnenspektrums ab und steigern den Wirkungsgrad auf weit mehr als 25 Prozent, die als theoretische Grenze für kristalline Siliziumzellen gilt.

Kommerziell verfügbares Glas-Glas-Modul

Kommerziell verfügbar ist derzeit ein bifaziales Glas-Glas-Modul mit rund 25 Prozent Wirkungsgrad. Demnächst ist die Einführung des neuen Solarmoduls Centaur 3 geplant. Es soll 550 Watt leisten, sein Wirkungsgrad soll 26 Prozent erreichen. Oxford PV will dafür 15 Jahre Garantie anbieten.

TUM entschlüsselt Alterung von Perowskitzellen 

Der nächste Schritt ist für 2027 vorgesehen: Dann soll der Wirkungsgrad 27 Prozent erreichen, die Garantie 20 Jahren abdecken. Jährlich könnte der Wirkungsgrad um ein weiteres Prozent steigen – bis 35 Prozent im Jahr 2035. (HCN/HS, gekürzt)

Hier finden Sie den vollständigen Report auf PV Europe (englisch)