Elf Verbände wenden sich gegen die Pläne der Bundesnetzagentur, pauschale Netzentgelte für das Einspeisen von Sonnenstrom zu erheben. Sie schlagen vor, dass solche Entgelte nur für Neuanlagen und nur für die tatsächliche Netznutzung anfallen sollen – wenn sie überhaupt nötig sind.
Da Speicher in Kombination mit Solaranlagen das Netz effizienter nutzen und einspeisen, wenn kein Sonnenstrom fließt, muss sich das in den Netzentgelten niederschlagen. Denn dadurch könnte Netzausbau von 15 Milliarden Euro gespart werden.
Der Solarverband kritisiert den geplanten Aufschlag auf den Grundpreis für den Netzanschluss von Eigenverbrauchern von Solarstrom. Dadurch würden Investitionen in kleinere Anlagen unrentabel. Zumal die Bundesregierung die Streichung der Unterstützung für diese Anlagen plant.
Mehr Gewicht für die Anschlussleistung und ein Einspeiseentgelt für große Erzeugungsanlagen sowie ein Kapazitätspreis für Netzspeicher: Interessierte können den Entwurf für die neuen Netzentgelte noch bis 18. September 2026 kommentieren.
Die dezentrale Energiewende schreitet voran. Mit Sonnenstrom, Stromspeichern, intelligenten Zählern und dynamischen Tarifen für Netzstrom und Netzentgelte wird die Versorgung sicher und kostengünstig. Energie erzeugen, speichern, handeln und vor Ort nutzen – das ist das Thema dieses Spezials.
Mit dem neuen Gesetz sind die Regeln für den Netzanschluss und den Betrieb von Photovoltaikanlagen geklärt. Nach harten Verhandlungen sind nur wenige Wermutstropfen für die Solarbranche übrig geblieben. Dafür gibt es bessere Bedingungen für den direkten Handel mit Solarstrom.
Die neuen gesetzlichen Regelungen legen fest, dass der Bau von Speichern vor anderen Belangen Vorrang genießt. Außerdem werden Netzentgelte für die gemischte Nutzung von Speichern abgeschafft.
Mit dem Entwurf des neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetzes stößt die österreichische Regierung die Solarbranche abermals vor den Kopf. Denn Betreiber von Anlagen sollen für den eingespeisten Strom Netzentgelte bezahlen.