Der Wasserstoffmonitor des BDEW, der auf Basis der Wasserstoff-Datenbanken des EWI entstanden ist, zeigt eine Projektpipeline für die Wasserstofferzeugung von fast 12.000 MW – doch nicht einmal 200 MW sind in Betrieb. Der Verband fordert daher bessere Rahmenbedingungen.
Die Bürkert-Tochter BDG Testing und Automation übernimmt EP Ehrler von ABB. Damit erweitert die Bürkert-Gruppe ihr Portfolio in der Prüf-, Mess- und Kalibriertechnik – auch für den Wasserstoffbereich.
Thyssenkrupp Uhde hat von Fuella AS zwei Pre-FEED-Aufträge für Großanlagen zur Produktion von grünem Ammoniak in Brasilien erhalten. An den Häfen Pecém und Açu sollen diese jeweils 400.000 Tonnen Ammoniak jährlich erzeugen. Das norwegische Unternehmen Fuella AS hat Thyssenkrupp Uhde mit der Pre-FEED-Phase für zwei Großprojekte zur Erzeugung von grünem Ammoniak in Brasilien beauftragt. Die Projekte PeGA in Pecém und AçuGA in Açu sehen jeweils eine Jahresproduktion von 400.000 Tonnen Ammoniak vor, der vollständig auf Basis erneuerbarer Energien erzeugt werden soll.
In Hohenwart versorgt Deutschlands erstes Wasserstoffnetz private Haushalte und Gewerbe über bestehende Gasleitungen mit reinem Wasserstoff.
Der norwegische PEM-Elektrolyseur-Hersteller Hystar zählt laut Time und Statista zu den weltweit führenden GreenTech-Unternehmen 2026. Im Ranking kletterte das Unternehmen von Platz 142 auf Rang 81 und gehört damit erstmals zu den Top 100.
EWE und Salzgitter Flachstahl haben einen langfristigen Liefervertrag über grünen Wasserstoff geschlossen. Ab 2030 sollen jährlich rund 10.000 Tonnen aus der im Bau befindlichen 320-MW-Elektrolyse in Emden über das Wasserstoff-Kernnetz nach Salzgitter fließen.
Am 20. Oktober 2026 soll in Hamburg erstmals das Global Hydrogen Associations Meeting stattfinden. Ausrichter sind die Hydrogen Technology World Expo und der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV). Ziel sei ein internationaler Austausch zur Beschleunigung der Wasserstoffwirtschaft, so die Veranstalter.
Das H2Reallabor Castrop-Rauxel tritt in seine Abschlussphase. Das Projektteam um Fraunhofer IEG, Westfälische Hochschule, Gelsenwasser und Stadtwerke entwickelt Handlungsempfehlungen für den Wasserstoffeinsatz, vor allem in Gewerbeclustern mit kleinen und mittleren Unternehmen.
Mehrere Elektrolyseprojekte in Dänemark sollen ab 2031 Wasserstoff für den deutschen Markt erzeugen. Der Deutsche Wasserstoffverband spricht von guten Konditionen dank wettbewerblicher Förderung. Gleichzeitig dürfe man die H2-Produktion in Deutschland nicht vernachlässigen.
Der französische Wasserstoffproduzent Lhyfe und der Baukonzern Strabag haben eine strategische Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung von Projekten für grünen Wasserstoff in Deutschland unterzeichnet. Langfristig könnte die Kooperation auf weitere europäische Länder ausgeweitet werden.
Thyssenkrupp Nucera hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 den Auftragseingang fast vervierfacht. Treiber waren ein 300-MW-Auftrag des spanischen Unternehmens Moeve sowie ein Rekordauftrag im Chlor-Alkali-Geschäft. Umsatz und Ergebnis brachen jedoch durch Sondereffekte ein.
Der Markt für erneuerbaren und kohlenstoffarmen H2 wird sich bis 2060 verhundertfachen. Das prognostiziert die norwegische Prüfgesellschaft DNV in ihrem neuen „Energy Transition Outlook Hydrogen to 2060“. China soll 35 Prozent der neuen Produktion und Nutzung stellen. Gegenüber 2022 hat DNV ihre Prognose jedoch um 35 Prozent gesenkt.
Die Europäische Kommission hat die Ergebnisse der dritten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank veröffentlicht. Neun Projekte in sieben Ländern erhalten zusammen mehr als 1,09 Milliarden Euro Förderung. Erstmals ist auch elektrolytisch erzeugter kohlenstoffarmer Wasserstoff förderfähig.
Eine Präsentation von Nurettin Tekin von Kawasaki greift den Gartner Hype Cycle für Wasserstofftechnologien auf. Das Jahr 2026 ist demnach das Tal der Tränen - und mit dem Wasserstoffkernnetz soll es bald wieder aufwärts gehen.
RCT Hydrogen will im Juni 2026 mit der Fertigung alkalischer Druckelektrolyseure in Saarbrücken beginnen. Produktionspartner ist die Brück GmbH – und auch die chinesische Guofuhee ist im Boot. Die Jahreskapazität soll 250 MW betragen. Erster Auftrag ist ein 5-MW-Elektrolyseur für einen deutschen Industriekunden.
Die Vergütung von Strom aus Solarparks gerät unter Druck. Thorsten Blanke, Geschäftsführer von Belectric, plädiert deshalb für die Kombination mit Batteriespeichern – auch um die Problematik der fehlenden Netzanschlüsse und weitere Herausforderungen zu lösen.
Der auf kohlenstoffarmen Wasserstoff spezialisierte Vermögensverwalter Hy24 hat eine Mehrheitsbeteiligung an Enagás Renovable erworben. Damit baut der französische Fonds sein Engagement im spanischen Wasserstoffmarkt aus. Bereits 2022 war Hy24 mit 30 Prozent eingestiegen.
Die Briten wollen eine Gigawatt-Fertigung für die neueste Elektrolyseurgeneration – und ITM Power soll sie bauen. Das Unternehmen gab heute bekannt, gleich zwei staatliche Finanzspritzen erhalten zu haben. In Summe geht es um 86,5 Mio. GBP – fast 100 Millionen Euro.
Der asiatisch-pazifische Raum hat eine der weltweit größten Wasserstoff-Projektpipelines aufgebaut. Doch laut einem neuen Bericht des Energy Industries Council (EIC) schafft nur ein Bruchteil der Vorhaben den Sprung von der Planung in die Umsetzung. Die Vertragsvergaben haben sich 2025 halbiert.
Eine künftige Wasserstoffwirtschaft hängt nicht nur vom Bau neuer Elektrolyseure ab. Entscheidend ist auch, wie flexibel das Stromsystem mit Überschuss-Strom umgehen kann. Genau hier können lokale Flexibilitätsmärkte eine zentrale Rolle spielen – erläutert Regulierungsexpertin Kora Töpfer von EPEX SPOT.
Die Hannover Messe ist in der Wasserstoffbranche ein fester Termin. Im Rahmen der Hydrogen + Fuel Cells Europe in Halle 11 zeigen viele Unternehmen neue Produkte, von denen wir hier eine Auswahl präsentieren.
In vielen Industrien ist Leasing ein bewährtes Finanzierungsmodell. In der Wasserstoffbranche standen dem bisher oft die Förderbedingungen entgegen. Das ändert sich gerade.
Der Speicherausbau in Deutschland läuft gut. Simon Schandert, Technischer Geschäftsführer von Tesvolt, sieht auch weiterhin aufgrund verschiedener Geschäftsmodelle einen stabilen Markt. Er warnt allerdings vor zu großer Konkurrenz aus Fernost, die problematisch werden könnte.
Angesichts der derzeitigen Energiekrisen fordert PV Austria auf dem Branchentreffen in Wien den beschleunigten Ausbau von Photovoltaik. Der Verband nennt drei zentrale Maßnahmen, wie dies zu erreichen ist.
Die Hydroverse Convention des H2UB und der Hy.Summit.Rhein.Ruhr finden am 15. September 2026 erstmals gemeinsam in der Messe Essen statt. Die beiden Veranstaltungen wollen Start-ups, Industrie und Wissenschaft für die Dekarbonisierung vernetzen.