Einigung beim Gebäudemodernisierungsgesetz? Weit gefehlt. Es wurde lediglich eine bestehende Regelung bestätigt und eine Frist verschoben. Sich dafür auf die Schulter zu klopfen, erfordert schon einiges an Chuzpe.
Die geplante ersatzlose Streichung der 65-%-Regel für erneuerbare Heizenergie stößt bei Energieberatenden auf breite Ablehnung.
Stadtwerke und Energieversorger warnen vor einem fossilen Lock-in durch das geplante Gebäudemodernisierungsgesetz.
Die Fraktionen von Union und SPD haben ihre Pläne für das neue Gebäudemodernisierungsgesetz vorgelegt, das unter anderem die Pflicht zum Heizen mit 65 Prozent erneuerbarer Energien aufhebt. Im Interview erklärt Jan Karwatzki, Experte beim Öko-Zentrum NRW, warum Verbrauchern damit eine Kostenfalle droht, auf die Regierung eine Klagewelle zukommen wird und die Förderung erst mal gesichert ist.
Die führenden Verbände der erneuerbaren Anlagentechnik, Gebäudehülle und Energieberatung haben den zuständigen Politikern der Regierungskoalition ein richtungsweisendes Gutachten für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz vorgelegt.
Eine resiliente Energieerzeugung schütze die deutsche Wirtschaft, betonen die Unterzeichner und fordern mehr Verlässlichkeit für notwendige Investitionen.
Mit ihren Eckpunkten zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes will die Regierungskoalition in Berlin die Vorgaben beim Einbau neuer Heizungen schleifen. Verbände und die Energiewirtschaft sind wenig glücklich darüber. Die Förderung von Wärmepumpen soll erhalten bleiben.
Die Koalition hat am Abend des 24. Februar die Eckpunkte des GMG vorgestellt. Die 65-Prozent-Regel für Heizungen soll gestrichen werden. So reagieren Branchen- und Klimaverbände auf die Reform des "Heizungsgesetzes".