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Brunsbüttel: Batteriespeicher ersetzt Kernkraftwerk

Der Energieversorger Vattenfall wird seinen ehemaligen Atomstandort Brunsbüttel für die Energiewende fit machen. Denn auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks an der Mündung der Elbe in die Nordsee, das derzeit zurückgebaut wird, entsteht ein riesiger Batteriespeicher. Dieser wird rund eine Gigawattstunde Strom zwischenlagern und mit einer Leistung von 254 Megawatt ins Netz einspeisen können. Damit zählt das Projekt laut Vattenfall zu einem der größten Batteriespeicher Deutschlands.

Wind- und Solarenergie benötigen Speicher

Nach dem derzeitigen Stand der Planungen sollen die Batterie und ein neues Umspannwerk, das die Batterie an das Stromnetz des Netzbetreibers 50Hertz anbindet, bis Ende 2028 errichtet und in Betrieb genommen werden. Vattenfall hat jüngst die finale Investitionsentscheidung für den Bau der Anlage gefällt. „Das sind sehr gute Nachrichten für Vattenfall und für den Energiestandort Brunsbüttel“, sagt Claus Wattendrup, Leiter des Bereichs „Solar & Batteries“ bei Vattenfall. „Je stärker Wind- und Solarenergie ausgebaut werden, desto wichtiger werden leistungsfähige Speicher wie diese, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und fossile Energieimporte zu ersetzen.“

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Denn mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien steigt auch der Bedarf an Flexibilitäten, die zu einem großen Teil mit Batteriespeichern gedeckt werden. Entsprechend steigt auch die Nachfrage nach solchen Systemen an. Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber gehen davon aus, dass die installierte Leistung von Großbatteriespeichern bis 2040 die Marke von 80 Gigawatt überschreiten wird.

Mehr Flexibilität bieten

Mit dem Batterieprojekt in Brunsbüttel baut Vattenfall sein Geschäft mit Flexibilitätslösungen. Schließlich verdoppelt der Energielieferant nahezu die Leistung seines aktuellen Batterieportfolios von derzeit 270 Megawatt. Das Flexibilitätsportfolio umfasst aber nicht nur den Bau und Betrieb eigener Speicher, sondern auch die Optimierung und Vermarktung von Batteriespeichern für Dritte. Bis 2029 will Vattenfall so ein optimiertes Batterieportfolio von bis zu 1,5 Gigawatt aufbauen.

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Netzanbindung vorhanden

Der Standort Brunsbüttel war über Jahrzehnte ein Zentrum der Energieversorgung in Norddeutschland. Das Kernkraftwerk mit einer Leistung von 800 Megawatt ging 1976 in Betrieb. Aufgrund wiederholter Störfälle ist das Kraftwerk schon seit 2007 dauerhaft heruntergefahren. Mit dem Atomausstieg Deutschlands begann 2011 der Rückbau der Anlage. Mit der Umnutzung als Standort für den Batteriespeicher verwandelt Vattenfall das Gelände in einen Teil der Energiewende. Die vorhandenen Flächen und die leistungsfähige Netzanbindung bieten dabei die Voraussetzungen für neue Energieinfrastruktur wie den Großbatteriespeicher von Vattenfall.