Während der Gesetzgeber die Förderquoten für Holzheizungen, Fernwärme und Wärmepumpe gekürzt hat, bleibt die Förderung für Solarwärme gleich. Weiterhin gibt es den Solarbonus mit einem fixen Betrag von 2.500 Euro. „Die neue Sanierungsoffensive setzt somit ein klares Zeichen für die Sonne, Klima und die heimische Wirtschaft“, schreibt der Branchenverband Austria Solar. Beim Betrieb einer Solaranlage würden weder Treibhausgase noch umwelt- und gesundheitsschädliche Luftschadstoffe ausgestoßen. Für die Herstellung der Kollektoren seien keine seltenen – häufig aus fragwürdigen Quellen stammenden – Rohstoffe nötig. Die Wertschöpfung finde zu 75 Prozent in Österreich statt. Und nachdem die Kollektoren jahrzehntelang saubere Energie geliefert haben, würden sie sich außerdem hervorragend recyclen lassen.
Wie die Sanierungsoffensive fördert
Für Ein- und Zweifamilienhäuser gilt: Den Solarbonus erhalten alle zusätzlich, die im Zuge der Kesseltauschförderung eine Solarwärmeanlage installieren. Die Kollektorfläche muss mindestens sechs Quadratmeter betragen. Die Kollektoren müssen mit dem Austria-Solar-Gütesiegel oder einem vergleichbaren Zertifikat ausgezeichnet sein. Für den Tausch eines alten fossilen Kessels gegen ein neues, mit erneuerbarer Energie betriebenes, Heizsystem beträgt die Förderquote bis zu 30 Prozent. Je nach Heizsystem beträgt der Maximalbetrag
- Klimafreundliche oder hocheffiziente Nah-/Fernwärme: 6.500 Euro
- Wärmepumpe: 7.500 Euro
- Holzzentralheizung: 8.500 Euro
Außerdem gibt es einen Bonus von 5.000 Euro für Tiefenbohrungen beziehungsweise Brunnen bei Sole/Wasser- und Wasser/Wasser-Wärmepumpen.
Eine besonders attraktive Förderung gilt im mehrgeschossigen Wohnbau
Für Mehrfamilienhäuser gelten andere Fördersätze. Solarwärmeanlagen werden mit 400 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche gefördert. Für die anderen Heizungssysteme gelten erhöhen sich die Maximalbeträge für jedes Kilowatt über 50 Kilowatt um 100 Euro. Insgesamt stehen für die Sanierungsoffensive, die neben dem Kesseltausch einen Sanierungsbonus bereithält, bis 2030 jährlich 360 Millionen Euro zur Verfügung.
Informationen zu den Förderprogrammen finden Sie unter www.sanierungsoffensive.gv.at.
Quelle: Austria Solar / jb