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Innovationen

Maßgeschneiderte Module

In diesem Jahr gab es zur Intersolar in München deutlich weniger Aussteller, die neue Solarmodule präsentierten. Der brutale Preiskampf hat Opfer gefordert – in Europa und in Fernost. Dennoch zeigten sich die Anbieter sehr innovationsfreudig. Sie drehen weiter an Effizienz, Leistung und Performance, kitzeln jedes Watt aus den Paneelen. Topcon und Back-Contact dominierten.

Noch nicht als Serienmodul erhältlich sind neue Tandemmodule, die II-V-Zellen auf Germanium oder Silizium aufbringen. Damit steigt der Wirkungsgrad auf mehr als 30 Prozent.

Neuer Rekord mit III-V-Tandems

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE gelangen im Vorfeld der Messe ein echter Wurf: Sie stellten gleich zwei Tandemmodule vor, die mehr als 30 Prozent Wirkungsgrad aufweisen. Ein III-V-Germanium-Modul schafft 34,2 Prozent Wirkungsgrad. Die Solarzellen stammen von der Firma Azur Space, wurden also für den Weltraum entwickelt. Sie wurden mit Antireflexstrukturen der Firma Temicon veredelt, um die Ausbeute weiter zu erhöhen.

Ein ähnliches Siliziummodul erreicht immerhin 31,3 Prozent Effizienz. Silizium ist deutlich preiswerter als Germanium. „Beide Tandemtechnologien haben das Potenzial, Lücken zwischen kostengünstigen Anlagen auf Dächern und Freiflächen einerseits und teureren Weltraumsolarzellen andererseits zu schließen“, urteilt Prof. Dr. Andreas Bett, Institutsleiter am Fraunhofer ISE. „III-V im Tandem mit Silizium als günstigere, III-V auf Germanium als etwas effizientere Variante sind beide interessante Technologien für integrierte Anwendungen, wo Fläche begrenzt ist.“

Das 833 Quadratzentimeter große Tandemmodul mit 34,2 Prozent Wirkungsgrad besteht aus Dreifach-III-V-Germanium-Zellen. Dafür passte Azur Space seine Dreifachzellen auf das irdische Sonnenspektrum an. Nun können sie in vergleichbaren Stückzahlen und auf denselben Waferformaten wie die Zellen für den Weltraum produziert werden. Temicon verbesserte den Wirkungsgrad des Moduls zusätzlich durch eine mittels Nanoimprint übertragene Oberflächenstruktur auf dem Glas, um die Reflexionsverluste zu minimieren.

Tandemzelle mit 36,1 Prozent

Vor wenigen Jahren hatten Forscher des Fraunhofer ISE eine III-V-Silizium-Solarzelle mit 36,1 Prozent Wirkungsgrad entwickelt, Rekord für Siliziumzellen. Jetzt schufen sie erstmals eine Kleinserie dieser Solarzellen, angepasst auf die Verschaltung mit Schindeltechnik. Das 218 Quadratzentimeter große Labormodul schaffte 31,3 Prozent Wirkungsgrad.

Klassische Siliziumzellen können ein physikalisches Effizienzlimit von 29,4 Prozent nicht überschreiten. Aktuell kommerziell erhältliche Solarmodule erreichen bereits mehr als 24 Prozent. „Deshalb forschen wir intensiv daran, Einfachsolarzellen durch Mehrfachsolarzellen zu ersetzen“, erklärt Projektleiterin Laura Stevens. „Dass uns mit dem III-V-Germanium-Modul ein Rekord gelungen ist, zeigt das große Potenzial, das in der Kombination mehrerer Halbleiter steckt.“

Topcon und BC noch nicht ausgereizt

Solche Supermodule stecken noch in den Laboren. Einige Jahre wird es dauern, bis sie bei den Händlern über die Tische gehen und bei Kunden installiert werden. Doch auch bei den Topcon- und den BC-Modulen tut sich einiges; sie sind längst nicht ausgereizt.

Doch wie schnell neue Technologie eingeführt werden kann, beweist Longi: Innerhalb weniger Jahre hat der chinesische Hersteller schon 60 Gigawatt seiner HPBC-2.0-Module (High Power Back Contact) unter die Leute gebracht. Nach 22,87 Gigawatt im Jahr 2025 und 8,34 Gigawatt im ersten Quartal 2026 hat sich BC aus der Nische zur weltweit führenden Technologie entwickelt.

80 Gigawatt mit BC-Modulen

Im Anschluss an die Fachmesse SNEC in Shanghai (kurz vor der Intersolar im Juni) veröffentlichte Longi ehrgeizige Ziele und prognostiziert für 2026 rund 100 Gigawatt Wafer und 80 Gigawatt Module. Die kumulierten Auslieferungen könnten bis Jahresende die Marke von 100 Gigawatt überschreiten. Damit dürften HPBC-Module etwa zwei Drittel aller Modullieferungen von Longi ausmachen.

Allein 2025 investierte Longi 4,3 Milliarden RMB (rund 548 Millionen Euro) in die Solarforschung. Anstatt Solarmodule als standardisierte Massenprodukte zu betrachten, werden die BC-Module gezielt auf unterschiedliche Umweltbedingungen zugeschnitten. Das schafft Mehrwert für unterschiedliche Betriebsbedingungen. Ob zur Reduzierung von Risiken durch starke Schneefälle und Hagel, zum Schutz vor Salzkorrosion in Küstenregionen oder zur Leistungsoptimierung in windigen und staubigen Wüsten – die anwendungsspezifischen Entwicklungskonzepte gewährleisten Investitionssicherheit und ein effektives Risikomanagement für Investoren.

Ertrag wichtiger als Leistung

Projektentwickler und EPC betrachten heute nicht mehr nur die Nennleistung eines Moduls, sondern legen verstärkt Wert auf Eignung für den Standort und langfristige Performance. Durch die Platzierung sowohl der positiven als auch der negativen Elektroden auf der Rückseite der Solarzelle wird die Verschattung durch Leiterbahnen auf der Vorderseite beseitigt.

Dadurch wird die Lichtaufnahme maximiert. Deutlich höhere Erträge werden erzielt, die Flächen werden besser ausgenutzt und die Kapitalrendite steigt. Nach München brachte Longi die erweiterte Modulserie Himo 9. Die Module leisten bis zu 680 Watt und erreichen 25,2 Prozent Wirkungsgrad. Die Modulserie umfasst vier Varianten für besonders anspruchsvolle Umgebungen: Ice Shield, Sea Shield, Edge und Hydro Clear.

Salz, Staub und Schnee

Himo 9 Ice Shield wurde für Regionen entwickelt, die häufig von schweren Hagelgüssen und von Sturm betroffen sind. Das 3,2 Millimeter dicke Frontglas hält Hagelschlag bis zu 55 Millimeter stand.

Die Schlagfestigkeit steigt um das 4,5-Fache, während das Risiko von Glasbruch um 70 Prozent reduziert wird. Ein stabiler Aluminiumrahmen mit einer Streckgrenze von 270 Megapascal sowie die spezielle Verschaltung der BC-Zellen reduzieren die Belastung an den Zellrändern um 48 Prozent gegenüber Topcon-Modulen.

Für küstennahe Installationen und Offshore-Anwendungen wurde Sea Shield entwickelt. Es trotzt Gischt, hoher Luftfeuchtigkeit, starken Winden und Wellen. Der Rahmen verfügt über eine molekular passivierte Oberfläche mit besonders widerstandsfähiger Eloxalschicht und erfüllt die Anforderungen des Salzsprühnebeltests der Klasse 8 für Offshore-Anwendungen in korrosiven C5- und CX-Umgebungen. Die Anschlussdosen und Steckverbinder sind gesondert abgedichtet. Das Modul widersteht Windgeschwindigkeiten von bis zu 65,1 Metern pro Sekunde und ist für Taifune der Kategorien 16 bis 17 ausgelegt.

Himo 9 Edge wurde für Regionen mit starken Winden, niedrigen Temperaturen und Sandstürmen ausgelegt. Der patentierte Stahlrahmen erhöht die Festigkeit gegenüber Alu um 150 Prozent und die zulässige Windlast um 25 Prozent. Das steckbare, erdungsfreie Design reduziert den Verkabelungsaufwand merklich. Simulationen eines 100-Megawatt-Solarparks zeigen Einsparungen von 152.000 Erdungsleitungen und 1.689 Installationsstunden.

Staub und Schnee zählen zu den häufigsten Ursachen für Ertragsverluste und erhöhte Wartungskosten in Solarparks. Das Himo 9 Hydro Clear begegnet diesen Herausforderungen, denn der kurze und bündige Modulrahmen verhindert die Ansammlung von Staub. Zudem erleichtert er das Abrutschen von Schnee. Dadurch sinken Wartungsaufwand, Betriebsrisiken und langfristige Kosten.

Aiko bringt neue ABC-Module

Auch Aiko setzt auf die ABC-Technologie (All Back Contact). In München stellten die Chinesen zwei neue Modulserien vor: die vierte Generation des Infinite Ultra und die Z-Serie.

Infinite ­Ultra leistet bis 690 Watt und schafft 25,6 Prozent Effizienz. Bei den Zellen wurde der durchschnittliche Wirkungsgrad in der Massenproduktion von 27,2 Prozent auf 27,4 Prozent gesteigert. Das bedeutet ein Plus von fünf Watt aus dem Modul. Diese Verbesserung ist nicht das Ergebnis einer einzelnen Maßnahme, sondern mehrerer Optimierungen in der Zellfertigung. So wurde der nicht aktive Zellbereich um 20 Prozent reduziert. Bei unveränderten Abmessungen des Moduls steigt die Leistung um sieben Watt.

Für Utility-Anwendungen leistet das 66-Zellen-Modul Infinite Ultra bis 670 Watt bei einem Bifazialitätsfaktor von 85 Prozent. Die Auslieferung der neuen Module beginnt im dritten Quartal 2026.

Module für Privatkunden

Die neue Z-Serie richtet sich an private Solarkunden. Diese Module zeichnen sich durch homogene schwarze Optik aus, ohne Busbars auf der Vorderseite sowie mit vollständig schwarzer Rückseite. Das 54-Zellen-Format liefert 500 Watt, es wiegt rund 25 Kilogramm.

Um den Erwartungen der Kunden gerecht zu werden, gibt Aiko auf die Z-Serie 40 Jahre Produktgarantie und 40 Jahre Leistungsgarantie. Die Module verfügen außerdem über ausgefeilten Brandschutz, etwa die Kontrolle der Hotspot-Temperatur, Technologien zur Vermeidung von Lichtbogen sowie flammhemmende Materialien zur Einkapselung.

Starker Auftritt der Solar Fabrik

Mit der neuen Mono S5 Halfcut BC Installer Series Full Black erweitert die Solar Fabrik ihr Produktportfolio. Das Solarmodul leistet 285 Watt und wurde speziell für private Kunden, für Repowering und Balkonkraftwerke entwickelt.

Gerade bei Bestandsgebäuden mit verwinkelten Dächern, Gauben oder Dachfenstern stoßen großformatige Module häufig an ihre Grenzen. Dank der kompakten Abmessungen (1.606 x 767 x 30 Millimeter) nutzt das neue Modul auch kleine Dachflächen gut aus. Gleichzeitig bietet es eine attraktive Lösung für Repowering bestehender Anlagen mit klassischen Modulformaten.

Das neue Mono S5 BC Installer Series Full Black löst die Installer Series Module mit 315 Watt ab. Bei dem neuen Modell bleibt die Vorderseite vollständig für die Lichtabsorption frei. Das Ergebnis ist ein hoher Flächennutzungsgrad von 231 Watt je Quadratmeter sowie reduzierte Verschattungsverluste.

Elegante Optik

Besonders elegant ist die schwarze Optik. Das Modul verfügt über einen Rahmen aus schwarz eloxierter Aluminiumlegierung sowie originale Steckverbinder von Stäubli (MC4 EVO 2). Solar Fabrik gewährt 30 Jahre Garantie auf Leistung und Produkt.

JA Solar zeigt neue Topcon-Module

Gleichfalls aus China kommt JA Solar. In München wurde die fünfte Modulgeneration Deep Blue 5.0 vorgestellt. Sie basiert auf N-Typ-Topcon-Zellen. Die Doppelglasmodule sind beidseitig beschichtet, um hohe Leistung bei schwachem Licht zu erzielen.

Die JAM48D50/LR-Serie leistet bis 670 Watt, bei einem Wirkungsgrad von bis zu 24,8 Prozent. Sie ist für private und gewerbliche Dachanlagen konzipiert.

Deep Blue 4.0 Pro ist eine Produktreihe von Doppelglasmodulen (N-Typ) für große Dächer und Solarparks. Ihr Wirkungsgrad erreicht bis zu 22 Prozent. JA Solar gibt 30 Jahre Garantie auf die Modulleistung.

Winaico kommt mit BC-Zellen

Winaico Deutschland hat das Produktportfolio um ein neues BC-Modul mit 500 Watt erweitert. Das WST-500BKX54-B2 Ultra Black kombiniert hohe Leistung, modernes Design und Zuverlässigkeit bei unveränderten Abmessungen von 1.800 x 1.134 x 35 Millimetern.

Das Glas-Glas-Modul erreicht 24,5 Prozent Wirkungsgrad. „Damit bieten wir Installateuren und Anlagenbetreibern deutlich mehr Leistung ohne zusätzlichen Platzbedarf“, sagt Marc Ortmanns, Director Operations Europe bei Winaico. „Gerade im privaten und gewerblichen Dachsegment ist die verfügbare Fläche oft der limitierende Faktor. Hier schafft das neue Modul echten Mehrwert.“

30 Jahre Garantie

Das neue Modul verfügt über eine 30-jährige Produkt- und Leistungsgarantie. Nach 30 Jahren garantiert Winaico noch mindestens 88,85 Prozent der Nennleistung. Die jährliche Leistungsdegradation liegt bei lediglich 0,35 Prozent. Dank Glas-Glas-Aufbau (je zwei Millimeter), 35-Millimeter-Rahmen und Anti-Shading-Technologie bietet das Modul erhöhte Stabilität. Das senkt das Risiko für Mikrorisse und Glasbruch.

Trina baut Vertex-Reihe aus

Trina Solar hat in München neue Solarmodule für gewerbliche und private Dachanlagen präsentiert: Vertex S plus G3 und Vertex S plus G3 Full Black. Die Doppelglasmodule Vertex S plus G3 leisten bis 485 Watt. Dank innovativem Niederspannungsdesign und erhöhtem Strom ermöglicht das Modul höhere Stringleistungen bei sinkenden Systemkosten für C&I-Projekte.

Das Modul Vertex S plus G3 Full Black wurde für Wohnhäuser optimiert. Es kombiniert schwarze Ästhetik mit bis zu 480 Watt Leistung. Die neuen Vertex N G leisten bis 760 Watt, sie sind für große Solarprojekte geeignet. Vertex S plus G3 und Vertex N G3 Serie werden ab drittem Quartal 2026 verfügbar sein.

Die Solarmodule der Baureihe Himo 9 von Longi ­wurden für verschiedene Anwendungen optimiert.

Foto: Heiko Schwarzburger

Die Solarmodule der Baureihe Himo 9 von Longi ­wurden für verschiedene Anwendungen optimiert.
Solar Fabrik stellte Module mit bauaufsichtlicher Zulassung vor.

Foto: Heiko Schwarzburger

Solar Fabrik stellte Module mit bauaufsichtlicher Zulassung vor.
Module von der Solar Fabrik für Denkmalschutz.

Foto: Heiko Schwarzburger

Module von der Solar Fabrik für Denkmalschutz.

Solitek

Neue Modulfertigung in Betrieb genommen

Der litauische Hersteller schneidet seine Zellen künftig selbst und erhöht die Leistung seiner Module. Laut Unternehmensangaben steigen Zuverlässigkeit und Qualität.

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der modernisierten Fertigungslinie im Winter produziert Solitek nun mit voller Kapazität. Alle Prozesse wurden automatisiert.

Wesentliches Ziel der Modernisierung war der Übergang von teilautomatisierten zu vollständig automatisierten Prozessen in den wichtigsten Schritten der Modulmontage.

Die vollautomatische Rahmenstation und Autobussing reduzieren manuelle Eingriffe deutlich. Das sorgt für konstante Taktzeiten und eliminiert menschlich bedingte Abweichungen.

Das automatisierte System nutzt präzise Bildverarbeitung und gleichmäßige thermische Verbindungen, was die langfristige Haltbarkeit der Module verbessert. Gleichzeitig ermöglicht dieser Ansatz eine präzise Prozesskontrolle und hohe Reproduzierbarkeit über alle Chargen hinweg.

Künftig werden die Zellen bei Solitek mithilfe von Lasertechnik geschnitten. Das Risiko von Mikrorissen sinkt, die häufig beim Transport vorgeschnittener Zellen entstehen.

Die Produktionslinie ist auf G12R-Zellen ausgelegt. Durch das rechteckige Format passen mehr Zellen ins Modul. Die solaraktive Fläche vergrößert sich, das erlaubt höhere Leistungen im Vergleich zu quadratischen Zellen.

Die in Litauen hergestellten Module erreichen bis 455 Watt für Wohngebäude und 510 Watt für gewerbliche und industrielle Anwendungen. Zum Einsatz kommt teilvorgespanntes Glas (TVG). Es zeichnet sich durch ein optimiertes Bruchbild aus und erfüllt die hohen Sicherheitsanforderungen für Überkopfinstallationen, wie sie besonders im deutschen Markt gefordert werden.

Foto: Egidijus Mileris/Solitek

Foto: Egidijus Mileris/Solitek

Perowskite

Tandemmodul erreicht 25,6 Prozent Wirkungsgrad

Das Solarunternehmen Oxford PV und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) haben Perowskit-Silizium-Zellen mit Matrix-Schindel-Technik verschaltet. „Wir haben die Solarzellen von Oxford PV in Schindeln geschnitten, in einer Matrix-Struktur angeordnet, mit leitfähigem Klebstoff elektrisch verbunden und eingekapselt“, erläutert Stefan Glunz, Bereichsleiter für Photovoltaik am Fraunhofer ISE.

Die Tandemmodule sind Glas-Glas-Module mit Randversiegelung, um die empfindlichen Zellen zu schützen. Das Aufdachmodul leistet 491 Watt und hat eine Fläche von 1,92 Quadratmetern. Das bifaziale Modul mit 546 Watt misst 2,13 Quadratmeter. Beide erreichen laut Fraunhofer ISE einen Wirkungsgrad von 25,6 Prozent. „Unsere Tandemtechnologie und die Schindelverschaltung passen gut zusammen“, erklärt Ed Crossland, Chief Technology Officer bei Oxford PV. „Durch die geringeren Stromdichten der Perowskit-Silizium-Solarzellen kann man sie in breitere Streifen schneiden, was die Produktivität erhöht.“

Tandemzellen erreichen höhere Spannungen und Wirkungsgrade als herkömmliche Zellen, der Strom ist durch die Aufteilung auf zwei Teilzellen aber geringer. Das verringert die Widerstandsverluste im Modul. „Gleichzeitig funktioniert die Klebeverschaltung der Matrix-Schindel-Technologie bei niedrigen Temperaturen und benötigt keine Kupferverbinder“, ergänzt Crossland.

Die Perowskit-Zelle ist nur wenige Hundert Nanometer dünn. Sie wird auf einer Siliziumzelle abgeschieden. Ihr theoretisches Limit für den Wirkungsgrad liegt bei 43,3 Prozent. Oxford PV stellt Zellen und Module in einer Pilotlinie in Brandenburg an der Havel her.

Bei der Matrix-Schindel-Technik werden die Zellstreifen bleifrei mit leitfähigen Klebstoffen verbunden und überlappend angeordnet. Die Technik ist tolerant gegenüber Teilverschattung: Der Strom kann verschattete Bereiche umfließen. So steht je nach Verschattung die doppelte Leistung im Vergleich zu herkömmlich verschalteten Modulen bereit.

Foto: Oxford PV

Foto: Fraunhofer ISE

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Aiko Energy: Module setzen Maßstäbe bei Leistung und Effizienz

PV Guided Tours: Mit 690 Watt und 25,6 Prozent Wirkungsgrad ­bietet die vierte Modulgeneration erneut mehr Leistung und ­Effizienz. Bahnbrechende Technologie und Optimierung – wir ­erläutern die Details und zeigen, wohin die Reise bei Solarmodulen von Aiko geht.

Foto: Vorsatz Media

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Peakup Power: Stabile Leichtgewichte für Dächer mit wenig Reserven

PV Guided Tours: Viele Industriedächer können schwere Solaranlagen nicht tragen. Doch dafür gibt es eine Lösung: Leichtbaumodule! Mehr Stabilität, mehr Flexibilität beim Einsatz – wir stellen die spannende Technologie vor und erläutern die Vorteile. Schauen Sie rein!

Foto: Vorsatz Media

Solarwatt

Modulleistung bis 470 Watt gesteigert

Solarwatt hat eine neue Generation seiner Topcon-Module auf den Markt gebracht. Der Anbieter aus Dresden steigert die Modulleistung bei gleicher Fläche auf bis zu 470 Watt. Das entspricht 235 Watt pro Quadratmeter.

Der Leistungssprung hat mehrere Gründe: effizientere Zellen, geringere Zellabstände und passivierte Ränder. Auf die bifazialen Doppelglasmodule gibt Solarwatt eine Produkt- und Leistungsgarantie von 30 Jahren.

Die Module der Reihe Vision 5.5 sind in drei Varianten erhältlich: Version Black mit schwarzem Zellhintergrund und schwarzem Alurahmen, Version Style mit transparentem Hintergrund und schwarzem Rahmen sowie Pure mit weißem Hintergrund und grauem Rahmen.

Alle Varianten verfügen über einen 35 Millimeter starken Rahmen. Installateure können sie über den Pro-Shop von Solarwatt bestellen. Die Auslieferung ist im April angelaufen.

Heckert Solar

Apollon 2.0 und Zeus 3.0 plus neu im Angebot

Mit Apollon 2.0 stellen die Chemnitzer ein bifaziales Hochleistungsmodul vor. Es wird in Deutschland entwickelt, gefertigt und geprüft. Kern ist ein patentiertes Schindel-Matrix-Konzept. Dabei werden Solarzellen in schmale Streifen geschnitten und überlappend verschaltet, wodurch mehrere parallele Strompfade entstehen. Bei Teilverschattung kann Energie auch dann fließen, wenn einzelne Zellbereiche beeinträchtigt sind. Die Zellverbindung erfolgt über elektrisch leitfähigen Kleber (ECA).

Das bifaziale Glas-Glas-Modul erreicht eine Leistung von 450 bis 460 Watt und nutzt zusätzliche Energieerträge über die Rückseite. Heckert Solar gewährt 30 Jahre Produkt- und Leistungsgarantie. Das Modul im Full-Black-Design ist frei von Blei und PFAS.

Das neue Zeus 3.0 plus basiert auf BC-Zellen. Bei dieser Technologie befinden sich sämtliche elektrischen Kontakte auf der Rückseite der Zelle. Dadurch werden Verschattungen auf der Vorderseite vermieden und die aktive Zellfläche wird maximiert. Das Paneel kommt zudem komplett in schwarzem Design.

Dieses Modul leistet 490 Watt und erreicht einen Wirkungsgrad von 24,5 Prozent. Es zeigt verbessertes Verhalten bei Teilverschattung durch sogenannten Soft-Breakdown. Die Zelle liefert bei teilweiser Verschattung mehr Strom. Zudem weist das Modul eine geringere Neigung zu Hotspots auf, was auf gleichmäßige Stromführung und effizientes Wärmemanagement zurückzuführen ist. Die geringere thermische Belastung verlängert die Lebensdauer des Moduls.

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Longi: Solarmodule und Batteriespeicher aus einer Hand

CEO-Talk: Mit Standardmodulen allein ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Höchste Effizienz und praxisnahe Vielfalt der Module öffnen neue Anwendungen und Flächen. Und: Kaum eine Solaranlage kommt künftig ohne Speicher aus. Alles aus einer Hand – ist das machbar?

Foto: Vorsatz Media

Aiko

72 Megawatt mit ABC-Modulen gebaut

Die Paneele wurden von Aiko Solar geliefert. Sie wurden nahe der Stadt Wettin-Löbejün in Sachsen-Anhalt installiert. Die Module erzielen sehr hohe Erträge auch unter schwierigen Bedingungen.

Gebaut wurde die Anlage von den Firmen ESG Kraftwerke Wettin und Bejulo. Die großformatigen Module erreichen einen Wirkungsgrad von 24 Prozent und leisten 645/650 Watt. Sie sind für Teilverschattung optimiert, falls die Module verstauben oder von Pflanzen beschattet werden.

Insgesamt 110.566 Aiko-Module wurden installiert. Sie erzeugen jährlich knapp 85 Gigawatt Sonnenstrom. Jedes Jahr werden rund 1,22 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Sonnenkraft

BC-Modul für Dach und Fassade

Sonnenkraft aus St. Veit an der Glan in Österreich hat ein Solarmodul mit BC-Zellen auf den Markt gebracht. Sämtliche Kontakte wurden auf die Zellrückseite verlagert, die Frontseite bleibt frei von Leiterbahnen. Optisch zeigt sich das Modul vollständig schwarz. Es ist speziell für Dächer und Fassaden geeignet.

Die Module werden unter der Marke Kioto Solar in zwei Werken in Österreich gefertigt. Sonnenkraft ist seit über 30 Jahren in erneuerbaren Energien tätig und vertreibt Komponenten und Systeme für Photovoltaik und Solarthermie in Europa.

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