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Projektierer und Gebäudeeigentümer haben inzwischen wieder etwas mehr Interesse daran, für den eingespeisten Strom ihrer Dachanlage eine Marktprämie zu bekommen. „Der Umfang an eingereichten Geboten ist bei der Ausschreibung für Aufdachsolaranlagen gegenüber der Vorrunde deutlich gestiegen“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, mit Blick auf die jüngste Ausschreibungsrunde. „Das ausgeschriebene Volumen konnte annähernd gedeckt werden.“
Tatsächlich war die Auktion sogar leicht überzeichnet. Denn um eine ausgeschriebene Menge von 296 Megawatt haben sich 177 Projekte mit einer Gesamtleistung von 347 Megawatt beworben. Zum Vergleich: In der vorhergehenden Ausschreibung im Juni 2026 haben sich um das gleiche Volumen nur Projekte mit einer Gesamtleistung von 238 Megawatt beworben, von denen 208,5 Megawatt eine Marktprämie bekommen.
Maximalwert ausgereizt
Damit ist die eingereichte Gebotsmenge deutlich gestiegen. Allerdings musste die Bundesnetzagentur 34 Gebote mit einer Gesamtleistung von 58 Megawatt vom Zuschlagsverfahren ausschließen. Das geschieht hauptsächlich, wenn die Projektierer die formalen Ausschreibungsregeln nicht einhalten – etwa wenn der gebotene Preis zu hoch ist oder wichtige Angaben in den Unterlagen fehlen. Damit sinkt die Leistung im Zuschlagsverfahren auf 288 Megawatt. Alle übrig gebliebenen 143 Projekte werden in Zukunft mit einer Marktprämie für den eingespeisten Strom finanziert. Denn da einige Gebote ausgeschlossen wurden, sinken die Gebotsmenge und die Höhe des Ausschreibungsvolumens.
Warnung vor Politik als Kostentreiber
Preise bleiben stabil
Der größere Wettbewerb hat sich nicht auf die Preise für den Solarstrom ausgewirkt. Denn das niedrigste Gebot lag bei 8,50 Cent pro Kilowattstunde und das höchste Gebot beim zulässigen Maximalwert von 10,0 Cent pro Kilowattstunde. Damit liegen diese Preise im ähnlichen Rahmen wie bei der Ausschreibung im Juni, als das niedrigste Gebot mit 8,40 Cent pro Kilowattstunde einging und ebenfalls Gebote am Rande des Maximalwertes abgegeben wurden. Entsprechend lag auch der mengengewichtete Durchschnittswert nur geringfügig niedriger als im Juni. Er ist von 9,72 auf 9,67 Cent pro Kilowattstunde gesunken.
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NRW plant die meisten Projekte
Auch die regionale Verteilung der Zuschläge ist ähnlich wie bei der vorangegangenen Auktionsrunde. So gingen wieder die meisten Zuschläge nach Nordrhein-Westfalen, da dort auch die meisten Projekte geplant sind. In dem Bundesland werden 38 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 66 Megawatt mit einer Marktprämie finanziert. Weit dahinter liegt Brandenburg mit 14 Zuschlägen. Die dort geplanten Projekte erreichen eine Gesamtleistung von 28 Megawatt. In Hessen werden elf Projekte mit einer Marktprämie gebaut. Diese werden eine Gesamtleistung von 30 Megawatt erreichen.
Auf ähnlichem Niveau liegt auch Niedersachsen. In dem Bundesland wurden 16 Gebote mit einer Leistung von 27 Megawatt regelkonform eingereicht und bekamen einen Zuschlag. Weitere sechs Marktprämien gehen an Projekte mit einer Gesamtleistung von 19 Megawatt in Rheinland-Pfalz. Die restlichen 58 Gebote für eine Leistung von 118 Megawatt verteilen sich auf die restlichen Bundesländer.