Springe zum Hauptinhalt Skip to main navigation Skip to site search

Goslarer Mieter nutzen gemeinsam Solarstrom vom eigenen Dach

Der Entwickler von Mieterstromprojekten, Marcley, hat zusammen mit der Goslarer Wohnstättengesellschaft 32 Hauseingänge mit insgesamt 227 Wohnungen mit einer Solaranlage ausgestattet. Mit einer Leistung von 326 Kilowatt liefert die Anlage jedes Jahr rund 293 Megawattstunden sauberen Solarstrom.

Diese preisgünstige Sonnenenergie nutzen die Mieter:innen im Stadtteil Ohlhof im Rahmen einer gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung. Der Vorteil dieses Modells im Vergleich zum Mieterstrom ist, dass sie ihren Stromanbieter nicht wechseln müssen. Denn bei der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung wird der Anlagenbetreiber nicht gleichzeitig Stromlieferant.

Die spannendsten Artikel, Grafiken und Dossiers erhalten unsere Magazin-Abonnent:innen. Sie haben noch kein Abo? Jetzt über alle Abo-Angebote informieren und Wissensvorsprung sichern.

15 Cent pro Kilowattstunde gespart

Sie schließen mit Marcley als Anlagenbetreiber einen zusätzlichen Stromliefervertrag ab. Marcley liefert auch den Allgemeinstrom für die Treppenhausbeleuchtung und andere Verbraucher von den Dächern der Gebäude. „Für die Mieter:innen ändert sich nichts, außer dass ihr Strom grüner und günstiger wird“, sagt Florian Schnipkoweit, Geschäftsführer von Marcley.

SFV veröffentlicht Beratungspaket für Solaranlagen auf Mehrfamilienhäusern

Denn der Solarstrom von Marcley kostet magere 22,99 Cent brutto pro Kilowattstunde. Das ist knapp 15 Cent günstiger als der durchschnittliche Strompreis, der laut Destatis 2026 bei 37,97 Cent liegt. Ein Zwei-Personen-Haushalt kann damit rund 120 Euro im Jahr sparen, Familien im Schnitt rund 166 Euro. Der Arbeitspreis ist ab Inbetriebnahme der Anlage zudem für zehn Jahre garantiert. Marcley stellt zudem eine App zur Verfügung, in der die Mieter:innen sehen, wie viel Solarstrom sie nutzen und wie viel sie bereits gespart haben. Der Solarstromtarif ist zudem mit dem Grüner-Strom-Label zertifiziert.

65 Prozent machen mit

Die Hürde beim Modell der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung ist, dass die Stromzähler getauscht werden müssen. Alle Mieter:innen, die an dem Projekt teilnehmen, benötigen ein intelligentes Messsystem. Den Tausch gegen die alten Zähler hat Marcley ohne Zusatzkosten übernommen. „Rund 65 Prozent der Haushalte in Ohlhof sind schon dabei, und es werden hoffentlich noch mehr“, berichtet Jan-Hendrik Fischer, Geschäftsführer der Goslarer Wohnstättengesellschaft. „Für uns als Vermieter war es einfach: Marcley kümmert sich um Bau, Betrieb und Abrechnung. Weder wir noch unsere Mieter:innen haben damit Aufwand. Mit seiner technischen und regulatorischen Expertise hat Marcley alle Anlagen schnell ans Netz gebracht.“

Bündnis Bürgerenergie fordert: Netzanschlussrecht für Erneuerbare erhalten

In drei Monaten war alles fertig

Umgesetzt wurde das Projekt in zwei Bauabschnitten. Zunächst haben die Handwerker von Marcley drei Projekte am Theodor-Heuss-Ring mit insgesamt 61 Wohnungen mit Solaranlagen ausgestattet. Danach folgten sechs weitere Projekte mit insgesamt 166 Wohnungen an der Ohlhofbreite, am Konrad-Adenauer-Ring und am Mörikeweg.

Hier ging der Bau besonders schnell. Denn die Handwerker des Projektierers aus Hannover haben die Anlagen innerhalb von nur drei Monaten aufgebaut. Im Juni 2026 begonnen, war am 1. September 2026 schon alles fertig. „Zwischen Baustart und erster Stromlieferung lagen in Ohlhof rund drei Monate. Das gelingt, weil Marcley sowohl die technische als auch die regulatorische Expertise mitbringt, um Projekte verlässlich und schnell ans Netz zu bringen“, sagt Florian Schnipkoweit von Marcley.