Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Den Aufstellungsbeschluss für den geänderten Flächennutzungsplan der „Windenergieanlagen Linderte“ hatte die Stadt Ronnenberg im Südwesten Hannovers im Oktober 2022 gefasst. Vier Jahre später folgte im Juli 2026 bis Ende August die öffentliche Auslegung und eine Anpassung an die Eingaben der Interessengruppen für einen anfänglich mit 15, zuletzt aber auf vielleicht noch 11 Windturbinen ausgelegten Windpark in mehreren Abschnitten. Während die Genehmigungsbescheide für sieben von zehn geplanten Windenergieanlagen im Teilwindfeld Schwarzfeld sowie für die zusätzlich mögliche elfte Anlage am Standort Ihme-Roloven noch ausstehen, startet der Meißener Projektierer UKA den Bau der ersten drei Schwarzfeld-Turbinen durch Repowering. Der Rückbau von drei nun 25 Jahre alten Kleinturbinen im Kilowatt-Nennleistungsbereich hat ebenso begonnen, wie auch die Erdarbeiten an den Bauwegen und benötigten Kranstellflächen gestartet sind.
Schon im November soll Windturbinenhersteller Nordex, über große Rahmenverträge der Hauptlieferant der Meißener, die Baustelle mit den Fundamentbauarbeiten übernehmen. Nordex liefert für das Gesamtprojekt den Windturbinentyp N175-6.8 MW. Sobald genehmigt werden nach dem Anlagenaustausch wohl die weiteren sieben N175 des Hauptprojekts Schwarzfeld folgen. Allerdings ist auch die Errichtung dieser zweiten Anlagenlieferung selbst noch in zwei Bauabschnitten vorgesehen. Zusätzlich treibt UKA die Genehmigung der dann elften Anlage vom Typ N175-6.8 im reduzierten Rumpf-Teilprojekt Ihme-Roloven voran. Hier waren zuvor noch fünf Anlagen vorgesehen.
Kommt nun alles so, entsteht ein 75 Megawatt (MW) starker Windpark aus dem größten Nordex-Anlagentyp N175 mit dem Rotordurchmesser der aktuellen Branchen-Rekordweite von 175 Meter und 6,8 MW Nennleistung. Nachdem das Windfeld für ursprünglich 15 Anlagen vorgesehen war, musste UKA auf 4 dem Ortsteil Hiddestorf der Nachbarstadt Hemmingen nächstgelegenen Anlagen des Teilgebiets Ihme-Roloven verzichten. Über die noch verbleibende mögliche fünfte Anlage entscheidet der Rat der Stadt Ronnenberg offenbar noch durch die endgültige Verabschiedung des Flächenentwicklungsplans.
Das Projektentwicklungsunternehmen UKA setzt kurzfristig eine bereits genehmigte Projektpipeline von 1,6 Gigawatt (GW) eigener Windparks in Deutschland an Land um. Doch die Gesamt-Projektpipeline ist noch deutlich größer: Die Pläne der Meißener sehen daher nun die Errichtung von einem Gigawatt pro Jahr vor. Weitere Kapazitäten schon weit entwickelter Windenergiekapazitäten kommen aus Projekten von unabhängigen kleineren Projektentwicklern hinzu, die diese in einer Partnerschaft mit UKA ans Netz bringen wollen. Alleine im ersten Halbjahr 2026 habe UKA auf diese Weise 900 MW angekauft oder unter Vertrag genommen, teilte das Unternehmen im Juli mit.