Die Macherinnen und Macher der Key in Rimini hätten Anfang März kaum dringlichere Begleitumstände erfinden können: angegriffene Treibstofftransporte durch den Persischen Golf im Irankrieg, ein am ersten Messetag explodierter Ölpreis. „Die steigenden Energiepreise dürften Rückwirkungen“ auf die Bedingungen der Energiewende haben, sagte Alessandra Astolfi in der Auftaktveranstaltung. Sie ist die Direktorin der Messegesellschaft IEG.
Italien habe wenig Gas oder sonst eigene Energie, spitzte der Minister für Umwelt und Energiesicherheit Gilberto Pichetto Frattin die Aktualität zu. Um unabhängig von solchen Turbulenzen Strom zu erzeugen, brauche das Land eigenen Solar- und Windstrom wie bisher. Weil es „drei bis vier Dekaden“ zusätzlich auf Erdgasnutzung angewiesen bleibe, müsse es bei aktuell 40 Prozent mit Erdgas erzeugter Elektrizität noch mehr Wind- und Solarkraft einsetzen. Um den auf Importe angewiesenen Gasbedarf zu senken, müsse es Geothermie und Wasserkraft dazunehmen. Darauf aufgebaut müsse die Wasserstoffwirtschaft entstehen, sagte der Minister. Bis die da sei, sei ergänzende Nuklearenergie „der einzige Weg“ aus der noch verbleibenden Energielücke. (tw)