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EWI-Analyse

Wasserstoff in Deutschland deutlich hinter Zeitplan

Eine aktuelle Analyse des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) zeigt erhebliche Verzögerungen beim Aufbau von Elektrolysekapazitäten in Deutschland. Bis Ende 2027 könnten maximal 1,5 Gigawatt Elektrolyseleistung in Betrieb sein - deutlich weniger als für das Erreichen der Regierungsziele nötig wäre.

Viele Projekte verzögert oder abgesagt

Gegenüber der letzten Erhebung im August 2024 ist die Elektrolysekapazität in Betrieb beziehungsweise mit finaler Investitionsentscheidung (FID) gestiegen. Mit 54 Megawatt (MW) ist der bislang größte Elektrolyseur Deutschlands in Betrieb gegangen. Weiterhin gibt es mehrere Projekte mit mehr als 100 MW, für die eine FID getroffen wurde. Allerdings wurden fast drei Gigawatt geplanter Projekte mittlerweile aus der EWI-Datenbank gestrichen, weil sie entweder abgesagt oder seit längerer Zeit keine Fortschritte mehr vermeldet wurden. Von den für 2025 angekündigten Projekten konnten nur etwa 30 Prozent fristgerecht realisiert werden. Auch für 2026 zeichnen sich bereits Verzögerungen ab: Bei 14 der über 20 angekündigten Projekte mit einer Gesamtkapazität von mehr als einem Gigawatt fehlt bislang die finale Investitionsentscheidung oder der Baubeginn. (FK)