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Green Planet Energy automatisiert Abrechnung für Mieterstrom

Der Ökostromanbieter Green Planet Energy bindet die Abrechnungsplattform von Solarize in sein Geschäft mit Mieterstrom ein. Damit will die Genossenschaft die Lastgangverrechnung automatisieren – und den urbanen Solarausbau beschleunigen. Künftig erfolgt die Abrechnung in Viertelstunden-Werten.

Green Planet Energy nutzt ab sofort die Abrechnungslösung von Solarize für seine Mieterstromprojekte. Die Genossenschaft will damit die Lastgangverrechnung bei Projekten mit intelligenten Messsystemen (iMSys) und virtuellen Summenzählern automatisieren. Bislang arbeitete der Ökostromanbieter mit einer pauschalen Aufteilung des Solarstroms auf Basis von Jahresmengen. Künftig erfolgt die Abrechnung nach Unternehmensangaben in Viertelstunden-Werten.

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Green Planet Energy hat derzeit rund drei Megawattleistung in Mieterstromprojekten installiert. Pro Jahr sollen nach Angaben des Unternehmens weitere vier bis fünf Megawatt hinzukommen. Die Plattform übernimmt die automatisierte Bilanzierung verschiedener Stromquellen. Sie soll auch komplexe Messkonzepte ermöglichen, etwa bei der Einbindung von Wärmepumpen oder der Kombination mehrerer Erzeugungsanlagen.

Lastverschiebung und neue Tarifmodelle

Ein Bestandteil der Zusammenarbeit sind Anreize zur Lastverschiebung. Green Planet Energy will über die Solarize-Plattform Tarifmodelle einführen, die Mieter direkt zur Nutzung des Solarstroms motivieren. „Die Energiewelt der Zukunft ist kein Nebeneinander einzelner Technologien, sondern ein intelligentes Zusammenspiel“, sagt Remi Gruszka, Geschäftsführer von Green Planet Solutions, der Tochtergesellschaft für dezentrale Energiewendelösungen. „Die präzise Erfassung dezentraler Energieflüsse sowie die automatisierte Abrechnung sind entscheidend, um das volle Potenzial erneuerbarer Energie wirtschaftlich auszuschöpfen.“

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Die Solarize-Plattform basiert auf einer API-First-Architektur und ist nach ISO 27001 zertifiziert. „Unsere Abrechnungslösung ist darauf ausgerichtet, Kunden dabei zu unterstützen, die Geschäftsmodelle der dezentralen Energieversorgung massentauglich zu machen“, sagt Frederik Pfisterer, Gründer und Geschäftsführer von Solarize. „Durch die Automatisierung der Lastgangverrechnung reduzieren wir Prozesskosten drastisch und schaffen den nötigen Raum für eine schnelle Skalierung von Mieterstrom- und Sektorenkopplungsprojekten.“ (nhp)

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