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Umfrage: Kostenfaktor bestimmt den Heizungskauf

DEPI

Eine Civey-Umfrage des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) zeigt, worauf Hausbesitzer beim Heizungskauf achten. Diese Faktoren haben eine Rolle gespielt.

Eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des DEPI zeigt: Fast zwei Drittel der befragten Hausbesitzer stellen beim Kauf einer neuen Heizung die Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund. 53,2 Prozent, also mehr als jeder Zweite, nennt zudem Betriebs- und Wartungskosten als Entscheidungskriterium.

Kosten führen das Ranking an

Anschaffungs- sowie Betriebs- und Wartungskosten führen das Ranking der Entscheidungskriterien deutlich an. Finanzielle Aspekte stehen damit vor anderen Merkmalen. Bei Besitzern von Pelletheizungen verschiebt sich die Gewichtung etwas. In dieser Gruppe liegen die Betriebs- und Wartungskosten am häufigsten ganz vorn, während die Anschaffungskosten etwas seltener an erster Stelle stehen.

Im Vergleich zum Durchschnitt aller Hausbesitzer gewichten Besitzer von Pelletheizungen die Höhe der Investition und den Anteil erneuerbarer Energien stärker. Das DEPI führt das auch auf die staatlichen Zuschüsse über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zurück.

Förderung sinkt seit Sommer 2026

Beim Heizungstausch sind die Fördersätze seit Sommer 2026 gesunken. Der Klimageschwindigkeitsbonus fiel von 20 auf 16 Prozent und wird bis 2028 in mehreren Stufen weiter reduziert. Für die Umsetzung einer beantragten Förderung für eine Pelletheizung verbleiben 36 Monate Zeit.

Das DEPI verweist zudem auf die Brennstoffkosten: Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre waren Holzpellets mindestens 25 Prozent günstiger als Heizöl und 31 Prozent günstiger als Erdgas. Zudem entwickelten sich die Pelletpreise stabiler als die Preise fossiler Energieträger.

Umfrage zeigt: Pelletheizer gewichten Zukunft stärker

Neben den Kosten spielt für viele Eigentümer die Zukunftsfähigkeit einer Heiztechnologie eine wichtige Rolle. Sie ist für 36,3 Prozent aller Hausbesitzer und für 39,8 Prozent der Besitzer von Pelletheizungen ein maßgebliches Entscheidungskriterium.

Noch größer fällt der Abstand beim Anteil erneuerbarer Energien aus. Besitzer von Pelletheizungen bewerten ihn mit 39 Prozent fast doppelt so häufig als bedeutsam wie Hausbesitzer insgesamt mit 20,6 Prozent. DEPI-Geschäftsführer Martin Bentele erklärt: „Pelletheizer setzen auf einen erneuerbaren Energieträger, der heute einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende leistet“. Das DEPI verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass Holz mehr als 60 Prozent der erneuerbaren Wärme in Deutschland stellt.

Regionale Rohstoffe sollen Versorgung sichern

Neben den finanziellen Aspekten hebt das DEPI die Versorgung hervor. Holzpellets werden überwiegend aus regionalen Resten der Säge- und Holzindustrie hergestellt. Der Rohstoff steht langfristig in ausreichender Menge zur Verfügung und macht unabhängiger von fossilen Energieimporten. Quelle: ar / DEPI