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Biohaus-Stiftung braucht 150.000 Euro

Anfang März hat sich Willi Ernst von der Biohaus-Stiftung selbst auf den Gabelstapler gesetzt, um Paletten mit Modulen, Wechselrichtern und Batterien zu verladen. Eine Woche später erreichte der Transport seine Bestimmungsorte in der Ukraine. Nun werden die Anlagen zügig installiert, von Solarteurinnen, die Greenpeace ausgebildet hat.

Nächster Transport unterwegs – weiter Geldspenden gesucht

Das sind überschaubare Kosten für eine Hilfe, die sofort und unmittelbar wirkt. Denn mit den Solargeneratoren machen sich die Krankenhäuser weitgehend unabhängig vom Stromnetz. Auch wenn sich der harte Winter langsam dem Ende zuneigt, halten die russischen Angriffe auf die Energieversorgung unvermindert an.

Seit Beginn des Jahres hat die Biohaus-Stiftung fast 70.000 Euro für den Ankauf von Solartechnik und Speichern aufgewendet, etwa 30.000 Euro stammten aus Spenden. Dieses Mal wurden drei Blockheizkraftwerke mit fünf, 50 und 52 Kilowatt für ukrainische Schulen in die Ukraine geliefert.

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Zudem gingen 16 Paletten mit Solarmodulen (in Summe 196 Kilowatt) für drei Krankenhäuser auf die Reise. Auch ein Batteriesystem (30 Kilowatt, 62 Kilowattstunden) und diverse Wechselrichter wurden nun in der Ukraine entladen. „Neben dem Einkauf der Komponenten kostet jeder Transport rund 5.000 Euro“, rechnet Willi Ernst vor. Die Solartechnik und Speicher sind für Empfänger in Bajarka, Brovary, Cherkasy, Teofipol, Obukhiv und Kamianets-Podilskyi bestimmt.

Biohaus schickt weitere Solaranlagen in die Ukraine

Mehr als 100 Krankenhäuser auf der Warteliste

Seit mehr als einem Jahr kooperiert die Biohaus-Stiftung in Paderborn mit Greenpeace und logistischen Kanälen der EU, um Solaranlagen, BHKW und Speicher zu kaufen, zu verschicken und die Solarteurinnen vor Ort bei der Installation zu unterstützen.

Greenpeace hat 2025 insgesamt 30 Frauen zu Solarteurinnen ausgebildet, in diesem Jahr sollen 50 hinzu kommen.

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Solare Inseln sind überlebenswichtig

Weil das fossil-nukleare Energiesystem der Ukraine weitgehend zusammengebrochen ist, werden solarbetriebene Inseln mit Batteriespeichern überlebenswichtig. „Immer mehr Krankenhäuser erkennen, dass sie sich damit unabhängig machen und obendrein erhebliche Energiekosten sparen können“, urteilt Polina Kolodiazhna von Greenpeace in Kiew. „Die Krankenhäuser und die Trägerkommunen beteiligen sich an der Finanzierung, das ist ungeheuer wichtig.“

So wurden auf dem Dach eines Hospitals in Chortkiv in der Westukraine 50 Kilowatt Solarmodule installiert. Die Anlage liefert 30.000 Kilowattstunden im Jahr für den Kreißsaal und Neugeborene mit ihren Müttern.

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Weitere 17.000 Kilowattstunden versorgen die Abteilung für Infektionskrankheiten. Mittlerweile werden rund 70 Prozent des Strombedarfs des Krankenhauses mit Sonnenstrom gedeckt. „Im Jahr spart das Hospital rund 470.000 Hrywnja“, rechnet Greenpeace-Expertin Marina Abramian vor. 1.000 Hrywnja entsprechen etwa 20 Euro. Größere Krankenhäuser können bis zu einer Million Hrywnja sparen – 50.000 Euro. Jedes Jahr, wohlgemerkt.

Die Biohaus-Stiftung ist vom Finanzamt als gemeinnützig. Sie stellt steuerlich abzugsfähige Spendenquittungen für Privatpersonen und Unternehmen aus, ebenso Greenpeace (für Privatpersonen). (HS)

Wer Geld für die Ukraine spenden möchte, melde sich bitte bei Willi Ernst, unter dieser E-Mail: willi.ernst@biohaus-stiftung.org

Website der Kooperation von Biohaus-Stiftung und Greenpeace in der Ukraine. Hier finden Sie ein ausführliches Factsheet, das die Krankenhäuser und die installierten Solarsysteme vorstellt.