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Keine Bewegung bei Modulpreisen

Während der Urlaubszeit verharren auch die Preise für Solarmodule fast bewegungslos auf dem Niveau des Vormonats. In den vergangenen vier Wochen wurden die Standardmodule für durchschnittlich 13,5 Cent pro Watt gehandelt. Das ist so viel wie im Juni dieses Jahres. Keine Bewegung gab es auch bei den komplett schwarzen Modulen. Diese liefern die Großhändler und Hersteller weiterhin für durchschnittlich 16 Cent pro Watt aus.

Einzig bei den hocheffizienten Modulen mit modernen Zelltechnologien und einem Wirkungsgrad von mindestens 23,5 Prozent gab es eine leichte Regung. Deren Durchschnittspreis ist leicht um 3,4 Prozent im Vergleich zum Juni 2026 gestiegen. Sie werden jetzt für 15 Cent pro Watt gehandelt – ein halber Cent mehr als im Vormonat.

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Kategorien verschoben

Das liegt aber weniger an einer tatsächlichen Preisbewegung, als vielmehr an einer Verschiebung der Kategorien bei PV Xchange, dem Online-Marktplatz für Solarkomponenten in Hamburg, der die Preise erhebt. Bisher galt ein Wirkungsgrad von 23 Prozent als Grenze zwischen Standardmodulen und hocheffizienten Modulen. „Hier war in diesem Monat jedoch eine Anpassung der Erhebungsgrundlage nötig“, erklärt Martin Schachinger, Geschäftsführer von PV Xchange. Denn die kontinuierliche technologische Entwicklung hat dazu geführt, dass es kaum noch Module in der Kategorie „Standard“ gibt. „Aus diesem Grund verläuft die Trennung ab sofort bei 23,5 Prozent Moduleffizienz“, erklärt Martin Schachinger.

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Das entspricht bei Modulen für Kleinanlagen einer Nennleistung von etwa 470 Watt. „Bei Modulen für die Freifläche reden wir – je nach Formfaktor – nur noch über Modulleistungen jenseits der 635 beziehungsweise 730 Watt, die nun der Gruppe High Efficiency zugeschrieben werden“, sagt der PV-Xchange-Chef. „Resultierend aus dieser Neudefinition rutschen Solarmodule mit Wirkungsgraden unterhalb 23,5 Prozent von einer in die andere Klasse und verfälschen so den dargestellten Preisverlauf etwas. Produkte mit geringerer Effizienz werden ja üblicherweise preiswerter angeboten als Produkte mit höherer Effizienz.“

Keine Bewegung im Markt

Damit liegen auch die Preise für hocheffiziente Module auf dem gleichen Niveau wie im Vormonat, während die Preise für Standardmodule eigentlich etwas zurückgegangen sind. Das wird durch die Änderung der Kategorien leicht verfälscht. Aber insgesamt bleibt es  bei stabilen Modulpreisen. Leichten Preisnachlass auf dem Modulmarkt führt der PV-Xchange-Chef auf die Produktionsüberhänge zurück, die abgebaut werden müssen. Das übe Druck auf die Marktpreise aus, insbesondere von Modulen für große Dachanlagen und Freiflächenprojekte.

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Solarfabrik profitiert von hoher Nachfrage

Martin Schachinger, Geschäftsführer des PV‑Xchange, führt das unter anderem auf den sich kaum bewegenden Markt zurück. Denn die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen ist nicht wesentlich gestiegen, hat aber auch nicht nachgelassen. „Es ist sogar zu vernehmen, dass der stagnierende Absatz von Solarmodulen vor allem gewissen Vorzieheffekten zu verdanken ist“, sagt Martin Schachinger. „Abnehmer in verschiedenen Regionen der Welt erwarten nämlich für das kommende Jahr – wenn nicht sogar schon ab dem vierten Quartal dieses Jahres – eine deutliche Verschlechterung der Bedingungen für die Investition und Installation.“ Viel weiter abwärts geht es mit den Modulpreisen aber nicht, prognostiziert Martin Schachinger nach Gesprächen mit Herstellern. „Ob sich diese Prognose bewahrheitet, hängt zumindest in Deutschland davon ab, wie es nach der Sommerpause mit dem EEG 2027 und dem Netzpaket weitergeht“, sagt er. (su)