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„Batteriespeicher sind nicht mehr zu schlagen“

Schwarzburger: In diesem Jahr gehen Speichersysteme durch die Decke, nicht nur bei uns in Deutschland.

Petersen: Die stark wachsende Nachfrage ist ein globaler Trend. Das sehen wir bei Heimspeichern, aber vor allem bei C & I und den Utilities.

Schwarzburger: Der Grund ist einfach zu verstehen: Batteriespeicher senken die Kosten für den Ausbau der Netze – ohne Förderung. Sie sind wirtschaftlich sehr attraktiv, das zieht Kapital und Investoren an.

Petersen: Hat nur leider noch nicht jede verstanden. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will unbedingt Gaskraftwerke durchdrücken, statt die Chancen der Speicherbatterien aktiv zu nutzen.

Schwarzburger: Den Wettbewerb der Technologien haben Gaskraftwerke schon verloren. Wirtschaftsministerin Reiche will den Netzbetreibern unbedingt teure Geschenke machen, die über die Steuerzahler refinanziert werden. Das schadet den privaten Haushalten, das schadet den Unternehmen und letztlich auch den Netzbetreibern.

Petersen: Denn Gaskraftwerke sind – schon vor ihrer Errichtung – Investitionsruinen. Anders Batteriespeicher: Sie erlauben vielfältige Geschäftsmodelle, sind zukunftsfähig und obendrein unschlagbar günstig in Beschaffung, Installation und Betrieb.

Schwarzburger: Derzeit findet eine Abstimmung mit den Füßen statt, das zeigen die Zubauzahlen des Jahres 2025 und der ersten Monate aus 2026. Speicher für Sonnenstrom und Windstrom bringen Erzeugung und Verbrauch in Einklang und stützen die Netze.

Petersen: Die dezentrale Energiewende braucht viele Akteure, nur dann kann sie gelingen. Monopole der Netzbetreiber verursachen letztlich nur höhere Kosten, weil sie den Wettbewerb behindern.

Schwarzburger: Darum geht es Frau Reiche: Sie will, dass die Monopole der großen Netzbetreiber unangetastet bleiben. Dadurch schadet sie der deutschen Wirtschaft, schadet Kommunen und Regionen.

Petersen: Die dezentrale Energiewende lässt sich nicht aufhalten. Jede Kilowattstunde neu installierte Speicherkapazität bedeutet Umbau der Netze von unten. Bedeutet mehr Versorgungssicherheit und sinkende Kosten.

Schwarzburger: Stromspeicher – private Anlagen, C & I oder große Batterien am Solarpark – bieten enorme Möglichkeiten. Es wird höchste Zeit, dass die Politik diese Chancen erkennt und ermöglicht.

Petersen: Es muss einfacher werden, Batteriespeicher zu installieren. Nicht mehr das Netz gibt den Takt vor, sondern Speicher. Überall werden Akkus installiert, von Balkonanlagen bis zu Solarparks.

Schwarzburger: In München werden etliche spannende Neuheiten präsentiert, die Innovationen drehen sich ungebremst weiter. In diesem Jahr stehen Speichersysteme einmal mehr im Mittelpunkt der Messe. Darauf dürfen wir uns freuen!

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