Immer mehr Solaranlagen und Batteriespeicher erhöhen die Zahl der Einfallstore für Hacker. Denn nicht nur ein physischer Angriff kann ganze Regionen lahmlegen. Auch Datenklau und Datenmanipulation können immense Auswirkungen haben.
Investitionen in Solarparks, große Dächer und moderne Batteriespeicher sind auf zwanzig Jahren oder mehr ausgelegt. Daher ist es entscheidend, sie über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg gegen Risiken abzusichern – eine Priorität, die allzu oft unterschätzt wird.
Die EU-Kommission will den Sicherheitsrahmen für die Energieversorgung überarbeiten. Die Solarbranche fordert ein Umdenken: weg von der Lagerhaltung fossiler Energien hin zu einem aktiven Sicherheitssystem mit Ökostrom und Speichern.
Hackerangriffe sind für Unternehmen und Betreiber von Energieanlagen schon fast Alltag. Umso wichtiger ist es, dass die Daten nicht in die falschen Hände geraten. Wie das im Falle von Speichersystemen umgesetzt wird, wissen Simon Schandert und Marcus Ulbricht von Tesvolt.
Cybersicherheit ist nicht der wichtigste Hebel, um die europäische Solarindustrie zu stärken. Hierzu braucht es eine andere Industriepolitik, sagt Jan Osenberg. Er leitet die Abteilung für Systemintegration bei Solar Power Europe in Brüssel.
Sicherheit ist für die Solarbranche kein neues Thema. Für den Schutz gegen Blitze, Überspannungen, Brände oder Diebe gibt es mittlerweile ausgereifte Standards, Produkte und Lösungen. Nun kommt ein weiteres Thema hinzu, das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.
Rein statistisch sichern Millionen Solaranlagen die Stromnetze gegen Blackout ab, besser als Großkraftwerke. Dagegen ist die Gefahr von Angriffen nicht zu unterschätzen. Expertin Sonna Barry von der Secida AG erläutert, wie sich die Unternehmen der Solarbranche den wachsenden Anforderungen stellen können.
Die Branchenverbände BEE und BDEW begrüßen den Entwurf zur Umsetzung der NIS-2-Richtlinie. Beide fordern jedoch Nachbesserungen, um die Cybersicherheit im Energiesektor künftig praktikabel zu gestalten. Eine Ausschlussliste nicht-vertrauenswürdiger Hersteller könnte helfen.